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Spiel 2018

Nun zum dritten Mal war ich vergangenes Wochenende bei der Spielemesse in Essen. Ich hab wieder viel Neues ausprobiert:

Architectura
Gemeinsam baut man eine Stadt auf. Reihum legt jeder ein Gebäude aus dem eigenen Stapel und führt dessen Sonderregel aus. Jedes Gebäude hat außerdem verschiedene Punktewerte je Kante aufgedruckt. Es geht darum, durch geschickte Kombinationen die eigenen Karten zu platzieren und auf punkteintensive Orientierung zu drehem, um am Schluss die meisten Punkte zu haben.

Fazit: Ganz nett und bei mehrfachem Spielen garantiert sehr gehirnlastig, wenn man die verschiedenen Gebäude und deren Combos gut kennt.

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Holding On
Wir sind Pflegepersonal in einem Krankenhaus. Es wurde ein Herzinfarktpatient eingeliefert, der langfristig keine Chance zu überleben hat. Unsere Aufgabe ist es nun, ihn durch eine Kombination aus medizinischer Behandlung und Sterbebegleitung am Leben zu erhalten und möglichst viel über seine spannende Vergangenheit herauszufinden. Das Spiel ist Kampagnenbasiert und funktioniert über ein Legacy-Deck, wodurch man mit jedem Spiel mehr herausfindet und sich die konkreten Spielziele jedes Mal ändern.

Fazit: Sehr gelungenes Design und mitreißendes Storytelling (obwohl es rein über zweizweilige Geschichtshäppchen und Bilder funktioniert). Wurde sofort gekauft und vom Designer signiert.

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Railroad Ink
Hier geht es darum, ein möglichst effizientes Straßen- und Schienennetz zu erschaffen. In jeder der 7 Runden werden 4 Würfel geworfen, die je ein Netz-Stück zeigen. Diese sind dann auf den Netzplan zu zeichnen, wobei man im Laufe des Spiels insgesamt drei Joker-Teile einsetzen darf. Es gibt zwei Versionen – rot und blau – welche kombiniert bis zu 12 Spieler gleichzeitig spielen lässt.

Fazit: Die Idee ist ganz gut, wobei es reines Multiplayer Solitaire ist und damit wenig kommunikativ. Leider ist die Fertigung auch nicht 100% optimal und das Malen mit dem zu dicken Stift nicht ganz einfach.

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Chocobo Party Up
Auf einem Halma ähnlichen Feld steuert jeder 2 farbige Chocobos. Zum Bestimmen der Bewegungsreichweite wirft man einen modifizierten W6 (max. Wert 4) und muss neutrale Chocobos einsammeln und ins eigene Nest bringen. Man darf dabei auch bei anderen stehlen.

Fazit: Recht unspektakuläres Würfelspiel.

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Qango
Hab ich bereits vor zwei Jahren gespielt. Im Endeffekt ein drei gewinnt um einen Freiheitsgrad (Farbe) erweitert.

Fazit: Nettes Strategiespiel für zwei. Die Frage ist, ob es nicht a) zu einfach für den ersten Spieler ist oder b) bei „perfektem“ Spiel immer unentschieden ausgeht.

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Machina Arcana
Da ging sich leider keine ganze Runde aus sondern nur ein 15 Minuten Schnelltutorial. Es ist ein komplett kooperativer Dungeon Crawler, wo jeder einen Helden spielt und das jeweililge Missionsziel erfüllt.

Fazit: Hat mich nicht vom Hocker gerissen. Würde definitiv davon profitieren, gäbe es statt der Pappfiguren echte Modelle.

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FFG Stand
Gegen Ende des ersten Tages machte ich den obligatorischen Besuch beim FFG Stand, um die kommenden Spiele/Erweiterungen zu begutachten. Der Super Star Destroyer ist schon sehr beeindruckend. Auch die Legion Neuheiten können sich sehen lassen.

Pirates
Das Spiel kombiniert Dominion-Style Deckbuilding mit einem Rennen durch eine Wasserlandschaft. Pro Runde spielt man drei Karten, die angeben, wie weit sich eines oder mehrere der drei Schiffe auf den Seerouten bewegen. Unterwegs kann man Leute (Karten) anheuern um die Manövrierfähigkeit zu verbessern und Waren ansammeln, welche man gegen Siegpunkte verkaufen kann. Nachdem das erste Schiff am Ende der Strecke angekommen ist, wird gewertet.

Fazit: Das Spiel war sehr unterhaltsam und eine gute Umsetzung der Deckbuilding Mechanik. Ich bin mir im Detail aber nicht sicher, wie vielfältig die Strategien sind. Gefühlt hat der frühe Wurm  den Vorteil und ich denke das Pushen eines Schiffes ist grundsätzlich besser wie das gleichmäßige Ziehen mit mehreren.

Pantone
Das Spielprinzig ist so einfach wie genial: Man muss Mithilfe einfärbiger Kärtchen Personen darstellen. Dafür zieht man drei Karten (und darf eine Abwerfen). Pro Runde werden die Regeln (verwendbare Farbkarten) verschärft. Wer errät/erraten wird kriegt Punkte.

Fazit: Sicher kein abendfüllendes Spiel, aber sehr unterhaltsam zum Drüberstreuen. Wer errät die hier abgebildete berühmte Person?

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Wildlands
Jeder hat eine Bande von 5 Figuren, die sich von allen anderen unterscheidet. Auf dem Feld werden pro Spieler 5 Kristalle verteilt. Ziel ist es nun, durch geschicktes Spielen des Kartendecks mittels Kombinationen aus gehen, Kristall aufheben, angreifen und verteidigen 5 Kristalle und/oder Kills zu erreichen. Besonders knifflig: die Figuren sind nicht von Anfang an am Feld sondern werden nach und nach auf zu Beginn geheim definierten Feldern platziert.

Fazit: Kurzweilige und schnelle Figuren-Prügelei. Schön auch umgesetzt die Asymmetrie, dass jeder ein unique Team mit einem unique Kartendeck hat.

Discover
Der neueste Sch*** von FFG: Uniqe games. Das heißt, jede Kopie von Discover unterscheidet sich von allen anderen durch Landschaften, spielbare Charaktere, auffindbare Items, Story Events, und was weiß ich was noch. Das allein hat schon mein Interesse geweckt. Inhaltlich wird man (im Fall meiner Kopie in Szenario 1) an einer Insel angespült und muss die Insel erkunden, um mehrere Mystische Orte zu finden. Erst nach und nach erfährt man, was man genau tun muss, um weiter zu kommen. Spannend ist auch, dass man gemeinsam spielt, aber im Endeffekt jeder für sich gewinnt. Wann kooperiert man und wann schaut man mehr aufs eigene Wohl?

Fazit: Leider spielten wir das Spiel spät nach einem 12h Spielemarathon und ich hatte die Regeln nicht komplett gelesen. Somit stockte das Spiel etwas. Es hat aber jedenfalls Interesse geweckt, die weiteren Szenarien zu spielen. Fraglich ist, wie hoch der Wiederspielwert ist, wenn man alle Szenarien gespielt hat und alle Karten kennt.

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Flying Machines
Wir sind Karikaturen alter berühmter Piloten. Das Ziel ist es, abzuheben, über mehrere nebeneinander gelegte Felder zu fliegen und dabei über Kunststücke sowie Pickup und Deliver Mechanismen Punkte zu sammeln. Über Erfolg und Miserfolg entscheiden Costum Würfel, die je nach Pilot, Flugzeug und Ort gewisse Grenzwerte erreichen müssen.

Fazit: Das Spiel hat Potential echt lustig zu sein. Allerdings war die Erklärung mangelhaft und wir rätselten direkt danach, ob es nicht Exploits gibt, die die Spielmechanik untermauern. Müsste man nochmal mit vollständig gelesenen Regeln spielen.

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The Great Fire of London 1666
Wir sind Immobilienbesitzer, die versuchen beim großen Feuer in London 1666 möglichst wenig Schaden zu nehmen. Dazu setzen wir Wind und Feuerwehrleute so ein, damit das Feuer möglichst unsere Häuser verschont (und bei den anderen größtmöglichen Schaden anrichtet). In der erweiterten Version ist es sogar so, dass die eigene Farbe vor den Mitspielern geheim gehalten wird, um gezieltes Zerstören zu verhindern.

Fazit: Die Mechanik ist simpel aber sehr gut. Man kann gezielt Feuerschneisen bauen, um Gebiete zu schützen, aber wenn das Feuer zu stark wird, hilft auch das alles nicht.

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Detective Club
Ein Dixit-Style Game. Einer sucht sich einen Begriff aus, den er mit alle bis auf einen geheim ausgewählten Mitspieler teilt. Nun legt reihum jeder eine Karte zu dem Begriff und danach eine zweite und es gilt herauszufinden, wer den Begriff kennt und gezielt Karten legt und wer nur blufft.

Fazit: Unterhaltsam für zwischendurch. Die Karten sind wie immer wunderschön.

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Ninja Squad
Wir müssen den Palast infiltrieren. Mittels Bewegnungskarten manövrieren wir durch die Gassen und versuchen Wachen und Lampen auszuweichen sowie nützliche Items einzusammeln.

Fazit: Nice and easy. Allerdings wenig strategisch und zumindest das von uns gespielte Szenario war extrem leicht.

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Pandemie Jubiläum
Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es eine wunderschöne Pandemie Edition. Ich hab sie nirgends zum Kauf gesehen. Wenn sie mir unterkommt, werd ich jedenfalls zuschlagen!

Spirits of the Forest
Ein einfaches Karten – Einsammel Spiel. Abwechselnd wählt man ein Plättchen vom Rand. Jedes Plättchen hat zwei Symbole, welche es zu sammeln gibt (wer am meisten je Symbol hat kriegt Punkte, wer gar keines hat verliert welche). Darüber hinaus gibt es auf manchen Karten verdeckte Plättchen (mit zufälligen Symbolen) sowie eine Reservier-Mechanik, um den anderen das nehmen gewisser Plättchen zu erschweren.

Fazit: Sehr schönes Artwork und ein nettes Spiel für Zwischendurch.

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Crime Hotel
Der Räuber ist in einem Fenster. Die restlichen Fensterkarten werden auf die Mitspieler verteilt, welche über den Verlauf des Spiels herausfinden müssen, wo sich der Räuber befindet. Dafür muss jeder jede Runde einer Karte legen und eine Aktion (Ort raten, Karten ansehen/tauschen) ausführen.

Fazit: Die Mechanik erlaubt leider nur bedingt strategisches Vorgehen und zielgerichtetes Herausfinden des Zielfensters. Muss ich nicht nochmal spielen.

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Steak und Bier
Perfektes Gamer Abendessen.

Quad Heroes
Ein Kickstarter in der Produktionsphase, den ich vor ca. 1,5 Jahren unterstützt und nun zum ersten Mal gespielt habe. Jeder steuert einen Würfel-Charakter. Immer wenn man dran ist, kippt man den Würfel auf eine Seite und führt die zu der nun oben liegenden Seite zugehörige Aktion (üblicherweise diverse Arten von Bewegung) aus. Mit dieser Mechanik gilt es nun, über das Feld zu manövrieren und das Ziel (in unserem Fall Schafe und Kristalle sammeln) zu erfüllen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass man auf unerwartete Teleporter tritt oder von Mitspielern in eine Grube geschoben wird, die den mühsam erarbeiteten Plan komplett über den Haufen wirft.

Fazit: Der anfängliche Gehirnknoten (wie muss ich mich drehen, dass nachher die richtige Seite oben ist und ich dann mit der richtigen Seite am richtigen Feld lande??) weicht schnell den chaotischen und superlustigen Ereignissen, die durch andere Spieler und Eventkarten getriggert werden. Gefällt mir sehr gut und ich freue mich schon, wenn es bei mir landet!

Brothers
Man legt sich zuerst die Spielfelder Teile abwechselnd zu einem großen Feld auf. Danach legt eine Seite dreifeldrige Linien bzw. L-Teile. Diese sind so zu platzieren, dass man selber möglichst viele unterbringt und der Gegner möglichst wenige. Was übrig bleibt gibt Minuspunkte. Dann wird getauscht und nochmal gespielt.

Fazit: Sehr nettes Puzzlespiel für zwischendurch.

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Cuzco
Wir arbeiten uns durch den Urwald, bauen Städte auf, in die wir immer größere Pyramiden bauen und feiern Feste. Wasser erschließen ist auch eine gute Idee. Abwechselnd bekommt man Aktionspunkte, die man in Ortsplättchen legen, Tempel bauen, Figuren bewegen und Karten ziehen investieren kann. Je größer die Stadt ist und je höher die Position der eigenen Leute darin, desto mehr Punkte kann man ergattern.

Fazit: Nettes klassisches Eurostyle game. Da man sich die Städte anderer krallen kann und mehr Punkte für größere Städte kriegt orte ich hier einen Vorteil, wenn man später in der Runde dran ist.

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Between Two Castles
Es geht darum, möglichst prunkvolle Burgen zu bauen. Dies macht man, indem man diese Zimmer für Zimmer erweitert, wobei jedes Zimmer gewisse Sonderregeln besitzt, wie es Punkte generiert. Bonusmöglichkeiten gibt es auch, wenn man mehrere gleichartige Zimmer besitzt. Die Besonderheit ist, dass nicht jeder für sich baut, sondern man jeweils mit linken und rechten Nachbarn eine Burg baut. Gewonnen hat, wer die wertvollste Burg hat und da diese Burg ja gemeinsam gebaut wurde, wessen zweite Burg wertvoller ist.

Fazit: Sehr guter und erfrischender Mechanismus. Da man nur mit links und rechts interagiert (wie bei 7 Wonders) skaliert das Spiel sehr gut mit erhöhter Spieleranzahl.

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Orbit Battle
Ein 1:1 Strategiespiel. Es geht darum mit seinen Schiffen die Planeten in der Mitte einzunehmen und den Gegner von ebendiesem Ziel (zB. mittels Verteidigungsringen) abzuhalten. Man kann gegnerische Schiffe zerstören oder gar kapern.

Fazit: Ganz ok. Da der Standbetreuer nach dem anstregenden Tag im Schlafmodus spielte, war es ein Leichtes, ihn zu besiegen.

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Solomon Kane
Wir spielen die Tugenden (Mut, Gerechtigkeit, …) von Solomon Kane und helfen ihm dabei, in einer Bar (so der Start des Spiels) die dortigen NPCs zu befragen und bösen Geistern auszuweichen. Nach jedem Zug (~ 20s: 3 Würfel werfen, eine Aktion ausführen) gibt es ein Story-Event. Zusätzlich zu etwaigen Trigger-Events.

Fazit: Die Figuren sind wirklich schön, leider war das Gameplay – so wie es uns präsentiert wurde – sehr langweilig. Wenig Handlungsspielraum, viel Story-Events (= Karten vorlesen). Möglicherweise macht es mehr Spaß, wenn man Solomon Kane kennt und mag, so lass ich aber definitiv die Finger von dem Spiel.

Nine Worlds
Wir sind in der Nordischen Mythologie und wollen die Vorherrschaft auf den neun Welten. Über Aktionspunkte rekrutieren wir Truppen und verteilen diese auf die Welten. Wo mehr als 5 Truppen stehen wird über einen Algorythmus gekämpft bis nur mehr 5 Truppen leben (Tote des Gewinners gehen punkteliefernd nach Valhalla). Wer Welten kontrolliert kriegt für die nächste Runde Sonderregeln.

Fazit: Bloodrage light. Gefällt mir ganz gut und ist sicher flott zu spielen, wenn man die Regeln mal eingeprägt hat.

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Roll to the Top
Jeder bekommt einen Zettel auf dem Gebäude mit freien Feldern drauf sind. Diese gilt es zu füllen, wobei man unten anfängt und jede darüber eingetragene Zahl gleich oder größer sein muss. Gewürfelt wird ein Set an RPG Würfeln (D4, D6, D8, D10, D12, D20) und man kann jeden Würfel für sich oder beliebige Summen eintragen. Ein Custem D6 gibt außerdem an, ob für den nächsten Wurf Würfel hinzugefügt oder entfernt werden müssen. Es geht so lange, bis einer den Block voll hat. Für Abwechlung sorgen verschiedene Gebäude mit unterschiedlicher Feld-Anordnung.

Fazit: Super-Easy, Super-Schnell. Kann man immer mal zwischenstreuen.

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Loot
Mitbringsel dürfen natürlich nicht fehlen:

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Es war wieder sehr nett und wenn es sich ausgeht bin ich gerne wieder dabei! Sehr schade, dass Sylvia diesmal krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel …

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SailorMeni in Essen

Vor einigen Monaten wurden wir gefragt, ob wir mit auf die Spiel fahren möchten. Noch etwas unsicher suchten wir uns ein adäquates Mittel, eine derart schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Der Würfel besiegelte unser Schicksal, so verbrachten wir das letzte Wochenende (Donnerstag bis Sonntag) in Essen.

Donnerstag, kurz nach Öffnung der Tore, strömten wir mit den Massen.

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Gut dass wir erfahrene Mitspielende hatten, so fanden wir schon bald unser erstes Spiel. Und dann das nächster, und das nächste …

13 Clues
In unserem ersten Spiel ging es darum – wie beim Klassiker Cluedo – herauszufinden, wer mit welchem Gegenstand wo einen Mord begangen hat. JedeR MitspielerIn hat einen eigenen Mord aufzuklären. JedeR hat 5 Karten, wobei man 3 (Ort, Person, Tatwaffe) nicht sieht (die anderen schon) und die restlichen zwei sieht man exclusiv. Abwechselnd darf man eineN MitspielerIn nach gewissen Kriterien befragen („wieviele Frauen, rote Karten, etc. siehst du?“), um sich so dem/der TäterIn anzunähern und schlussendlich aufzuklären.
Fazit: Ok, muss ich aber nicht nochmal spielen.

Raise Your Goblets
Wir sind eine muntere Fantasy-Drinkrunde, wobei jedeR von uns einen geheimen Groll gegen eine andere Person hat. Abwechselnd und verdeckt leeren wir uns Flüssigkeiten (in Form von Markern) – Wein, Gift, Gegengift – in die (nicht einsehbaren) Becher, vertauschen Becher und spielen indivuduelle Sonderregeln. Am Ende wird „getrunken“ und je nachdem, was in dem Becher vor einem drinnen ist gibt es Punkte.
Fazit: Klingt lustig, ist es aber nicht. Möglicherweise mit viel echten Alkohol.

Pandemic – The Cure
Ein verkürztes Pandemie. Die Krankheiten sind durch verschiedenfarbige Würfel mit unterschiedlicher Verteilung gekennzeichnet, die auf 6 Orte (je nach gewürfeltem Ergebnis) verteilt werden. Auch die eigenen Aktionen sind durch Würfel mit Charakterspezifischer Verteilung vorgegeben.
Fazit: Gutes kooperatives Spiel, wird gekauft.

An diesem Punkt trennten wir uns von der Gruppe (und fanden sie auch an dem Tag nicht wieder), um meine gekickstarterten Spiele Snowblind und Revenge of the Dicatators abzuholen (näheres später) und ein bisschen durch die insgesamt 6 Hallen zu bummeln.

Snowblind
Das Thema ist die erste Expedition zum Südpol. Wer als erstes den Südpol mit dem Captain erreicht und mit möglichst viel Crew und übrigem Proviant zum Schiff zurückkehrt gewinnt. Mit jedem Zug wählt man einen Würfel, der für eine limitierte Aktion steht. Dies bedeutet meist, dass man eine Figur und etwas Proviant ein Feld bewegen darf. Danach würfelt man alle angesammelten Würfel und muss eventuell Proviant verzehren. Wenn niemand mehr weitergehen will kommt eine (von 6-8) Nächten, die auch nochmal in Hunger münden kann.
Fazit: Gefällt mir sehr gut. Es entscheiden zwar im Endeffekt die besseren Würfel, aber man kann die Züge fast immer so planen, dass das Risiko gering ist.

Ein Zwischenstopp bei der Fantasy Flight Games Vitrine war natürlich obligatorisch. Dort gab es die nächsten Wellen von Armada und Imperial Assault zu sehen. Besonders eindrucksvoll: Jabba und der Rancor.

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Nisyros
In diesem kooperativen Spiel geht es darum, dem Vulkan zu entkommen und die Befölkerung in Sicherheit zu bringen. Man sammelt jede Runde Ressourcen, um Dämme und Schiffe zu bauen, sowie Leute zur Arbeit zu rufen und Nahrung für die Befölkerung zu ernten. Per Würfel/Zufallskarten wird entschieden, ob die Felder extra Erträge bringen, oder der Vulkan diese Runde heftiger/sanfter ist und mehr bzw. weniger Felder überschwemmt.
Fazit: Solides kooperatives Spiel. Könnte ich mir gut in meiner Sammlung vorstellen.

Natürlich durchstöberten wir den kleinen Comicbereich, wo ich auch gleich schwach – aber glücklich – werde: Jessica Jones Nachschub und Start der Saga Reihe.

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Tag 2 beginnt wieder mit Spielen in der größeren Gruppe. Diesmal der Vorsatz, mehr Fotos zu machen.

Million Club
In diesem Wirtschaftsspiel geht es darum, Industrien anzusammeln, Aktienkurse in die Höhe zu treiben und in Länder zu expandieren. Abwechselnd bedient man eines der 5 Aktionsfelder (wobei jede Runde eines verdeckt und somit nicht einsetzbar ist) mit insgesamt zwei Workern. Wer die Mehrheit eines Feldes hat bekommt einen Bonus obendrauf. Am Schluss gewinnt, wer am meisten Kapital angehäuft hat.
2016-10_essenspiel_013Fazit: Ein nettes Worker Placement Spiel, das auch recht flott gehen kann – sofern der Spieleerklärer nicht ultralangsam erklärt und allen ihre gut durchdachten Züge auch noch ausreden möchte …

Dice City
Mit 5 verschiedenfarbigen Würfeln bedient man ein 5×6 Aktionsraster (Zeile=Farbe, Spalte=Augenzahl). Mit den erwürfelten Ressourcen kann man sich dann bessere Aktions/Siegespunkte-karten auf das Raster kaufen oder mit Kampfaktionen böse Karten für Siegpunkte besiegen.

2016-10_essenspiel_015Fazit: Mulitplayer Solitaire mit hohem Glücksfaktor. Nicht mein Ding.

Colt Express
Wir spielen BanditInnen, die einen 3D-Cardboard Zug ausrauben wollen. Gespielt werden mehrere Runden, wobei eine Runde in mehreren Zügen abgehandelt wird. Ein Zug sieht so aus, dass man in vorgegebener Art (offen, verdeckt, Doppelzug) Aktionskarten ablegt: Gehen, schießen, Loot aufheben, jemandem Loot „rausprügeln“. Wenn alle gelegt sind, wird der Stapel umgedreht und in der Legereihenfolge abgehandelt. Wer am meisten Geld angehäuft hat gewinnt.
Fazit: Sehr nettes und liebevoll designtes Spiel mit RoboRally Effekt.

Ein weiteres Mal streunen wir durch die Hallen und schauen uns exzessiv um. Mich ziehen naturgemäß Miniaturenspiele und Vitrinen an.

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Auf der Suche nach einem schnellen Spiel für zwischendurch probieren wir eines der erstaunlich vielen Fußball Spielen aus.

Super 11
Das Spiel ist sehr simpel gehalten. Ein D6 gibt die Anzahl an Felder and, die man in Summe bewegen darf (wobei die 6 durch ein S11 ersetzt wurde, die eine Aktion und einen anschließenden weiteren Zug bedeutet). Ein Schuss aufs Tor verursacht einen Roll-off. Als Gimmick gibt es die S11 Felder, betritt man ein solches mit dem Ball in der gegnerischen Hälfte zieht man eine Karte mit einem Zufallseffekt (Ballverlust bis Tor, alles drin).
Fazit: Nettes, schnelles Spiel. Großer Würfelfaktor.

Als letztes für den Tag setzten wir uns an einen Legenden von Andor Tisch. Zu unserer Schande haben wir noch nie eine der zahlreichen Versionen des Spiels gespielt.

Die Legenden von Andor
Eine Truppe von AbenteurerInnen zieht aus, um die Welt von bösen Monstern zu befreien (oder was auch immer das gespielt Szenario vorgibt). Man hat pro Tag pro Figur eine gewisse Anzahl an Stunden Zeit, die man für Aktionen (gehen, kämpfen, spezial) ausgeben kann. Am Ende des Tages bewegen die Monster und wollen das Camp überfallen. Zwischendurch treten immer wieder unvorhersehbare Story Events ein.

2016-10_essenspiel_029Fazit: Awesome! Das Spiel ist perfekt für mich und Sylvia: Kooparativ, intelligent designt und starker Flavor-Faktor. Kommt definitiv in die Sammlung!

Nach dem obligatorischen Essen im Steakhaus spielten wir am Zimmer noch eine Runde.

Vaults – Deadbolt
Oceans 11 Style suchen wir uns eine oder mehrere Crews, um Tresore zu knacken. Man nutzt die Sonderregeln der Crew/Tools möglichst gut aus, um Tresore zu knacken (nicht alle haben guten Inhalt!) und Geld anzuhäufen.
Fazit: Solides Spiel mit sehr hübschem Steampunk Artwork

Samstag – Tag 3.Diesmal kommen wir etwas später an und verbringen den ganzen Tag zu zweit.

Rod Hockey
Unter dem Tisch erreicht man Stöckchen, mit denen man Eishockeyspieler in vorgegebenen Bahnen bewegen kann. Ziel ist es den Puck (=Ball) ins gegnerische Tor zu bringen. Erstaunlich schwer, erstaunlich lustig.
Fazit: Sehr unterhaltsam, aber sperrig.

Kurz darauf probierten wir noch ein farbiges Go/4-gewinnt aus, das nach einer Minute endet. Nicht näher erwähnenswert.

Immer wieder liefen wir an den Pandemie-Plätzen vorbei. Wir wollten zumindest noch eines der Cthulhu oder Iberia Varianten ausprobieren. Dabei wurden wir ZeugInnen der Deutschen Pandemie Meisterschaft (man beachte das schlafende Kind).

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Reign of Cthulhu – Pandemic
Statt Krankheits-Klötzchen gibt es Kultisten. Statt den 4 Krankheiten gilt es 4 Portale zu schließen. „Epidemien“ funktionieren so, dass ein Shaggoth erscheint (benötigt 3 Aktionen zum Entfernen), der sich Richtung Portale aufmacht, um große Alte zu beschwören, die in die Spielmechanik eingreifen. Gewisse Trigger verlangen auch Würfelwürfe, die Sanity Verlust nach sich ziehen können. Wenn man 4 Sanity verloren hat, dreht man durch und verliert permanent eine Aktion.

2016-10_essenspiel_035Fazit: Solider Klon, aber das Original ist besser. Ich mag das Thema und die Mechanik der großen Alten. Auf die Würfelei kann ich hingegen gerne verzichten.

Orkensturm
Zwei Teams (Kaiser-Treu & Kaiser-Feindlich) kämpfen darum, dass die Stadt entweder stehen bleibt oder fällt. Gleichzeitig kann nur eine Person gewinnen. Der Ablauf ist simpel. Man bedient jede Runde eine der 5 (6) Aktionsfelder (wobei jede nur einmal besetzt werden darf), die darauf abzielen, Karten zu ziehen und/oder Siegpunkte zu erlangen. Am ende jeder Runde legen alle noch zwei Karten auf einen Stapel (der auch schon Startkarten beinhaltete) und es werden 8 Karten aufgedeckt. Je nach Farbe geht einer der 4 Tracks rauf oder runter. Jedem Team gehören zwei Tracks (Truppen, Schatzkammer oder Orks, Zeit), erreicht eine der Leisten 0 endet das Spiel, das Siegreiche Team erhält einen Bonus und dann werden Siegpunkte verglichen.
Fazit: Nettes Spiel für zwischendurch. Das Beste war wohl der Spielerklärer, der nach 3 Tagen schon ein bisschen durchgeknallt war („Sagt ehrlich, ist das nicht das geilste Spiel, das ihr jemals gespielt habt?“).

Total erschöpft verließen wir schon etwas früher die Messe und besetzten einen Tisch im prall mit SpielerInnen gefüllten Frühstücksraum des Hotels. Nach einer weiteren Runde Snowblind kam der Rest unserer Spielegruppe nach.

Revenge of the Dictators
Wir spielen Karikaturen von DiktatorInnen, die sich in Hawai treffen und kurzerhand beschließen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dazu müssen wir nach Washington D.C. reisen und den amerikanischen Präsidenten überzeugen. Ein Zug besteht aus 3 Aktionen aus gehen, Atombomben entschärfen (notwendig, um den Präsidenten besser zu überzeugen) und total absurde Aktionskarten zu ziehen und spielen (Chuck Norris war z.B. eine der ersten gespielten Karten).

2016-10_essenspiel_041Fazit: Sehr unterhaltsam, wenn auch ziemlich random und mit der Gefahr, sich in die Haare zu kriegen.

Eigentlich wollten wir es nach Samstag bleiben lassen, aber da wir erst jetzt vom Legenden von Andor Promo-Material erfuhren, „mussten“ wir am Sonntag nochmal rein. Die Tatsache, dass wir diesmal tatsächlich sehr früh dran waren, nutzten wir, rannten in die hintere Halle und spielten eine Runde von dem Spiel, das die letzten 3 Tage ständig besetzt war.

Ninja Arena
Wir spielen jeweils einen Ninja, die sich gegenseitig in einer Arena eliminieren wollen. Man „programmiert“ den Ninja verdeckt mit 3 aus 5 Aktionswürfeln. Wer am schnellsten ist, darf sich einen Initiativemarker nehmen. Es gibt schnelle (simpel bewegen, ausweichen), mittlere (Angriffe, komplexere Bewegung) und langsame (haben wir nicht gespielt) Aktionen, die der Reihe nach abgehandelt werden. Last Ninja standing wins, wobei der Sudden Death Modus (wenn eine Runde kein Blut fließt, verlieren die fittesten einen Lebenspunkt) zum schnellen Spiel beiträgt.

2016-10_essenspiel_038Fazit: AWESOME!! Schnell, strategisch, lustig. Perfektes Spiel für Zwischendurch.

Gesamtfazit: Es war ein richtig cooles, wenn auch erschöpfendes Wochenende. Die Chancen stehen gut, das nächstes Jahr zu wiederholen. Wir haben ein paar gute Spiele ausprobiert, wobei hier zwei hervorstechen: Die Legenden von Andor, das wird möglicherweise unser neues Lieblingsspiel zu zweit. Weiters bin ich begeistert von Ninja Arena, ich hab es bereits auf Kickstarter gebackt.

Loot:

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Aussichten: Irgendwann in ferner Zukunft MUSS ich sowas haben!

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15x Blut spenden – 1x UNO

Ich warte heute blutspenden.  Für diejenigen, die es nicht wissen, nach jeder 5. Spende gibt es ein kleines Geschenk, üblicherweise Merci und/oder Wein. Für mich war es heute die 15. Spende und ich staunte nicht schlecht, als mir ein UNO-Set angeboten wurde.

Blutspende-Uno.jpg

UNO ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsspiel,  aber es war meine Einstiegsdroge und wer weiß, vielleicht hat es ja in ein paar Jahren dieselbe Wirkung auf meine Nichte und meinen Neffen.