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The Girl who Rebukes Joy – Keyforge Release Turnier

Gestern war es endlich so weit, Keyforge wurde mit einem kleinen Turnier offiziell released. Ich beschloss, auf die Starterbox zu verzichten und stattdessen Custom Tokens aus diversen anderen Spielen zu verwenden und mir stattdessen mehr Decks zu gönnen. Gleich das erste geöffnete Deck hat es mir angetan und ich verwendete es für das Turnier: The Girl who Rebukes Joy

Keyforge

Es ist nach erster Evaluierung recht straight forward: Sanctum hat starke Kreaturen, die beschützen können, Dis disrupted und stielt auch mit starken Kreaturen (Kombo: Playeffekte auf Kreaturen plus ALLE Kreaturen auf die Hand Event) und Logos … ist halt auch dabei.

An Runde 1 kann ich mich kaum erinnern. Ich lernte hauptsächlich mein Deck kennen und irgendwie konnte ich mich gut durchsetzen und gewinnen.

Runde 2 war gegen ein super nerviges Deck: mein Gegner ließ mich partout nicht ins Spiel kommen, zerstörte mir einmal 6 und einmal 5 Aember und verhinderte so, dass ich Schlüssel schmieden konnte. Im Gegenzug baute aber auch er nur einen Schlüssel. Nach Ablauf der Zeit in meinem allerletzten Zug konnte ich endlich den ersten Schlüssel bauen und genug reapen, dass ich haarscharf den Tiebreaker gewann. Wow!

Runde 3 begann sehr grauslich, als mein Gegner gleich drei Skirmish+Poison Figuren aufs Feld brachte. Ich ging brutal rein und nahm die Kreaturen unter herben Verlusten raus. Danach ging es super entspannt weiter und ich spielte einen 2:0 Schlüssel Vorsprung heraus. Doch dann kam Francis ins Spiel, den er mit Buffs auf 8 Power, 5 Rüstung, Skirmish und Illusive pushte. Ab dann boxte er mir jede Runde 2-3 Kreaturen um und kaperte 2 Aember. Ich kam nicht mehr vom Fleck und mein Gegner zog auf 2:2 Schlüssel nach. Ich war mein Deck durch und es gab nur eine Karte, dessen Wiederauftauchen mich retten konnte: Hysteria (ALLE Kreaturen zurück auf die Hand). Und da kam sie auch! Die 12 Aember, die ich nach dem Zug hatte, konnte mein Gegner nicht mehr disrupten und so gehe ich mit 3:0 Siegen ungeschlagen aus dem Turnier.

Es war sehr spannend und richtig lustig. Ich freue mich schon auf das nächste Event!

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Der gefräßige „Dynamit“ Laslo – Keyforge Prerelease Event

Gestern fand das – mit 28 TeilnehmerInnen ausgebuchte – Prerelease Event von Keyforge im Sirengames statt. Ich war live dabei und staubte neben dem Keyforge Deck „Der gefräßige Dynamit Laslo“ auch etwas Promo-Material ab.

KeyforgePrerelease

Zu Keyforge allgemein:
Es ist ein „Sammelkartenspiel“ (warum unter Anführungszeichen erkläre ich später), wo zwei Decks mit je 36 Karten gegeneinander antreten. Jedes Deck besteht aus 3 (von insgesamt 7) Häusern zu je 12 Karten. Abwechselnd werden Karten gespielt, von denen – ganz kurz gefasst – jeweils der Kartentext durchgeführt wird. Ziel ist es, Ressourcen (Aember) zu sammeln, welche dann in „Schlüssel“ „geschmieded“ (->Keyforge) werden müssen. Wer zuerst drei Schlüssel hat gewinnt. Der Weg dahin ist je nach Deck verschieden und die 7 Häuser haben unterschiedliche Eigenheiten.

Als innovative Mechanik muss man in jedem Zug ein Haus nominieren und kann dann beliebig viele Karten dieses Hauses spielen (aber keine anderen, sofern das ein Kartentext nicht explizit erlaubt), ehe der Gegner wieder dran ist. Effekte gehen von „ziehe eine Karte“ bis hin zu lösche den kompletten Spielbereich, was dem ganzen eine starke Dynamik verleiht.

Derartige Spiele gibt es zuhauf, was ist nun so besonders an Keyforge?
Unique Deck Game ist das Stichwort. Anders als bei jedem anderen Sammelkartenspiel kauft man nicht einzelne Booster/Erweiterungen und baut sich ein Deck aus den daraus erworbenen Karten, sondern man kauft ein ganzes Deck. Dieses wurde durch einen Algorythmus erschaffen – inklusive einzigartigem Namen und Kartenrücken – und darf nicht verändert werden. Damit fallen aufwändige Metaanalysen und Listenbau weg. Ebenfalls gibt es keine „toten“ Karten, die in keinem Deck gespielt werden. Man muss damit auskommen, was man kriegt – oder kauft sich ein neues Deck und hofft auf bessere Karten.

Ersteindruck:
Ich muss sagen, das Spiel gefällt! Klar die ersten Spiele sind ein bisschen träge, weil noch niemand so wirklich regelfest ist und man sich jede Karte genau durchlesen muss. Schon nach drei Spielen kennt man sein Deck schon viel besser, muss nicht mehr jedes keyword nachlesen, erkennt schon einige Kombinationen und kann die Dynamik des Spieles genießen – oder sich drüber ärgern, dass nach einem großartigen Zug der Gegner einen noch vernichtenderen Konter präsentiert.

Es wird sicherlich nicht mein Hauptspiel, aber es wird Star Wars Destiny (das in Wien komplett eingeschlafen ist) als kurzweiliges Gelegenheitsspiel ersetzen. Es ist kostengünstiger (1 Deck für unter 10€, bzw. max. 3 Decks bei komplexeren Turniermodi reichen vollkommen aus) und wesentlich leichter zugänglich: Ich habe 2-3 Wellen versäumt? So what, ich kauf mir ein Deck der aktuellen Veröffentlichung und bin kartentechnisch AM SELBEN LEVEL wie alle anderen. Das ist absolut großartig!