Archiv der Kategorie: Boardgames

Spiel 2017

Auch heuer machten wir wieder die Spielemesse in Essen unsicher. Inklusive der abendlichen Sessions haben wir gut über 20 Spiele getestet.

Reworld
Wir müssen neue Planeten kolonisieren, inklusive Terraforming, Konzerne ansiedeln etc. Das Spiel gestaltet sich in zwei Phasen. Erstens bekommen wir „Crew“, welche wir ausschicken, um diverse Kapseln zu besorgen, welche wir an unser Kolonialschiff andocken. Typische Kapseln sind Terraformer, Sonden, Firmengebäude und Shuttles. Diese werden über vier Runden an fünf Stellen ans Raumschiff angehängt.
In der zweiten Phase gilt es, diese Kapseln wieder zu lösen, die verschiedenen Witterungen zu terraformen, Planetare Verteidigung aufzubauen und Firmen anzusiedeln. Der Trick an dem Spiel ist es, in der ersten Phase die Kapseln in geschickter Reihenfolge anzuheften, um sie dann in der zweiten Phase ideal nutzen zu können. Je später eine Kapsel algeheftet wird, desto früher muss man sie wieder abdocken. Spielerfolg wird klassisch über Siegpunkte gemessen, die man über dieverse Aufgaben erhält.


Fazit: Das Spiel ist gut gemacht und bietet neue Mechaniken, die für Abwechslung sorgen.

Gob Z’Heroes
Hierbei handelt es sich um ein 1 gegen 1 Spiel, in dem jede Seite die Kontrolle über eine Gruppe Goblins (die Anspielungen an diverese Filme darstellen). Diese muss über ein Grid kommandiert werden, bis sie auf die gegnerische Gruppe trifft und ihr gehörig aufs Maul gibt.


Fazit: Die Figuren sind liebevoll gestaltet, leider haut mich die Mechanik nicht vom Hocker. Möglicherweise ist das mit den vollen Regeln besser, aber die vorbereiteten Trupps waren höchstgradid unausgewogen. Noch dazu hat es die mir verhasste „du musst 6er Würfeln“ Mechanik, wo man nur gewinnen kann, wenn man im richtigen Moment 6er wirft.

FantasyFlightGames
Natürlich darf ein Besuch beim Fantasy Flight Games Stand nicht fehlen. Der eindeutige Fokus heuer war das vor kurzem angekündigte Star Wars Legion Tabletop.


Die neuen Armada Schiffe waren auch ausgestellt. Von Imperial Assault gibt’s grad gar nichts neues zu sehen.

Pora na kameleona
In dem Spiel geht es darum, möglichst schnell die richtige Anzahl von Chameleons mit der richtigen Farbe sowie deren Ort zu finden (und auf das entsprechende Plätchen zeigen). Aufgepeppt wird es durch getarnte und regenbogenfarbene Chameleons.

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Fazit: Mir ist das zu stressig. Sylvia hat’s gefallen, also hat sie es gekauft.

Ticket to Mars
Vier Raketen mit Platz für je vier Lebewesen machen sich auf den Weg zum Mars. Alle erhalten verdeckte Aufgaben, wer mit soll und in welchen Pärchen die Raketen gefüllt sein sollen. Über mehrere Runden setzt man dann entsprechend Leute (Mann, Frau, Mädchen, Junge, Hund, Oma) in die Raketen, setzt sie um oder wirft sie wieder raus. Am Ende wird abgerechnet.

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Fazit: Ich finde es ganz nett für zwischendurch, weil es wirklich schnell geht. Großartige taktische Möglichkeiten darf man sich insbesondere mit mehreren Spielern nicht erwarten.

Dragonsgate College
Wir sind in einem Fantasy Setting und betreiben ein Magie-College. Wir müssen Lehrer anheuern, die Räumlichkeiten ausbauen und Schüler als Abschlussaufgabe auf Quests schicken. Die Mechanik basiert auf Worker-Placement, wobei wir einen gemeinsamen Pool an Arbeitern in Form von Würfeln haben. Diese werden zu Beginn jeder Runde geworfen. Jede Zahl bringt gewisse Handlungsmöglichkeiten und so muss man die Taktik auf die vorhandenen Würfel anpassen (wobei man die Ergebnisse auch beeinflussen kann). Als spannendes Element sind auch Würfel in den Farben der Mitspieler vorhanden. Wenn jemand anderes den Würfel der eigenen Farbe abhandelt, bekommt man selbst einen außertürlichen Zug mit dem selben Ergebnis. Die Idee ist gut. Allerdings führt das auch teilweise dazu, dass man schnell den Überblick verliert, wer eigentlich gerade dran ist.


Fazit: Solides Spiel mit coolem Artwork. Würde auch gern einmal das Volle Spiel ausprobieren (Demospiele waren nach 3 von üblichen 5 Runden vorbei).

Dreamcatchers
Das Artwork sticht mit den verschiedenen Rosa/Violettönen sofort ins Auge. Dreamcatchers ist ein kooperatives Spiel in dem man in die Rollen von Feen schlüpft, deren Knochenjob es ist, kleinen Kindern einen schönen Schlaf zu bescheren. Man muss schöne Täume einfangen, Albträume eliminieren und gleichzeitig Monster unter dem Bett verjagen.


Fazit: Auch wenn wir beim ersten Versuch kläglich gescheitert sind, haben wir uns in das Spiel verliebt und es uns besorgt.

Drako
Wieder ein 1 gegen 1 Spiel. Eine Seite spielt den Drachen, die andere Seite spielt 3 Zwerge, welche den Drachen erledigen möchten. Es ist nicht ganz klar, welche Seite hier die gute ist. Klar ist aber, dass es ein Kampf auf Leben unt Tot ist. Man hat pro Runde zwei Aktionen, welche entweder aus Karten ziehen oder Karten spielen bestehen. Karteneffekte sind typischerweise gehen, angreifen und Sonderaktionen. Schildkarten spielt man außertürlich.


Fazit: Spielt sich gut und flüssig. Allzuviel Strategie darf man sich aber nicht erwarten.

Kill the Unicorns
Wir sind Abenteurer auf der Jagd nach Einhörnern. Wir bieten und bluffen auf die ausgelegten Fabelwesen und am Ende geht es darum, den größten Wert sowie passende Sets zu haben. Der Weg dahin lässt nicht viel tiefe Strategie offen, aber viel Spaß und witzige Random-Ereignisse.


Fazit: Definitiv ein lustiges Spiel für zwischendurch.

Untold Adventures Await
Dieses storytelling game basiert auf StoryCubes, welche man in beliebiger Menge hinzufügen kann. Das Setting ist eine TV-Serie, in welcher die Spieler Charaktere mimen. Man kann es als ONE-Shot, Mehrteiler oder wenn man so will auch Staffelweise mit gleichen Charakteren spielen. Nachdem das Setting und die Protagonisten klar stehen (der Fantasie sind keien Grenzen gesetzt) wird die Story aufgebaut. In 4 Schritten stellt man Fragen bzw. setzt Aktionen, die die Geschichte vorantreiben und in einem Climax endet. In unserem Fall befanden wir uns in einem magischen mittelalterlichen Venedig, in dem Fischmenschen versuchten, die Welt an sich zu reißen (wir konnten es leider nicht verhindern …).


Fazit: Einfach und nett gestrickt. Sicher gut, wenn man auf Storytelling Games steht, bei mir bin ich da noch nicht so sicher.

Calimala
Wir sind Stoffhänlder aus Florenz. Um unsere Ware los zu werden, müssen wir Schiffe, Werkstätten sowie Lagerhäuser bauen. Außerdem freuen sich die Hausherren einflussreicher Familien über Geschenke in Form von Waren und Marmorstatuen. Calimala funktioniert über Workerplacement. Man setzt die Aktionssteine immer zwischen zwei Aktionen und kann beide durchführen. Aktionen sind zB. Resourcen sammeln, bauen, produzieren, schenken. Hier gibt es eine ähnliche Mechanik wie in Dragonsgate College: Wenn man auf einen bereits da liegenden Worker setzt, erhält der dazugehörige Spieler einen außertürlichen Zug. Wird der vierte Stein auf den Stapel gelegt, entfernt man den untersten und leitet eine Wertungsrunde ein. Auf diese Art kommen 15 Wertungsrunden zustande, die immer ein anderes Ziel haben. Die Strategie ist, zur richtigen Zeit den passenden Fortschritt zu haben.


Fazit: Das Spiel hat mir ganz gut gefallen, wobei man es sicher mehrfach spielen muss, um ordentlich vorausschauend spielen zu können.

Farlight
Wir befinden uns in einem Science Fiction Setting. Unsere Aufgabe ist es, ein Raumschiff zu bauen, und damit auf Missionen zu gehen. Dabei ist darauf zu achen, dass wir genug Crew an Bord haben, Tech und Biotech Forschung betrieben wird sowie genug Antrieb da ist. Abwechselnd bieten wir verdeckt mit unseren Geldplättchen (4,3,2,1,0) auf die ausliegenden Teile und Missionen, winner takes it all. Abgerechnet wird wieder über Siegpunkte, die aus Missionen bzw. Aufgaben für das Spielende bestehen.


Fazit: Es ist ganz ok, wobei es wie bei Bietspielen üblich ziemlich frustrierend sein kann, wenn man bei den wichtigen Teilen ständig überboten wird. Das dann erhaltene Crewmitglied ist hier nur ein schwacher Trost.

Planetarium
Wir sind das Sonnensystem. Planeten kreisen und sammeln umherschwebende Resourcen ein. Dabei gilt es, die Planeten so in den Umlaufbahnen zu lenken, dass die richtigen Resourcen am Planeten landen, um die ausgeteilten Missionen zu erfüllen.


Fazit: Das Spiel ist einfach und schnell. Sicher nett für zwischenddurch.

Bronze
Den Hintergrund zu dem Spiel hab ich nicht ganz verstanden. Aufgabe ist es, sich Berufskarten zu nehmen und im eigenen Bereich anzulegen. Je nach Beruf kann man dann in unterschiedlichem Gelände Siedlungen bauen. Außerdem kann man die Berufskarten so vor sich ablegen, dass sich Combos bilden und man somit gleich mehrere Siedlungen bauen kann. Punkte gibt es für die Länge der aufeinanderfolgenden ununterbrochenen Siedlungsstraße, wenn man als erstes ein neues Feld (x-Achse) besetzt bzw. von speziellen Aufgaben, die man beim Besetzen eines neuen Feldes erhält.


Fazit: Vielleicht liegt es daran, dass es das erste Spiel des Tages war, aber mir war das einfach zu viel. Man muss drauf achten, schnell vorwärts zu kommen, in möglichst vielen Gebieten lange Straßen zu haben, die Berufskarten effizient anzuordnen und gleichzeitig die in Summe 10 Missionen zu optimieren.

Aachoo
Das ist ein sehr simples bluff-Spiel, in dem es darum geht, einen großen Fisch mit kleinen Fischen zu füttern. Es geht sowohl um die Anzahl der Fische als auch um die richtige Farbe (drei verschiedene Farben pro Reihe). Man muss die passenden Karten nicht zwingend ziehen, sondern nur die anderen davon überzeugen, dass man sie gezogen hat.


Fazit: War schon ganz witzig, nochmal muss ich es aber nicht spielen.

Alakazoo
Ziel ist es, sich ein Monster zu bauen. Je näher man an der Vorlage ist desto besser. Allerdings gibt es auch Punkte für Geschwindigkeit, was zum einen oder anderen Kompromiss führt. Das Spiel ist erst in der Prototyp-Phase, sieht aber vom Artwork her schon mal sehr gut aus. Beim Spielverlauf sind wir noch nicht sicher, ob wir alles korrekt gespielt haben.


Fazit: War ganz unterhaltsam. Allein schon wegen der coolen Monster gefällt mir das Spiel.

Ninja Arena
Mein Lieblingsspiel des letzten Jahres war auch wieder vertreten und diesmal hab ich eine Kopie (+1 für einen Arbeitskollegen) ergattert. Der Spieldesigner hatte zu einem alle-gegen-ihn Spiel ausgerufen, bei dem ich mich beteiligte. Insgesamt zu viert versuchten wir ihm den Garaus zu machen. Leider waren meine Mitstreiter eher unerfahren (sprich für die meisten war es das erste Spiel), weswegen die Chancen nur mittelmäßig waren. Immerhin prügelten wir ihn auf 3 Lebenspunkte runter, ehe wir aus Zeitmangel abbrechen mussten. Zu dem Zeitpunkt hatte er aber eh schon zwei von uns erledigt und sich wieder auf 9 hochgeheilt. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, mit dem vollen Regelset zu spielen.

Michael Strogoff
Wir müssen durch Sibirien nach Irkutsk reisen, um Ivan davon abzuhalten, dort seine Schrecken zu verbreiten. So oder so ähnlich. Auf dem Weg begegnen uns viele Gefahren, die wir beseitigen müssen. Im Endeffekt spielt hier jeder für sich, wobei gewinnt, wer als erster ankommt und Ivan besiegen kann. Die Mechanik funktioniert via Match-Making: Die Gefahren-Karten haben Icons, auf die wir entsprechende Abwehrkarten spielen müssen.

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Fazit: Das Spiel hat Potential, ich müsste es nochmal mit besserer Regelkenntnis spielen für ein finales Urteil.

Tao Long
Hier war ich sofort gefesselt vom Artwork. 1 gegen 1, wir spielen je einen asiatischen Drachen (Feuer und Wasser) und müssen uns bekämpfen. Das funktioniert über Snake-Mechanik. Man kann die Bewegungsfelder bediehnen, die es erlauben, 1-2 Felder geradeaus, abbiegen, stehenbleiben oder Feuer/Wasser speien. Darüber hinaus gibt es Portale, zwischen denen man hin- und herwarpen kann. Ziel ist es, den gegnerischen Drachen zu eliminieren.


Fazit: Es ist echt wunderschön. Im Spiel hat es sich aber dann doch eher träge manifestiert. Das könnte aber auch daran liegen, dass es unser letztes Spiel nach drei anstrengenden Tagen war.

Loot
Neben ein paar Spielen und Metallwürfel für Sylvie gingen uns auch wieder ein paar Comics ins Netz.

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Damn you FFG!

AKA: Star Wars Destiny, my new addiction.

Fantasy Flight Games ist ein Spielehersteller, der es mittlerweile seit Jahren schafft, mir mit qualitativ hochwertigen Star Wars Produkten mein Geld aus der Tasche zu ziehen.

Angefangen hat es halbwegs harmlos mit dem X-Wing Miniaturenspiel. Als das Imperial Assault Kampagnen/Skirmish System herauskam war auch noch klar, dass ich das haben muss. Bei Armada war ich anfangs noch skeptisch und verdammte es quasi als X-Wing Klon. Bis ich mich näher damit beschäftigte und es sich schnell nach Release zu meinem Lieblilngs-Tabletop entwickelte. Star Wars Rebellion – aja, schon wieder ein 1 gegen 1 Miniaturenspiel. Das lass ich sicher aus … oder auch nicht.

Bei Star Wars Destiny war für mich aber von Anfang an Klar. Nicht mit mir! Ein Sammelkarten/Würfelspiel fang ich sicher nicht nochmal an. Ich hatte vor vielen Jahren in das Star Wars Customizable Card Game schon mehrere hundert Euro investiert. Aus dem Alter bin ich definitiv raus.

Und dann fand am vergangenen Montag die Releaseparty zum neuen Star Wars Destiny Spiel von FFG statt. Ich hatte an dem Abend sonst nichts vor und rechnete es mir kühl durch: 25€ für ein Starter und 6 Booster ist unter dem normalen Einkaufspreis und die Karten krieg ich garantiert sogar gewinnbringend los. Schauen wir es uns mal an. Als ich 30 Minuten vor Start des Events ankam hatte ich Glück, überhaupt noch an das Material zu kommen, so groß war der Andrang.

Ich packte meine Booster aus und fand gleich 3 Legendary Karten (Chance 1/6 pro Pack), unter anderem Han und den Falken. Auch Hans Blaster (Rare) synergierte gut.

starwarsdestiny_day1_blogAber ist das Spiel wirklich gut? Die ersten lobenden Kommentare anderer Teilnehmer belächelte ich noch und ließ mir das Spiel erklären. Nach 10 Minuten und 3 Probezügen waren mir die Regeln zu 95% klar und ich fühlte mich Fit genug für das gleich startende Turnier.

Runde 1. Ich als auch mein Gegner übersahen regelmäßig Regeltexte und waren auch so noch recht unsicher, wie wir unsere Züge und Ressourcen ideal einsetzten. Trotzdem war bereits das erste Spiel sehr zügig und die Regeln waren zu 95% sofort verständlich und klar. Das Spiel konnte ich für mich entscheiden, indem ich meinem Gegner mit einer Aktion die letzte Handkarte entzog (das Spiel endet, wenn eine Seite entweder keine lebenden HeldInnen oder keine Karten aus dem Stapel mehr hat).

Spiel 2 gegen Darth Vader, ich krieg voll aufs Maul, trotzdem sehr cool. In Spiel 3 hatte ich das Gefühl, das Spiel durchschaut zu haben und konnte bereits gut mit Sonderregeln und Kombos agieren. Das extrem spannende Spiel überlebte ich mit einem Hitpoint auf Rey und entzog meinem Gegner mit letzter Mühe die letzte Karte.

Nun sind 5 Tage vergangen und ich verschlinge seitdem alle Blogs und Youtube Videos zu dem Thema. Ich kann es kaum erwarten, wenn es endlich offiziell auf dem Markt ist und ich mir mehr Karten zulegen und mehr spielen kann! Das Spiel ist richtig gut durchdacht, einfach zu verstehen, schwer zu meistern und absolut süchtig machend.

Damn you FFG!

Ninja Arena – Join Kickstarter!

Ich spiele viele Brettspiele. Sehr viele Brettspiele. Manche sind schlecht (und werden kein zweites Mal gespielt), manche sind gut und einige wenige sind sehr gut. Ganz selten ist eines dabei, das mich derart begeistert, dass ich es am liebsten in Dauerschleife spielen würde. Ninja Arena ist so eines.

Als ich mich in Essen an den Demotisch setzte und nach kurzer Erklärung die ersten Schritte meines Ninjas machte (und sogleich einen erfolgreichen Schwertschlag hinlegte) war klar: ICH MUSS DIESES SPIEL HABEN. Da sie kein Exemplar mehr lagernd hatten, war meine erste Tat nach der Heimkehr, das gerade gestartete Kickstarter Projekt zu backen. Als zweites begann ich mit dem Basteln meiner Ersatzarena, damit ich Ninja Arena schon vorab spielen kann.

Nun mein Problem: 5 Tage vor Ende der Kampagne ist Ninja Arena noch 70% vom Ziel entfernt. Ich habe soeben mein Pledge erhöht. Und ich würde mir sehr wünschen, wenn der Eine oder die Andere sich auch noch an der Kampagne beteiligte, um das Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Das bedeutet mir derart viel, dass ich ein persönliches Stretchgoal einbringe:

Wenn das Projekt erfolgreich ist, bemale ich die Ninja-Figuren der ersten 10 Backer, die sich bei mir melden, gratis (Transport der Figuren nicht inkludiert).

Nun folgt noch eine Kurzbeschreibung des Spiels und die Präsentation meiner Custom-Arena:

In Ninja Arena begegnen sich bis zu 4 (mit zwei Spielen auch bis zu 8) Ninjas, um sich gegenseitig zu besiegen. Die Zinnfiguren bewegen sich auf einem Spielfeld aus 8×8 Feldern. Es gilt, durch die mit Hindernissen versehene Arena zu manövrieren und die anderen Ninjas mit Nah- und Fernkampfwaffen zu bekämpfen.

ninjaarena_02_blogEs gibt verschiedene Waffen zur Auswahl, die sich durch Schadensausmaß, Munition, Reichweite sowie andere Sonderregeln unterscheiden. Zusätzlich hat jeder Ninja noch eine einzigartige Sonderfähigkeit.

In jeder Runde „programmiert“ man seinen Ninja drei Schritte ein. Zur Auswahl stehen 5 Würfel: 2 rote für schnelle Aktionen (kurze Schritte, drehen, verteidigen), 2 blaue für normale Aktionen (Doppelschritt, springen, schräger Schritt, eine Ebene hochklettern, Fern- und Nahkampfangriff) und 1 weißer für langsame Aktionen (konzentrierter Angriff, Waffe werfen/aufheben, klettern und Spezialaktion).

ninjaarena_01_blogWenn alle gesetzt haben, werden die Schritte einer nach dem anderen durchgeführt. Rote Würfel haben Priorität vor blauen, weiße kommen als letztes. Bei gleicher Würfelfarbe zwischen den SpielerInnen entscheidet die Initiative, die man wählen darf, wenn man fertig gesetzt hat.

Die Würfelseite darf frei gewählt werden und bei einigen Würfel ist die Orientierung auschlaggebend (Schritt nach rechts/links/vorne/hinten). Das Spiel basiert rein auf agieren, reagieren und antizipieren gegnerischer Aktionen. Der einzige Zufallsfaktor ist die Unzurechnungsfähigkeit der GegnerInnen! Es wird so lange gespielt, bis nur noch ein Ninja steht, oder manchmal auch alle tot sind.

ninjaarena_04_blogEine Runde dauert – je nach Aggresivität der SpielerInnen – 10 bis 20 Minuten. Um die Wartezeit von Ausgeschiedenen zu verkürzen gibt es den „Sudden Death“ Mode: Sobald der erste Ninja tot ist, verliert in jeder Runde in der kein Blut fließt der gesundeste Ninja einen Lebenspunkt. Das ist mehr als genug Motivation, proaktiv auf die anderen Ninjas loszugehen!

Das Spiel ist wirklich gut durchdacht, schnell zu lernen und unglaublicher Spaß! Das Entwicklungsteam ist total cool und offen für Vorschläge. Das Spiel wird lokal (Deutschland) aus nachhaltigen Materialien gefertigt (sogar die Bäume, die für das Spiel sterben müssen werden nachgepflanzt!), was zum einzigen Nachteil des gesamten Projekts führt: Es ist mit 75€ (plus Versand) nicht ganz billig. Ich finde, es ist jeden Cent davon wert!

Star Wars – Rebellion

It is a period of civil war. The glorious Empire has loyal armies in Mustafar, Sullust and Mygeeto. Corellia and Mandalore will soon also fight for the good cause. Rebel troops have been spotted on Kashyyyk, Naboo and Ryloth. It is only a matter of time until the hidden Rebel base is found, destroyed and peace will be restored in the galaxy …

2016-07-08_StarWarsRebellion_001The Rebels flee from Naboo to Utapau shortly before Imperial troops land and re-pacify the planet. The Death Star heads to Kashyyyk to confront and capture General Dodonna.

2016-07-08_StarWarsRebellion_002The foolish Rebel officer can easily be tricked to point the Imperial fleets to the region of the Rebel base. After being released through a fake rescue mission, he flees back to Geonosis only days before a large Imperial army arrives.

2016-07-08_StarWarsRebellion_003The base can only be on Tatooine or Rhodia, only a short trip away from the fleet destined to destroy the Rebels once and for all.

This is when a fleet of Rebels arrive at Geonosis. This foolish attempt was quickly finished, though it bought the traitors enough time to flee from their base on Tatooine and set up a new base.

2016-07-08_StarWarsRebellion_004This is an unfortunate setback. In order to speed up the war, the Empire sought the help of the famous bounty hunter Boba Fett. Soon after hiring, he captures Leia Organa on Nal Hutta and brings her straight back to Kashyyyk where Darth Vader already waits to freeze her in carbonite.

Only a short time later, an aged Obi Wan Kenobi arrives on the Death Star looking to rescue the high ranking Rebel officer. The old Jedi gets confronted and killed by the dark lord. Organa manages to escape though. The Rebellion is turning from a minor nuisance into a real threat!

2016-07-08_StarWarsRebellion_005If they want an open war, they can have it. Empire fleets spread out through the universe, subjugating more and more systems, accompanied by regular battles.

2016-07-08_StarWarsRebellion_0072016-07-08_StarWarsRebellion_006 2016-07-08_StarWarsRebellion_008In the orbit of Dagobah, the construction of a second Death Star is commenced. Only shortly before finishing the construction, a single X-Wing Fighter destroys the space station. What an impressive display of incompetence!

2016-07-08_StarWarsRebellion_009 2016-07-08_StarWarsRebellion_010The Rebels gain the trust of more and more systems. Time is running out. But at the same time, the net of Imperial probe droids and spies tightens. In fact there are only two planets left, where the Rebels can be hiding: Utapau and Endor.

2016-07-08_StarWarsRebellion_011A small fleet checks out Utapau. No Rebels there, all forces to Endor! There is still time. The emperor himself leads the first wave arriving on Endor. Easily he can overthrow the Rebel fleet in orbit. But the small army landing on the planet is just not able to take the fortified Rebel base.

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Even-though Imperial reinforcements are only two systems away, this Rebel victory is the final spark that brings enough hope to the suppressed citizens to stand up against the Imperial government. The Empire has lost …

Conclusion: Star Wars – Rebellion is the newest addition to the miniature games of Fantasy Flight Games. It is an asymmetric game that is played 1 on 1 (optionally 2 on 2), where one side plays the galactic Empire and the other side the Rebel Alliance. Very simplified the Rebels select a location for their hidden base and must prevent the Empire from finding and destroying it during a variable amount of game rounds.

On the table it plays out as an 3-4 hour long struggle, where the Empire uses their superior resources and powerful fleets to search through the galaxy to destroy Rebel fleets and find the hidden base. The Rebels on the other hand user their limited resources to befriend planets and conduct vital blows to convince people of their cause (reducing the time they have to survive before winning). Both sides send famous characters on missions to help their cause, ranging from freezing Rebel leaders in carbonite to letting Yoda train characters to become a Jedi.

And the most important thing: It is awesome! It’s one of those games you sit through for hours, doing the best to win, enjoying every minute of it no matter if chance turns out in your favour or luck (e.g. a Death Star) blows up into your face.

Star Wars Armada

Ein weiteres Star Wars Spiel von Fantasy Flight Games fand seinen Weg in meine Sammlung: Star Wars Armada. In diesem Tabletop übernimmt man das Kommando über eine Flotte der Allianz oder des Imperiums und versucht die gegenüber stehende Flotte zu vernichten.

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Das kommt bekannt vor? Was ist es nun, das Armada von X-Wing unterscheidet und warum sollte man beide Spiele haben wollen? Das Offensichtlichste ist der andere Maßstab. Statt Fighter-Staffeln befehligt man hier die großen Kaliber: Sternenzerstörer, Kreuzer und dergleichen.

Auch das Spielprinzip unterscheidet sich stark. Während X-Wing ein schnelles Gefecht darstellt, in dem quasi jeder Hit über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, fängt Armada die träge Gefechtsdynamik von Großschiffen ein. Züge müssen vorgeplant werden, Bewegungen sind langsam und wer es schafft, innerhalt der 6 Spielzüge sich so zu positionieren, um mit voller Breitseite auf die Schwachstellen der feindlichen Schiffe feuern zu können, hat die besten Karten auf den Sieg.

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Fighterstaffeln dürfen natürlich nicht komplett fehlen. Diese besitzen eine eigene Dynamik, bewegen sich schnell und werden benutzt, um sich taktisch zu positionieren, die feindlichen Fighterstaffeln abzufangen und im richtigen Moment in Schwärmen an den Schilden von Großschiffen zu nagen oder die letzten Hüllenpunkte zu ziehen. Namhafte PilotInnen mit Sonderfähigeiten runden die Gefechte noch weiter ab.

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Im Gegensatz zu den Großschiffen, kommen die Fighter unbemalt. Das hält bei mir aber nicht lange, und so haben sie bereits einen passenden Schliff erhalten.

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15x Blut spenden – 1x UNO

Ich warte heute blutspenden.  Für diejenigen, die es nicht wissen, nach jeder 5. Spende gibt es ein kleines Geschenk, üblicherweise Merci und/oder Wein. Für mich war es heute die 15. Spende und ich staunte nicht schlecht, als mir ein UNO-Set angeboten wurde.

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UNO ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsspiel,  aber es war meine Einstiegsdroge und wer weiß, vielleicht hat es ja in ein paar Jahren dieselbe Wirkung auf meine Nichte und meinen Neffen.

Imperial Assault

Wir befinden uns in einer weit weit entfernten Galaxis, kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns. Als Elitetrupp der Rebellion ist es unsere Aufgabe, kleinere Aufträge zu erfüllen. Die Missionen beinhalten Störaktionen an Imperialen Außenposten, Einsatz als Aufklärungstrupps und gelegentlich müssen wir auch den großen HeldInnen der Rebellion aus der Patsche helfen.

ImperialAssault_034In dem neuesten Geniestreich von Fantasy Flight Games – Imperial Assault – übernehmen 1-4 SpielerInnen die Rollen von Namhaften (wenn auch bisher unbekannten) AgentInnen der Rebellion, während eine weitere Persion das Imperium mimt und mit allen Mitteln versucht, die Ordnung in der Galaxie aufrecht  zu erhalten.

Das Spiel ist Kampagnengetrieben, das heißt, dass abwechselnd vordefinierte (am Spielerfolg orientierte) Story-Missionen absolviert werden, die regelmäßig von einer oder mehreren Side-Missions unterbrochen werden bis letztendlich das finale Gefecht anbricht, das über Erfolg oder Niederlage entscheidet. Auf dem Weg gewinnt man Erfahrung (in Form von Charakterspezifischen Fähigkeiten), mächtigere Items (Waffen, Rüstungen, …) und sogar Alliierte.

ImperialAssault_033Die grundlegende Mechanik ist recht einfach. Abwechselnd aktivieren Rebellen und Imperiale je eine Figur (oder Figurengruppe) und führen zwei Aktionen durch. Wenn alle einmal dran waren, beginnt eine neue Runde (häufig von Szenario-Aktionen unterbrochen) und das geht so lange, bis eine Seite ihr Missionsziel erreicht hat.

ImperialAssault_039 ImperialAssault_041Im Detail wird es natürlich komplizierter. Da es meist ein Zeitlimit gibt, muss jeder Schritt genau durchgeplant werden. Den optimalen Plan zu finden kann schon ein paar Minuten in Anspruch nehmen und letzendlich entscheiden häufig auch noch – für das Spiel eigens entwickelte – Würfel mit.

Mit über 70€ ist das Grundspiel von Imperial Assault nicht billig, aber jeden Cent davon Wert! Man bekommt haufenweise Karten, Unmengen an Marker, ein Set an Würfeln und genug beidseitig bedruckte Puzzelteil-Geländekarten, um zig Szenarien zusammenbauen zu können. Und natürlich – was mich als Miniaturen-Liebling und Star Wars Fan der ersten Stunde (meiner, nicht der von Star Wars) komplett vom Hocker haut – 36 Figuren (inkl. 1 AT-ST). Die Qualität der Sculpts ist ein Wahnsinn (sodass ich über leichtere Mängel in der Fertigung hinwegsehen kann) und ich konnte nicht anders, als sie sofort zu bemalen.

ImperialAssault_031 ImperialAssault_029 ImperialAssault_028 ImperialAssault_024Ich kann es kaum erwarten, wenn die bereits angekündigten Erweiterungen (hauptsächlich in Form von weiteren Figuren) erscheinen!