3 Wochen in Vietnam

Nach altbekanntem Rezept planten Sylvia und ich unseren diesjährigen Urlaub: Reiseziel auswählen, Hin- und Rückfahrt sowie die ersten paar Tage Unterkunft buchen und dann vor Ort entscheiden, wie es weiter geht. Der Unterschied diesmal: Es ging wesentlich weiter weg und die Reise dauerte länger als üblich, nämlich drei Wochen in Vietnam. Zusatzaufgabe: Der Urlaub startete im Norden (Hanoi) und endete im Süden (Ho Chi Minh City).

Da wir außerhalb der EU reisten, mussten natürlich auch weitere organisatorische Maßnahmen getroffen werden: Visa, Impfungen, Geldbehebung im Ausland sicherstellen, ordentliche Reiserucksäcke inklusive Reiseapotheke und Insektenschutz. Und so ging es dann am Nachmittag des 23. Juli los.

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Station 1: Hanoi

Nach ~18 Stunden Reisezeit (5.5h Wien – Dubai, 6h Wartezeit, 6.5h Dubai – Hanoi) trafen wir am Frühen Nachmittag (5 Stunden Zeitverschiebung) in Hanoi ein. Das Taxi wartete schon und brachte uns in unser Hotel. Wir schafften es noch, uns kurz umzusehen und essen zu gehen, ehe wir erschöpft ins Bett fielen (und zu komischen Zeiten wieder wach waren).

Den zweiten Tag verbrachten wir in Hanoi selbst. Die Stadt hat seinen Charme. Die Gassen und Straßen sind relativ schmal, sodass sich zwischen die Mengen an Mopeds nur wenige Autos zwängten. Generell ist der Verkehr sehr gewöhnungsbedürftig. Es scheint keine strengen Verkehrsregeln zu geben, wodurch der Verkehr dynamisch fließt und man eher zur Hupe als zur Bremse greift. Es bedarf gewissen Mut, sich zum ersten Mal über die Straße zu trauen, sofern man sich aber nicht beirren lässt, seinen Weg geht und keine unberechenbaren Schritte setzt, funktioniert es ganz gut.

Trotz hohem Lärmpegel spielt sich der Großteil des Lebens auf der Straße ab. Überall sind Geschäfte, Handwerker und Street-Foot Stände. Üblicherweise sitzt man auf sehr kleinen Stühlen in Richtung Straße, alles ist eng und überall sind Mopeds (befahren wie auch abgestellt).

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Bewegen man sich etwas außerhalb des geschäftigen Kerns, werden die Straßen und Gehsteige breiter. Der Platz wird für Statuen als auch sehr häufig für Federball-Felder (Netz zum selbst mitbringen) genutzt.

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Eine der Attraktionen ist der Hoan Kiem Lake. Rundherum befinden sich Parks, darin eine Brücke zu einer Waterpuppet-Show (die wie ausließen) sowie eine Ruine.

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Besonders angenehm an Hanoi ist, dass es noch nicht komplett von TouristInnen überlaufen ist und man nicht ständig angesprochen wird, weil jemand Ramsch (oder Transport) feilbieten will.

Abschließendes Highlight in Hanoi war die Streetfood Tour. Hier wurden wir 3 Stunden durch die Innenstadt geführt und hielten bei zahlreichen Streetfood Läden an, um verschiedene einheimische Spezialitäten zu kosten, eine besser wie die andere. Danach waren wir uns noch mehr bewusst, dass man hier wirklich einfach in die kleinen Lokale gehen kann und sich von den „anderen“ hygienischen Standards nicht abschrecken lassen darf.

Station 2: Bai Tu Long Bay

Wir befolgten den Tipp, anstatt der berühmten Halong Bay die gleich daneben liegende Bai Tu Long Bay zu besuchen. Diese ist ähnlich schön aber günstiger (nicht  zu verwechseln mit billig …) und weniger überlaufen. Unsere Entscheidung fiel auf eine dreitägige Schiffstour.

Wir wurden von einem Luxusvan vor dem Hotel abgeholt und kamen nach über 4 Stunden (inkl. Umweg wegen Stau und Zwischenstops) am Hafen an. Nach etwas Wartezeit wurden wir zur Yacht transportiert. Nettes Boot mit toller Aussicht aus dem Bad, fragwürdiger Deko und Sonnendeck.

Beim Essen an Deck bekamen wir bereits erste Eindrücke der wunderschönen Bucht mit ihren einzigartigen Felsformationen. Einen guten Teil der Reise verbrachten wir auf dem Boot und konnten die Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten bestaunen.

Zahlreiche Aktivitäten ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Wir konnten mit Kanus die Gegend erkunden, besuchten ein Fischerdorf, sahen Tellergroße Austern, erfuhren wie man Perlen züchtet und durften im Meer schwimmen. Wobei bei letzterem aufgrund der hohen Anzahl an Quallen besondere Vorsicht geboten war.

Kulinarische Versorgung kam auch nicht zu kurz. Einmal auf einer kleinen Insel mit Strand und Tropfsteinhöhle. Am letzen Abend beschenkte uns der Koch noch mit aus Essen geschnitzten Kunstwerken, ehe es am dritten Tag wieder Richtung Hanoi ging – mit Zwischenstopp bei einer Water-Puppet Show.

Station 3: Sapa

Nach einer weiteren Nacht in Hanoi ging es am nächsten Morgen gleich Richtung Sapa. Die 6-Stündige Anfahrt offenbarte ein uns unbekanntes in Vietnam sehr beliebtes Fahrzeug: Den Schlafbus.

Dort angekommen (und nach etwas Suche) fanden wir unsere Tourguide, die uns den vierstündigen Aufmarsch weisen würde. Nach kurzem Weg durch die Stadt ging es rasch in die atemberaubende Landschaft aus Wildnis und Reisfeldern. Als Österreicher, der in den Bergen aufgewachsen ist, fühlt man sich hier rasch wohl!

Begleitet wurden wir von zwei NeuseeländerInnen und je näher wir dem Ziel waren immer mehr lokalen Frauen, denen wir oben angekommen etwas Handwerk abkauften (und zum ersten Mal etwas feilschen mussten), wobei sich herausstellte, dass das frisch mit Indigo gefärbte Material noch gut abfärbt.

Unterwegs sahen wir zahlreiche freie, tote und domestizierte Tiere.

Oben angekommen verbrachten wir den Abend und die Nacht bei einer lokalen Familie. Das Haus war sehr einfach und rundherum auf Selbsterhalt (Tiere, Bambus, Reis) ausgelegt. Das modernste daran war das Klo, das es wohl nur für uns TouristInnen gibt. Dank Leuten wie uns kann sich die Familie dann kleinere Luxusgüter wie Gasherd, Moped und Handy (Lieblingsbeschäftigung der Kinder) leisten.

Die Leute waren sehr lieb und tischten uns ein ordentliches auf. Beim Zusammensitzen am offenen Feuer (mitten im Raum) ließen wir den Abend ausklingen, ehe wir uns in unser Moskitonetz bedecktes Bett zurückzogen.

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Der Abmarsch am nächsten Tag dauerte sieben Stunden. Diesmal waren es nur Sylvia, ich und unsere neue Guide (abgesehen von der Gruppe junger Frauen plus Guide, deren Weg wir regelmäßig kreuzten).

Der Marsch war noch schöner (wenn auch reichlich heiß und unter Verlust Sylvias Sandalen). Wir aßen frisch gepflückte Gurken, planschten im Bach und wanderten direkt durch Reisfelder.

Erschöft aber glücklich bestiegen wir wieder den Schlafbus, um unsere letzte Nacht in Hanoi zu verbringen, ehe wir das Flugzeug Richtung Hue bestiegen.

Station 4: Hue

Frisch in Hue angekommen bemerkte ich, dass eine interessante Einrichtung, die ich bereits in Sapa gehesen hatte, die scheinbar in Vietnam üblich ist (wie später auch weitere Male bestätigt wurde): Das Duschklo. Bei näherer Betrachtung sah ich auch unsere Zimmergenossin, wir nannten sie liebevoll Kaka „Kacki“ Lake. Sie blieb uns drei Tage treu und bewegte sich in der Zeit kaum.

Der Spaziergang am ersten Abend zeigte uns die Parkanlagen rund um den zentralen Fluss sowie unser Stammlokal, wo wir drei Abende hervorragend aßen und Cocktails tranken.

Tag 2 in Hue verbrachten wir mit einer Tour, die uns einige der umliegenden Sehenswürdigkeiten in einem engen Zeitplan näherbrachte.

Erster Ort:  Imperial City / Forbidden City. Der Regentensitz der Nguyen Dynastie, die zwischen 1802 und 1945 über Vietnam „regierten“, zu einem guten Teil unter Französischer Kolonialherrschaft.

Nach einem kurzen Aufenthalt in einem alten Tee / Zeremonienhaus schauten wir uns die Pagoda of the Celestial Lady an.

Jede Dynastie, die was auf sich hält (selbst wenn sie gerade mal 150 Jahre dauert), braucht natürlich auch Grabstätten für das Nachleben. Der zweite Nguyen setzte hier auf einen ruhigen Ort zur ewigen Entspannung.

Der vorletzte Nguyen war derart von seiner faktischen Ohnmacht gekränkt, dass er sich für die Nachwelt eine protzige Festing installierte. Die Grabstätte hat mehr Zeit zu bauen gebraucht, als der Insasse regierte.

Ein weiterer Nguyen richtete besonderes Augenmerk auf seine Familie, sodass diese in der Nachwelt auch genug Platz haben. Die Familie durfte sogar selber ableben und wurde nicht mit Tod des Regenten zwangsverpflichtet.

Am nächsten Tag wollten wir eine ähnliche Tour in die Demilitarisierte Zone (in der entgegen des Namens besonders viel gekämpft wurde) absolvieren. Da wir zu spät dran waren und die Tour ausgebucht war, organisierten wir uns ein Private Car (faktisch ein Taxi mit Flatrate) und ließen uns den weiten Weg kutschieren.

Erster Stopp war die Dak Rong Bridge, welche ein wichtiger Eckpunkt des Ho Chi Minh Trails (Versorgungsroute aus Nordvietnam an die südvietnamesischen Viet Cong während des „Amerikanischen Krieges“) und dementsprechend auch mehrfach zerstört wurde.

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In Khe Sanh war ein amerikanischer Militärposten, der in einem Kraftakt von Nordvietnamsichen Kämpfern eingenommen wurde. Heute ist dort ein kleines Museum, Kriegsschrott und teilweise erhaltene Schützengräben.

Die Vinh Moc Tunnels auf der anderen seite der DMZ zeigen, wie sich die Bevölkerung vor den Bombenteppichen der Amerikaner geschützt hat, indem sie kilometerlange unterirdiesche Tunnelsysteme baute. In diesen wurde gewohnt, gekocht, gelebt und sogar Kinder gekriegt.

„Station 5“: Easy Rider Richtung Hoi An

Für unsere Reise in das nicht allzuweit entfernte Hoi An entschieden wir uns für eine Easy Rider Tour. Diese bestand aus zwei Motorrädern, zwei Fahrern und wir sowie unser Gepäck hinten draufgeschnallt. Es brauchte durchaus eine gewisse Überwindung, sich dazu zu trauen (Vietnam hat eine der verheerendstenden Verkehrsunfallstatistiken der Welt), aber es hat sich voll ausgezahlt.

Wir sahen Reisfelder, Fischdörfer, Strände, Hügel und Ruinen.

Unterwegs besuchten wir den Elephant Spring und enspannten uns für eine Stunde im kühlen Nass.

Letztes Highligt der Tour: Die Marble Mountains. Eine riesige Höhle mit zahlreichen Figuren und Fabel-Bildnissen.

Station 6: Hoi An

Wir strandeten hier relativ unvorbereitet und wussten erst nicht so recht, was genau wir hier machen sollten. Also spazierten wir erst mal durch das kleine Städtchen (und tappten für das Essen zum ersten Mal in eine Touristenfalle). Erster Eindruck war sehr nett.

Das Herzstück – die UNESCO zertifizierte Altstadt – durchforsteten wir aber erst am zweiten Tag. Diese hat definitiv einen großen Charme. Es ist wie schon seit je her eine Handelsstadt, wo überall etwas feilgeboten wird, besonders Kleidung. Sylvia und ich sind eigentlich nicht so die passionierten ShopperInnen, konnten aber doch nicht widerstehen und schlugen mehrfach zu (und lernten, dass wir ganz schlechte PreisverhandlerInnen sind). Ebenfalls zu sehen, viele kleine Museen.

Wir hatten sogar das Glück, genau zu Vollmond hier zu sein, wo traditionellerweise tausende Lampions aufgehängt sind (was leider auf unseren Fotos nicht so gu trüberkommt).

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Ein Highlight des ganzen Urlaubes war der hier absolvierte Kochkurs. Wir starteten mit Einkaufen am Markt, fuhren zu einer kleinen Insel (Krebsfischen – ohne Ausbeute – unterwegs) und lernten anschließend, wie aus Reiskörnern Reisnudeln entstehen. Bei ständigem Nachschub an Passionsfrucht-Saft kochten wir vier traditionelle Gerichte.

Ein Ausflug zu den Ruinen von My Son darf hier natürlich auch nicht fehlen. Hier lebte einst ein Hindu-Volk, das aber mittlerweile über Südostasien verstreut und zu einem Großteil zum Islam übergetreten ist.

In der wenigen unverplante Zeit die wir hatten schnappten wir uns ein Fahrrad und namen das Abenteuer (bei dem Verkehr ist das wörtlich zu nehmen!) auf, zum Strand zu fahren.

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Station 7: Ho Chi Minh City (Saigon)

Wieder per Inland-Flug ging es zu unserer letzten Station: Ho Chi Minh City. Es fiel uns bereits auf, dass je weiter Richtung Süden wir uns bewegen, desto touristischer sich alles darstellt. Der Höhepunkt hierbei ist die Hauptstadt. Es gibt touristische Party-Straßen und an jedem Eck wird man angesprochen, ob man nicht Sonnenbrillen/Fecher/Transportservices kaufen möchte.

Auch der Verkehr verdichtete sich hier noch mehr, die Straßen sind breiter, verhältnismäßig mehr Autos sind unterwegs und es ist noch schwieriger, über die Straße zu kommen (immerhin werden hier die Ampeln nicht komplett ignoriert).

Vom Aussichtsturm aus sieht man die Ausmaße dieser Metropole.

Die Wirklich sehenswürdigen Sehenswürdigkeiten in der Stadt halten sich in Grenzen. Wir besuchten das War Museum, Notre Dame (wobei es leider bei uns abgesperrt war) und das Rathaus.

Ein Ausflug in das Mekong Delta muss natürlich sein. Wir entschieden uns für einen zweitägigen Trip. Am ersten Tag wurden wir per Bus in das Gebiet gebracht und per Boot an mehrere Stationen gebracht: Eine Kanu-Fahrt, eine Kokos-Süßigkeiten „Fabrik“ und Essen mit ausgefallenen Speisen.

Tag zwei war aufgrund des langen Rückwegs eher kurz, aber nicht weniger interessant. Eindrucksvoll war der Water Market, wo die Einheimischen ihre Großmengen an Nahrung einkaufen. Für uns gab es eine mobile Bar mit Kokosnüssen.

Wir erfuhren ein weiteres Mal, wie Reisnudeln hergestellt werden (diemal in größeren Mengen) und hatten die Möglichkeit, etwas durch die Gegend zu radeln (wenn auch auf der Felge aus Mangel an Luft im Reifen).

Durch unsere kurzfristige Planung hatten wir noch zwei Tage über, die wir nicht einfach so in Saigon verbringen wollten. Auf der Suche nach interessanten Auflügen stießen wir auf Mui Ne.

Ein letztes Mal stiegen wir in den Schlafbus, um die 5 Stunden Reise anzutreten. Den Abend verbrachten wir im (etwas heruntergekommenen) Hotel mit Swimmingpool und Meerblick.

Um 4:30 ging es dann los. Wir wurden per Jeep abgeholt und an die verschiedenen Sanddünen gebracht. Müde aber glücklich beobachteten wir (gemeinsam mit zahlreichen anderen TouristInnen) den Sonnenaufgang.

Nach einem kurzen Besuch an einem Fischerstrand spazierten wir barfuß den Fairy Stream entlang, ein seichter Bach, der sich langsam durch den Sand frisst.

Zum Frühstück waren wir dann wieder im Hotel, verbrachten den restlichen Vormittag beim Pool und fuhren am Nachmittag retour nach Ho Chi Minh City.

Als allerletzten Ausflug unternahmen wir eine Halbtages-Tour zu den Cu Chi Tunnels. Ähnlich wie in den Vinh Moc Tunnels lebten die Menschen hier zu Kriegszeiten unter der Erde. Der Fokus war aber ein anderer, denn hier war hart umkämpfte Kriegszone und die Tunnel waren stark militärisch ausgerichtet und rundherum viele Fallen implementiert.

Nach Rückkehr war gerade noch genug Zeit, Essen zu gehen (ich entschied mich für gegrillten Frosch), ehe wir den 18 Stündigen Rückweg antraten. Müde aber glücklich und mit einiges an Loot ausgestattet kamen wir daheim an.

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Fazit: Großartige Reise, kann ich wirklich wärmstens empfehlen! Wer Vietnam noch halbwegs autentisch erleben will, sollte sich aber beeilen, das Land verändert sich gerade sehr stark aufgrund des Anstiegs an Tourismus.

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SM-Comic #102: Devilopment

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Armada Storechampionship SirenGames 2017

Gestern fand das Storechampionship in Star Wars Armada im SirenGames statt. Mit 12 Teilnehmern eine sehr solide Basis. Ich entschuldige mich gleich vorweg für die schlechten Bilder, ich hatte nicht bemerkt, dass mein Blitz deaktiviert war.

Meine Liste:

Rebel Alliance, Points: 399/400
Commander: General Dodonna
Objectives: Precision Strike, Fighter Ambush, Superior Positions

– GR-75 Medium Transports
– GR-75 Medium Transports, Adar Tallon
– GR-75 Medium Transports, Bright Hope, Boosted Comms, Bomber Command Center
– CR90 Corvette A, Turbolaser Reroute Circuits
– CR90 Corvette A, General Dodonna, Reinforced Blast Doors, Turbolaser Reroute Circuits
– Nebulon-B Escort Frigate, Yavaris
1 Jan Ors
1 Luke Skywalker
1 Wedge Antilles
2 Scurrg H-6 Bombers
1 Gold Squadron
2 VCX-100 Freighters

Runde 1: Rebellion
Mein Gegner spielt eine MC80, eine Pelta, Nebulon-B und zwei GR-75, angeführt von Madine. Staffelunterstützung ist mit 4 Z-95 eher bescheiden. Er wählt den ersten Spieler und entscheidet sich für Precision Strike. Mein Gegner stellt sich zentral auf, ich spiele über die Flanken.

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Die MC80 jagt meine rechte Korvette (nicht-Flaggschiff) während die restliche Gegnerische Flotte zentral bleibt und versucht zu überleben. Die Z-75 sind bei weitem nicht ausreichend, um meine Staffeln aufzuhalten. So schafft es Luke im Alleingang in Runde 3 die Pelte zu erschießen: 3 Schuss, 3x Hit+Crit.

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Die beiden Nebulons spielen ein bischen Schisshase, wobei sich meine dank Figher-Unterstützung deutlich durchsetzt und dank Szenariopunkten noch extre Vorsprung rausholte. Ich kann noch eine GR-75 abschießen, verliere aber selbst auch eine.

Luke versuch in der letzten Runde noch einen Schuss abzugeben, ist aber knapp außer Reichweite. So gewinne ich mit 9:2.

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Runde 2: Rebellion
In Runde 2 durfte ich gegen den extra angereisten Italiener ran. Er hat ein ähnliches Konzept wie ich, wobei er mit einer MC80 ein stabileres Flagschiff hatte, dafür aber auf viele Spielereien verzichtete und gleich 5 GR-75 einpackte. Auch waren seine Staffeln besser auf Anti-Staffel-Kampf vorbereeitet.

Mein Gegner zeigte mir sogleich den großen Schwachpunkt in meiner Liste auf: Figher Ambush. Die Mission ist gut gegen Fighter-arme Listen, aber schlecht, wenn der Gegner selber gute Fighter hat. Weiters war die Verlockung so groß, meine Staffeln bereits nahe am Gegner zu positionieren, dass ich mich fahrlässig aufstellte und mir nicht genau ansah, wie weit die gegnerischen Schiffe/Staffeln weg waren und was diese denn so konnten.

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Das Staffelspiel verlor ich haushoch. Ich riss ein bischen was mit in den Tod, aber ehe ich mich versah, waren meine Relays weg und so konnten die wenigen übrig gebliebenen Staffeln auch nur noch bedingt agieren.

Ich fand nicht richtig ins Spiel und auf die gravierenden Anfangsfehler folgten viele weitere: Blast-Doors / Bright-Hope vergessen, Staffeln außer Befehlsreichweite platziert etc. Die gegnerischen Staffeln konnten mich also geziehlt zerlegen und nebenbei auch noch Punkte meines Szenarios holen.

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Abgesehen von meinen Staffeln hielten sich meine Verluste im Endeffekt in Grenzen und ein bischen was konnte ich auch noch abschießen, sodass es zumindest noch ein 3:8 wurde. Anfangs hatte ich noch schlimmeres befürchtet.

Runde 3: Rebellion
Wieder eine staffellastige Liste. Diesmal mit Gallant Haben (mit 3 B-Wings im Gepäck), auch einer Yavaris und einigen X-Wings. Wieder wählt wird mein Fighter Ambush gespielt. Man könnte meinen, ich hätte aus meinem ersten Spiel gelernt, aber der Drang, doch noch ein paar Plätze aufzuholen verführte mich: Meine Fighet waren wieder viel zu nahe dran.

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Die Freude war groß, als ich bereits in Runde 1 meinen Luke so positionieren konnte, dass er einen Schuss auf die Gallant Haven abfeuern konnte. Die Freude legte sich, als er einen Blank hinlegte. Das Gesicht schlief mir dann endgültig ein, als mehrere X-Wings sich in der Staffelphase neben Luke positionierten und als erstes nächste Runde mittels Yavaris doppelt aktivierten und mir Luke einfach wegballerten. Wie konnte ich das übersehen? Genau darauf basiert meine Liste …

Mutig stellte sich Wedge neben die X-Wings und hoffte auf drei mal 6 Würfel auf feindliche Staffeln. Da sollte trotz Gallant Haven einiges durchgehen. Diese wiederum setzte mir einfach 3 B-Wings vor die Nase, die mir Wedge gekonnt wegknallten. Auch das hätte ich eigentlich sehen können …

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Nach dem frühen Verlust meine wichtigsten Staffeln hieß es wieder: Retten was zu retten ist. Ich schaffte es dank Jan Ors zumindest ein paar Schüsse in den Rücken der Gallant Haven anzubringen, sie anzukratzen und Tokens zu sammeln. Das erkannte mein Gegner natürlich und erledigte Jan Ors.

Selbst mein Flaggschiff wollte mitmischen und platzierte sich für eine Salve und eventuelle Rammmanöver in den Rücken. Sie hielt aber dem Staffelbeschuss nicht stand und wird instantan zerlegt.

Links sah es nicht viel besser aus. Ich schaffte es mit Müh und Not, die gegnerische Yavaris zu zerlegen, verlor dabei aber auch meine zweite Korvette. Immerhin überlebte meine Yavaris haarscharf. Es wird wieder ein 3:8.

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Fazit: Es war ein tolles Turnier. Ich hab zum ersten Mal so richtig auf die Schnauze bekommen und das leider mehr als verdient. Fighter Ambush darf einfach nicht in den Missionspool. Ansonsten bin ich mit der Liste ganz zufrieden. Mir fehlt schlichtweg die Erfahrung im Staffelkampf und die Routine, um auch wirklich alle Sonderregeln vollständig auszunutzen.

Besondere Freude habe ich an den Preisen und am Mitbringsel des italienischen Kollegen!

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SM-Comic #101: AtariHanzo

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„Warum Brüssel? Des is doch schiach?“

Es ist mittlerweile zwei Wochen her, als wir das verlängerte Wochenende in Brüssel verbrachten. „Aber warum Brüssel? Des is doch schiach“ warnte uns ein nicht näher definierter Freund. Zugegeben, die Idee kam nicht, weil wir uns dachten, dort ist es so schön, da müssen wir unbedingt einmal hin. Aber eine Freundin besuchen ist immer eine gute Ausrede für eine Reise.

Etwa zu Mittag angekommen, gingen wir erst mal essen. Es gibt zu jedem Mahl grunsätzlich Pommes Frites und die sind in Brüssel tatsächlich ausgezeichnet! Danach spazierten wir durch die Stadt. Es gibt jetzt keine großartigen Sehenswürdigkeiten. Wir finden einen angeberischer Hauptplatz und ein Faible für pinkelnde Statuen.

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In die spärlich verstreuten Parks konnten wir leider erst am zweiten Tag rein, da ganz Brüssel in Ausnahmezustand wegen des Besuchs eines bekannten amerikanischen Politikers war …

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Tag 2 beinhaltete weiters einen Ausflug zum Atomium. Abgesehen davon, dass es das Atomium gibt, wussten wir darüber im Vorfeld nichts. Stellt sich heraus, dass diese Sehenswürdigkeit ein Monument aus dem Höhepunkt des Atomenergie-Hypes ist, man sich 45 Minuten anstellt, um mit dem Lift nach ganz oben zu fahren und ohne Reservierung im dort befindlichen Restaurant wohl nach maximal 5 Minuten gelangweilt wieder nach unten fährt.

Man kann dann noch ein bisschen in den Kugeln herumgehen. Wer hier eine informative Ausstellung über Atomkraft, die Physik dahinter, Geschichte und Kritik zu dem Thema vermutet, wird enttäuscht und mit der Baugeschichte des Konstrukts sowie einer (temporären) Ausstellung über eine lokale Fluggesellschaft abgespeist.

Alles in allem ein eher enttäuschender Ausflug. Immerhin war der Ausblick von unten und von oben ganz ok.

Die nächste Sehenswürdigkeit war dann viel spannender: Das Comic-Museum. Man wird schon beim Eingang von „lebensgroßen“ Belgischen Comic-Iconen (Lucky Luke, Tim und Struppi, …) empfangen. Der erste Teil der Ausstellung zeigt die Geschichte von Comics, die Schritte bei der Erschaffung eines Comics, verschiedene Techniken und Genres, gefolgt von einer Sonderausstellung über einen speziellen Comic (l’étranger).

Abschließend gibt es noch ein Stockwerk „für die Kinder“ mit viel Schlümpfen sowie Asterix und Obelix. Nach über 2 Stunden verließen wir erschöpft aber zufrieden die Ausstellung.

Neben dem Pech der „Trump’schen Aura“ über der Stadt hatten wir gleichzeigt das Glück, dass gerade ein Jazz-Festival in der ganzen Stadt mit mehreren Schauplätzen veranstaltet wurde. So konnten wir Abends neben dem berühmten belgischen Bier auch tolle Musik genießen.

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Den letzten Tag widmeten wir einem Ausflug zum Strand. Stellt sich heraus, dass etwa zwei Stunden Zugfahrt entfernt ein toller Strand ist. Wenn man den kurzen Regenschauer abwartet, kann man sogar ins halbwegs gut temperierte Wasser gehen.

Fazit: Brüssel mag nicht der spannendste Ort der Welt sein, als „schiach“ würd ich es aber definitiv auch nicht bezeichnen!

Die etwas andere Imperial Assault Kampagne #5 – Finale

Achtung: Der Beitrag kann Spoiler der Jabba’s Realm Kampagne sowie Sidequests aus Imperial Assault enthalten!

Runde 9: The Anchorhead Affair
Nach dem Zwischenfall mit dem Segelschiff hat Jabba besonderes Interesse an der sexy Echse entwickelt, auf der Captain Terro ritt. Die trifft genau die Vorlieben des Gangsterbosses. Also schickt er die Strippertruppe rund um Murne Rin los, ihm das Prachtexemplar zu besorgen.

Bei der Ankunft in Anchorhead erblicken Lokus Glubschaugen sofort eine Echse mit einem Imperialen drauf. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich hier nicht um Captain Terro und seine Echse handelt. Aber dieser konnte zumindest nicht weit sein. Also heißt es, vorbei an der Imperialen Patrouille, sowie an Bossk und Blaise, die sich wieder einmal eingefunden haben, und ran an die Echse!

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Schwer angeschlagen aktiviert Jyn das Terminal und sogleich öffnen sich die Türen. Dahinter befindet sich – wie erwartet – Captain Terro mit sexy Echsy, sowie 2 Stormtrooper Trupps. Man müsste nur an den Imperialen und an dem Jawa vorbeikommen, dann …

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… könnte man sich wieder einmal geschlagen geben und mit leeren Händen zu Jabba zurückkehren …

Runde 10: Execute The Plan
Jabba gibt der Strippertruppe noch eine allerletzte Chance: Sie sollen Captain Terros Haus auffinden, es in die Luft sprengen und ihn so dazu bringen, seine Echse aufzugeben und Jabba zu überlassen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, steht den StripperInnen ein Trupp Elite Gonorrhoe-Guards bei.

Eilig stürmt die Stripptertruppe das Gelände und eleminiert die spärlich verteilten Wachen. Plötzlich tauchen Bossk und Blaise wieder auf. Sie schaffen es, Jyn zu verwunden, werden aber nur Momente später selbst zum Rückzug gezwungen.

IaAlternativ_13IaAlternativ_14Das vertraute Surren und Ächzen Imperialer Kriegsmachinerie ist laut über das Feld zu hören, als ein AT-ST aus dem Wald erscheint. Dieser versucht das letzte Terminal, das den Schließmechanismus Terros Hauses behinhaltet, zu verteidigen.

Jedoch vergebens, Jyn legt mit Sprengmunition auf den Koloss an und vernichtet so das Terminal und öffnet den Weg ins Innere des Hauses. Kurz später fällt auch der AT-ST in einer ohrenbetäubenden Explosion um.

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Murne, Loku und Jyn geben Feuerschutz, während Onar ins Hausinnere stürmt, die Sprengladung anbringt und zündet. Das Gebäude bricht in sich zusammen und Onar will sich den Weg nach draußen bahnen, als im plötzlich die eben noch loyalen Gonorrhoeianer den Weg versperren. „Auf Jabbas Befehl werden wir euch jetzt exekutieren!“. Gleichzeitig erscheint Captain Terro aus dem Norden, um der Strippertruppe den Fluchtweg zu versperren.

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Doch so schnell kan dieser gar nicht schauen, als ihm Laserblitze um die Ohren sausen und er sich geschlagen geben muss. Auch die Gonorrhoe-Guards stellen keine ernsthafte Bedrohung für die in Rage geratene Strippertruppe dar.

Nach der erfolgreichen Mission, werden sie wohl ein ernstes Wörtchen mit ihrem Arbeitgeber reden müssen!

Finale: Storming the Palace
Murne Rin ist stinksauer, dass Jabba ihrer Truppe derart in den Rücken gefallen ist. Das schreit nach Vergeltung! Jyn, Onar und Loku müssen nicht lange überzeugt werden. Der Plan ist einfach: Jabbas Palast stürmen, ihn zur Rede stellen und sein Imperium übernehmen. Ob der Gangsterboss diese Konfrontation überlebt ist nebensächlich.

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Doch es scheint, als hätte Jabba mit derartigen Aktionen gerechnet. Er hat es irgendwie geschafft, selbst namhafte Imperiale dazu zu geweinnen, die Tore seines Palastes zu beschützen. So versperren Bossk, Agent Blaise, Captain Terro, ein weiterer Echsenreiter und sogar der Inquisitor den Weg.

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Der Kampf ist äußerst zäh, doch die Strippertruppe gibt nicht auf. Sie sind es mittlerweile gewohnt, gewaltig einstecken zu müssen und richtig gut darin, auszuteilen. Der Inquisitor fällt als erstes, kurz danach folgt Bossk. Dann Captain Terro und letzlich Blaise.

Murne öffnet die Tür und erblickt dahinter das schleimige Gesicht von Jabba the Hutt. Wenn sie nicht so sauer wäre, könnte sie direckt schwach werden, so sehr trifft der Gängsterboss den Geschmack der Lustschnecke …

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Loku fackelt nicht lange, legt auf Jabba an und lähmt ihn. Jyn stürmt vor und will den Gangsterboss endgültig zur Strecke bringen. Doch ehe sie abdrücken kann, öffnet sich der Boden unter ihr, sie rollt einen engen Schacht nach unten und findet sich dem bereits bekannten Lack und Leder Rancor gegenüber.

Ohne lange nachzudenken stürmt der Rest der Strippertruppe zu Hilfe. Jabba nützt das Chaos der Situation und verschanzt sich im Hinterzimmer.

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Der Rancor langt ein paar Mal zu, erliegt aber schnell dem geballten Angriff der Stripptertruppe. Allerdings hilft ihnen das auch nicht weiter. Jabba hat sich in Sicherheit gebracht und so endet der vielversprechende Werdegang von Murne, Onar, Jyn und Loku in den stinkenden überreste eines Rancors in einer Grube in Jabbas Palast …

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SM-Comic #100: kaFee

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