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Spiel 2017

Auch heuer machten wir wieder die Spielemesse in Essen unsicher. Inklusive der abendlichen Sessions haben wir gut über 20 Spiele getestet.

Reworld
Wir müssen neue Planeten kolonisieren, inklusive Terraforming, Konzerne ansiedeln etc. Das Spiel gestaltet sich in zwei Phasen. Erstens bekommen wir „Crew“, welche wir ausschicken, um diverse Kapseln zu besorgen, welche wir an unser Kolonialschiff andocken. Typische Kapseln sind Terraformer, Sonden, Firmengebäude und Shuttles. Diese werden über vier Runden an fünf Stellen ans Raumschiff angehängt.
In der zweiten Phase gilt es, diese Kapseln wieder zu lösen, die verschiedenen Witterungen zu terraformen, Planetare Verteidigung aufzubauen und Firmen anzusiedeln. Der Trick an dem Spiel ist es, in der ersten Phase die Kapseln in geschickter Reihenfolge anzuheften, um sie dann in der zweiten Phase ideal nutzen zu können. Je später eine Kapsel algeheftet wird, desto früher muss man sie wieder abdocken. Spielerfolg wird klassisch über Siegpunkte gemessen, die man über dieverse Aufgaben erhält.


Fazit: Das Spiel ist gut gemacht und bietet neue Mechaniken, die für Abwechslung sorgen.

Gob Z’Heroes
Hierbei handelt es sich um ein 1 gegen 1 Spiel, in dem jede Seite die Kontrolle über eine Gruppe Goblins (die Anspielungen an diverese Filme darstellen). Diese muss über ein Grid kommandiert werden, bis sie auf die gegnerische Gruppe trifft und ihr gehörig aufs Maul gibt.


Fazit: Die Figuren sind liebevoll gestaltet, leider haut mich die Mechanik nicht vom Hocker. Möglicherweise ist das mit den vollen Regeln besser, aber die vorbereiteten Trupps waren höchstgradid unausgewogen. Noch dazu hat es die mir verhasste „du musst 6er Würfeln“ Mechanik, wo man nur gewinnen kann, wenn man im richtigen Moment 6er wirft.

FantasyFlightGames
Natürlich darf ein Besuch beim Fantasy Flight Games Stand nicht fehlen. Der eindeutige Fokus heuer war das vor kurzem angekündigte Star Wars Legion Tabletop.


Die neuen Armada Schiffe waren auch ausgestellt. Von Imperial Assault gibt’s grad gar nichts neues zu sehen.

Pora na kameleona
In dem Spiel geht es darum, möglichst schnell die richtige Anzahl von Chameleons mit der richtigen Farbe sowie deren Ort zu finden (und auf das entsprechende Plätchen zeigen). Aufgepeppt wird es durch getarnte und regenbogenfarbene Chameleons.

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Fazit: Mir ist das zu stressig. Sylvia hat’s gefallen, also hat sie es gekauft.

Ticket to Mars
Vier Raketen mit Platz für je vier Lebewesen machen sich auf den Weg zum Mars. Alle erhalten verdeckte Aufgaben, wer mit soll und in welchen Pärchen die Raketen gefüllt sein sollen. Über mehrere Runden setzt man dann entsprechend Leute (Mann, Frau, Mädchen, Junge, Hund, Oma) in die Raketen, setzt sie um oder wirft sie wieder raus. Am Ende wird abgerechnet.

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Fazit: Ich finde es ganz nett für zwischendurch, weil es wirklich schnell geht. Großartige taktische Möglichkeiten darf man sich insbesondere mit mehreren Spielern nicht erwarten.

Dragonsgate College
Wir sind in einem Fantasy Setting und betreiben ein Magie-College. Wir müssen Lehrer anheuern, die Räumlichkeiten ausbauen und Schüler als Abschlussaufgabe auf Quests schicken. Die Mechanik basiert auf Worker-Placement, wobei wir einen gemeinsamen Pool an Arbeitern in Form von Würfeln haben. Diese werden zu Beginn jeder Runde geworfen. Jede Zahl bringt gewisse Handlungsmöglichkeiten und so muss man die Taktik auf die vorhandenen Würfel anpassen (wobei man die Ergebnisse auch beeinflussen kann). Als spannendes Element sind auch Würfel in den Farben der Mitspieler vorhanden. Wenn jemand anderes den Würfel der eigenen Farbe abhandelt, bekommt man selbst einen außertürlichen Zug mit dem selben Ergebnis. Die Idee ist gut. Allerdings führt das auch teilweise dazu, dass man schnell den Überblick verliert, wer eigentlich gerade dran ist.


Fazit: Solides Spiel mit coolem Artwork. Würde auch gern einmal das Volle Spiel ausprobieren (Demospiele waren nach 3 von üblichen 5 Runden vorbei).

Dreamcatchers
Das Artwork sticht mit den verschiedenen Rosa/Violettönen sofort ins Auge. Dreamcatchers ist ein kooperatives Spiel in dem man in die Rollen von Feen schlüpft, deren Knochenjob es ist, kleinen Kindern einen schönen Schlaf zu bescheren. Man muss schöne Täume einfangen, Albträume eliminieren und gleichzeitig Monster unter dem Bett verjagen.


Fazit: Auch wenn wir beim ersten Versuch kläglich gescheitert sind, haben wir uns in das Spiel verliebt und es uns besorgt.

Drako
Wieder ein 1 gegen 1 Spiel. Eine Seite spielt den Drachen, die andere Seite spielt 3 Zwerge, welche den Drachen erledigen möchten. Es ist nicht ganz klar, welche Seite hier die gute ist. Klar ist aber, dass es ein Kampf auf Leben unt Tot ist. Man hat pro Runde zwei Aktionen, welche entweder aus Karten ziehen oder Karten spielen bestehen. Karteneffekte sind typischerweise gehen, angreifen und Sonderaktionen. Schildkarten spielt man außertürlich.


Fazit: Spielt sich gut und flüssig. Allzuviel Strategie darf man sich aber nicht erwarten.

Kill the Unicorns
Wir sind Abenteurer auf der Jagd nach Einhörnern. Wir bieten und bluffen auf die ausgelegten Fabelwesen und am Ende geht es darum, den größten Wert sowie passende Sets zu haben. Der Weg dahin lässt nicht viel tiefe Strategie offen, aber viel Spaß und witzige Random-Ereignisse.


Fazit: Definitiv ein lustiges Spiel für zwischendurch.

Untold Adventures Await
Dieses storytelling game basiert auf StoryCubes, welche man in beliebiger Menge hinzufügen kann. Das Setting ist eine TV-Serie, in welcher die Spieler Charaktere mimen. Man kann es als ONE-Shot, Mehrteiler oder wenn man so will auch Staffelweise mit gleichen Charakteren spielen. Nachdem das Setting und die Protagonisten klar stehen (der Fantasie sind keien Grenzen gesetzt) wird die Story aufgebaut. In 4 Schritten stellt man Fragen bzw. setzt Aktionen, die die Geschichte vorantreiben und in einem Climax endet. In unserem Fall befanden wir uns in einem magischen mittelalterlichen Venedig, in dem Fischmenschen versuchten, die Welt an sich zu reißen (wir konnten es leider nicht verhindern …).


Fazit: Einfach und nett gestrickt. Sicher gut, wenn man auf Storytelling Games steht, bei mir bin ich da noch nicht so sicher.

Calimala
Wir sind Stoffhänlder aus Florenz. Um unsere Ware los zu werden, müssen wir Schiffe, Werkstätten sowie Lagerhäuser bauen. Außerdem freuen sich die Hausherren einflussreicher Familien über Geschenke in Form von Waren und Marmorstatuen. Calimala funktioniert über Workerplacement. Man setzt die Aktionssteine immer zwischen zwei Aktionen und kann beide durchführen. Aktionen sind zB. Resourcen sammeln, bauen, produzieren, schenken. Hier gibt es eine ähnliche Mechanik wie in Dragonsgate College: Wenn man auf einen bereits da liegenden Worker setzt, erhält der dazugehörige Spieler einen außertürlichen Zug. Wird der vierte Stein auf den Stapel gelegt, entfernt man den untersten und leitet eine Wertungsrunde ein. Auf diese Art kommen 15 Wertungsrunden zustande, die immer ein anderes Ziel haben. Die Strategie ist, zur richtigen Zeit den passenden Fortschritt zu haben.


Fazit: Das Spiel hat mir ganz gut gefallen, wobei man es sicher mehrfach spielen muss, um ordentlich vorausschauend spielen zu können.

Farlight
Wir befinden uns in einem Science Fiction Setting. Unsere Aufgabe ist es, ein Raumschiff zu bauen, und damit auf Missionen zu gehen. Dabei ist darauf zu achen, dass wir genug Crew an Bord haben, Tech und Biotech Forschung betrieben wird sowie genug Antrieb da ist. Abwechselnd bieten wir verdeckt mit unseren Geldplättchen (4,3,2,1,0) auf die ausliegenden Teile und Missionen, winner takes it all. Abgerechnet wird wieder über Siegpunkte, die aus Missionen bzw. Aufgaben für das Spielende bestehen.


Fazit: Es ist ganz ok, wobei es wie bei Bietspielen üblich ziemlich frustrierend sein kann, wenn man bei den wichtigen Teilen ständig überboten wird. Das dann erhaltene Crewmitglied ist hier nur ein schwacher Trost.

Planetarium
Wir sind das Sonnensystem. Planeten kreisen und sammeln umherschwebende Resourcen ein. Dabei gilt es, die Planeten so in den Umlaufbahnen zu lenken, dass die richtigen Resourcen am Planeten landen, um die ausgeteilten Missionen zu erfüllen.


Fazit: Das Spiel ist einfach und schnell. Sicher nett für zwischenddurch.

Bronze
Den Hintergrund zu dem Spiel hab ich nicht ganz verstanden. Aufgabe ist es, sich Berufskarten zu nehmen und im eigenen Bereich anzulegen. Je nach Beruf kann man dann in unterschiedlichem Gelände Siedlungen bauen. Außerdem kann man die Berufskarten so vor sich ablegen, dass sich Combos bilden und man somit gleich mehrere Siedlungen bauen kann. Punkte gibt es für die Länge der aufeinanderfolgenden ununterbrochenen Siedlungsstraße, wenn man als erstes ein neues Feld (x-Achse) besetzt bzw. von speziellen Aufgaben, die man beim Besetzen eines neuen Feldes erhält.


Fazit: Vielleicht liegt es daran, dass es das erste Spiel des Tages war, aber mir war das einfach zu viel. Man muss drauf achten, schnell vorwärts zu kommen, in möglichst vielen Gebieten lange Straßen zu haben, die Berufskarten effizient anzuordnen und gleichzeitig die in Summe 10 Missionen zu optimieren.

Aachoo
Das ist ein sehr simples bluff-Spiel, in dem es darum geht, einen großen Fisch mit kleinen Fischen zu füttern. Es geht sowohl um die Anzahl der Fische als auch um die richtige Farbe (drei verschiedene Farben pro Reihe). Man muss die passenden Karten nicht zwingend ziehen, sondern nur die anderen davon überzeugen, dass man sie gezogen hat.


Fazit: War schon ganz witzig, nochmal muss ich es aber nicht spielen.

Alakazoo
Ziel ist es, sich ein Monster zu bauen. Je näher man an der Vorlage ist desto besser. Allerdings gibt es auch Punkte für Geschwindigkeit, was zum einen oder anderen Kompromiss führt. Das Spiel ist erst in der Prototyp-Phase, sieht aber vom Artwork her schon mal sehr gut aus. Beim Spielverlauf sind wir noch nicht sicher, ob wir alles korrekt gespielt haben.


Fazit: War ganz unterhaltsam. Allein schon wegen der coolen Monster gefällt mir das Spiel.

Ninja Arena
Mein Lieblingsspiel des letzten Jahres war auch wieder vertreten und diesmal hab ich eine Kopie (+1 für einen Arbeitskollegen) ergattert. Der Spieldesigner hatte zu einem alle-gegen-ihn Spiel ausgerufen, bei dem ich mich beteiligte. Insgesamt zu viert versuchten wir ihm den Garaus zu machen. Leider waren meine Mitstreiter eher unerfahren (sprich für die meisten war es das erste Spiel), weswegen die Chancen nur mittelmäßig waren. Immerhin prügelten wir ihn auf 3 Lebenspunkte runter, ehe wir aus Zeitmangel abbrechen mussten. Zu dem Zeitpunkt hatte er aber eh schon zwei von uns erledigt und sich wieder auf 9 hochgeheilt. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, mit dem vollen Regelset zu spielen.

Michael Strogoff
Wir müssen durch Sibirien nach Irkutsk reisen, um Ivan davon abzuhalten, dort seine Schrecken zu verbreiten. So oder so ähnlich. Auf dem Weg begegnen uns viele Gefahren, die wir beseitigen müssen. Im Endeffekt spielt hier jeder für sich, wobei gewinnt, wer als erster ankommt und Ivan besiegen kann. Die Mechanik funktioniert via Match-Making: Die Gefahren-Karten haben Icons, auf die wir entsprechende Abwehrkarten spielen müssen.

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Fazit: Das Spiel hat Potential, ich müsste es nochmal mit besserer Regelkenntnis spielen für ein finales Urteil.

Tao Long
Hier war ich sofort gefesselt vom Artwork. 1 gegen 1, wir spielen je einen asiatischen Drachen (Feuer und Wasser) und müssen uns bekämpfen. Das funktioniert über Snake-Mechanik. Man kann die Bewegungsfelder bediehnen, die es erlauben, 1-2 Felder geradeaus, abbiegen, stehenbleiben oder Feuer/Wasser speien. Darüber hinaus gibt es Portale, zwischen denen man hin- und herwarpen kann. Ziel ist es, den gegnerischen Drachen zu eliminieren.


Fazit: Es ist echt wunderschön. Im Spiel hat es sich aber dann doch eher träge manifestiert. Das könnte aber auch daran liegen, dass es unser letztes Spiel nach drei anstrengenden Tagen war.

Loot
Neben ein paar Spielen und Metallwürfel für Sylvie gingen uns auch wieder ein paar Comics ins Netz.

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SailorMeni in Essen

Vor einigen Monaten wurden wir gefragt, ob wir mit auf die Spiel fahren möchten. Noch etwas unsicher suchten wir uns ein adäquates Mittel, eine derart schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Der Würfel besiegelte unser Schicksal, so verbrachten wir das letzte Wochenende (Donnerstag bis Sonntag) in Essen.

Donnerstag, kurz nach Öffnung der Tore, strömten wir mit den Massen.

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Gut dass wir erfahrene Mitspielende hatten, so fanden wir schon bald unser erstes Spiel. Und dann das nächster, und das nächste …

13 Clues
In unserem ersten Spiel ging es darum – wie beim Klassiker Cluedo – herauszufinden, wer mit welchem Gegenstand wo einen Mord begangen hat. JedeR MitspielerIn hat einen eigenen Mord aufzuklären. JedeR hat 5 Karten, wobei man 3 (Ort, Person, Tatwaffe) nicht sieht (die anderen schon) und die restlichen zwei sieht man exclusiv. Abwechselnd darf man eineN MitspielerIn nach gewissen Kriterien befragen („wieviele Frauen, rote Karten, etc. siehst du?“), um sich so dem/der TäterIn anzunähern und schlussendlich aufzuklären.
Fazit: Ok, muss ich aber nicht nochmal spielen.

Raise Your Goblets
Wir sind eine muntere Fantasy-Drinkrunde, wobei jedeR von uns einen geheimen Groll gegen eine andere Person hat. Abwechselnd und verdeckt leeren wir uns Flüssigkeiten (in Form von Markern) – Wein, Gift, Gegengift – in die (nicht einsehbaren) Becher, vertauschen Becher und spielen indivuduelle Sonderregeln. Am Ende wird „getrunken“ und je nachdem, was in dem Becher vor einem drinnen ist gibt es Punkte.
Fazit: Klingt lustig, ist es aber nicht. Möglicherweise mit viel echten Alkohol.

Pandemic – The Cure
Ein verkürztes Pandemie. Die Krankheiten sind durch verschiedenfarbige Würfel mit unterschiedlicher Verteilung gekennzeichnet, die auf 6 Orte (je nach gewürfeltem Ergebnis) verteilt werden. Auch die eigenen Aktionen sind durch Würfel mit Charakterspezifischer Verteilung vorgegeben.
Fazit: Gutes kooperatives Spiel, wird gekauft.

An diesem Punkt trennten wir uns von der Gruppe (und fanden sie auch an dem Tag nicht wieder), um meine gekickstarterten Spiele Snowblind und Revenge of the Dicatators abzuholen (näheres später) und ein bisschen durch die insgesamt 6 Hallen zu bummeln.

Snowblind
Das Thema ist die erste Expedition zum Südpol. Wer als erstes den Südpol mit dem Captain erreicht und mit möglichst viel Crew und übrigem Proviant zum Schiff zurückkehrt gewinnt. Mit jedem Zug wählt man einen Würfel, der für eine limitierte Aktion steht. Dies bedeutet meist, dass man eine Figur und etwas Proviant ein Feld bewegen darf. Danach würfelt man alle angesammelten Würfel und muss eventuell Proviant verzehren. Wenn niemand mehr weitergehen will kommt eine (von 6-8) Nächten, die auch nochmal in Hunger münden kann.
Fazit: Gefällt mir sehr gut. Es entscheiden zwar im Endeffekt die besseren Würfel, aber man kann die Züge fast immer so planen, dass das Risiko gering ist.

Ein Zwischenstopp bei der Fantasy Flight Games Vitrine war natürlich obligatorisch. Dort gab es die nächsten Wellen von Armada und Imperial Assault zu sehen. Besonders eindrucksvoll: Jabba und der Rancor.

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Nisyros
In diesem kooperativen Spiel geht es darum, dem Vulkan zu entkommen und die Befölkerung in Sicherheit zu bringen. Man sammelt jede Runde Ressourcen, um Dämme und Schiffe zu bauen, sowie Leute zur Arbeit zu rufen und Nahrung für die Befölkerung zu ernten. Per Würfel/Zufallskarten wird entschieden, ob die Felder extra Erträge bringen, oder der Vulkan diese Runde heftiger/sanfter ist und mehr bzw. weniger Felder überschwemmt.
Fazit: Solides kooperatives Spiel. Könnte ich mir gut in meiner Sammlung vorstellen.

Natürlich durchstöberten wir den kleinen Comicbereich, wo ich auch gleich schwach – aber glücklich – werde: Jessica Jones Nachschub und Start der Saga Reihe.

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Tag 2 beginnt wieder mit Spielen in der größeren Gruppe. Diesmal der Vorsatz, mehr Fotos zu machen.

Million Club
In diesem Wirtschaftsspiel geht es darum, Industrien anzusammeln, Aktienkurse in die Höhe zu treiben und in Länder zu expandieren. Abwechselnd bedient man eines der 5 Aktionsfelder (wobei jede Runde eines verdeckt und somit nicht einsetzbar ist) mit insgesamt zwei Workern. Wer die Mehrheit eines Feldes hat bekommt einen Bonus obendrauf. Am Schluss gewinnt, wer am meisten Kapital angehäuft hat.
2016-10_essenspiel_013Fazit: Ein nettes Worker Placement Spiel, das auch recht flott gehen kann – sofern der Spieleerklärer nicht ultralangsam erklärt und allen ihre gut durchdachten Züge auch noch ausreden möchte …

Dice City
Mit 5 verschiedenfarbigen Würfeln bedient man ein 5×6 Aktionsraster (Zeile=Farbe, Spalte=Augenzahl). Mit den erwürfelten Ressourcen kann man sich dann bessere Aktions/Siegespunkte-karten auf das Raster kaufen oder mit Kampfaktionen böse Karten für Siegpunkte besiegen.

2016-10_essenspiel_015Fazit: Mulitplayer Solitaire mit hohem Glücksfaktor. Nicht mein Ding.

Colt Express
Wir spielen BanditInnen, die einen 3D-Cardboard Zug ausrauben wollen. Gespielt werden mehrere Runden, wobei eine Runde in mehreren Zügen abgehandelt wird. Ein Zug sieht so aus, dass man in vorgegebener Art (offen, verdeckt, Doppelzug) Aktionskarten ablegt: Gehen, schießen, Loot aufheben, jemandem Loot „rausprügeln“. Wenn alle gelegt sind, wird der Stapel umgedreht und in der Legereihenfolge abgehandelt. Wer am meisten Geld angehäuft hat gewinnt.
Fazit: Sehr nettes und liebevoll designtes Spiel mit RoboRally Effekt.

Ein weiteres Mal streunen wir durch die Hallen und schauen uns exzessiv um. Mich ziehen naturgemäß Miniaturenspiele und Vitrinen an.

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Auf der Suche nach einem schnellen Spiel für zwischendurch probieren wir eines der erstaunlich vielen Fußball Spielen aus.

Super 11
Das Spiel ist sehr simpel gehalten. Ein D6 gibt die Anzahl an Felder and, die man in Summe bewegen darf (wobei die 6 durch ein S11 ersetzt wurde, die eine Aktion und einen anschließenden weiteren Zug bedeutet). Ein Schuss aufs Tor verursacht einen Roll-off. Als Gimmick gibt es die S11 Felder, betritt man ein solches mit dem Ball in der gegnerischen Hälfte zieht man eine Karte mit einem Zufallseffekt (Ballverlust bis Tor, alles drin).
Fazit: Nettes, schnelles Spiel. Großer Würfelfaktor.

Als letztes für den Tag setzten wir uns an einen Legenden von Andor Tisch. Zu unserer Schande haben wir noch nie eine der zahlreichen Versionen des Spiels gespielt.

Die Legenden von Andor
Eine Truppe von AbenteurerInnen zieht aus, um die Welt von bösen Monstern zu befreien (oder was auch immer das gespielt Szenario vorgibt). Man hat pro Tag pro Figur eine gewisse Anzahl an Stunden Zeit, die man für Aktionen (gehen, kämpfen, spezial) ausgeben kann. Am Ende des Tages bewegen die Monster und wollen das Camp überfallen. Zwischendurch treten immer wieder unvorhersehbare Story Events ein.

2016-10_essenspiel_029Fazit: Awesome! Das Spiel ist perfekt für mich und Sylvia: Kooparativ, intelligent designt und starker Flavor-Faktor. Kommt definitiv in die Sammlung!

Nach dem obligatorischen Essen im Steakhaus spielten wir am Zimmer noch eine Runde.

Vaults – Deadbolt
Oceans 11 Style suchen wir uns eine oder mehrere Crews, um Tresore zu knacken. Man nutzt die Sonderregeln der Crew/Tools möglichst gut aus, um Tresore zu knacken (nicht alle haben guten Inhalt!) und Geld anzuhäufen.
Fazit: Solides Spiel mit sehr hübschem Steampunk Artwork

Samstag – Tag 3.Diesmal kommen wir etwas später an und verbringen den ganzen Tag zu zweit.

Rod Hockey
Unter dem Tisch erreicht man Stöckchen, mit denen man Eishockeyspieler in vorgegebenen Bahnen bewegen kann. Ziel ist es den Puck (=Ball) ins gegnerische Tor zu bringen. Erstaunlich schwer, erstaunlich lustig.
Fazit: Sehr unterhaltsam, aber sperrig.

Kurz darauf probierten wir noch ein farbiges Go/4-gewinnt aus, das nach einer Minute endet. Nicht näher erwähnenswert.

Immer wieder liefen wir an den Pandemie-Plätzen vorbei. Wir wollten zumindest noch eines der Cthulhu oder Iberia Varianten ausprobieren. Dabei wurden wir ZeugInnen der Deutschen Pandemie Meisterschaft (man beachte das schlafende Kind).

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Reign of Cthulhu – Pandemic
Statt Krankheits-Klötzchen gibt es Kultisten. Statt den 4 Krankheiten gilt es 4 Portale zu schließen. „Epidemien“ funktionieren so, dass ein Shaggoth erscheint (benötigt 3 Aktionen zum Entfernen), der sich Richtung Portale aufmacht, um große Alte zu beschwören, die in die Spielmechanik eingreifen. Gewisse Trigger verlangen auch Würfelwürfe, die Sanity Verlust nach sich ziehen können. Wenn man 4 Sanity verloren hat, dreht man durch und verliert permanent eine Aktion.

2016-10_essenspiel_035Fazit: Solider Klon, aber das Original ist besser. Ich mag das Thema und die Mechanik der großen Alten. Auf die Würfelei kann ich hingegen gerne verzichten.

Orkensturm
Zwei Teams (Kaiser-Treu & Kaiser-Feindlich) kämpfen darum, dass die Stadt entweder stehen bleibt oder fällt. Gleichzeitig kann nur eine Person gewinnen. Der Ablauf ist simpel. Man bedient jede Runde eine der 5 (6) Aktionsfelder (wobei jede nur einmal besetzt werden darf), die darauf abzielen, Karten zu ziehen und/oder Siegpunkte zu erlangen. Am ende jeder Runde legen alle noch zwei Karten auf einen Stapel (der auch schon Startkarten beinhaltete) und es werden 8 Karten aufgedeckt. Je nach Farbe geht einer der 4 Tracks rauf oder runter. Jedem Team gehören zwei Tracks (Truppen, Schatzkammer oder Orks, Zeit), erreicht eine der Leisten 0 endet das Spiel, das Siegreiche Team erhält einen Bonus und dann werden Siegpunkte verglichen.
Fazit: Nettes Spiel für zwischendurch. Das Beste war wohl der Spielerklärer, der nach 3 Tagen schon ein bisschen durchgeknallt war („Sagt ehrlich, ist das nicht das geilste Spiel, das ihr jemals gespielt habt?“).

Total erschöpft verließen wir schon etwas früher die Messe und besetzten einen Tisch im prall mit SpielerInnen gefüllten Frühstücksraum des Hotels. Nach einer weiteren Runde Snowblind kam der Rest unserer Spielegruppe nach.

Revenge of the Dictators
Wir spielen Karikaturen von DiktatorInnen, die sich in Hawai treffen und kurzerhand beschließen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dazu müssen wir nach Washington D.C. reisen und den amerikanischen Präsidenten überzeugen. Ein Zug besteht aus 3 Aktionen aus gehen, Atombomben entschärfen (notwendig, um den Präsidenten besser zu überzeugen) und total absurde Aktionskarten zu ziehen und spielen (Chuck Norris war z.B. eine der ersten gespielten Karten).

2016-10_essenspiel_041Fazit: Sehr unterhaltsam, wenn auch ziemlich random und mit der Gefahr, sich in die Haare zu kriegen.

Eigentlich wollten wir es nach Samstag bleiben lassen, aber da wir erst jetzt vom Legenden von Andor Promo-Material erfuhren, „mussten“ wir am Sonntag nochmal rein. Die Tatsache, dass wir diesmal tatsächlich sehr früh dran waren, nutzten wir, rannten in die hintere Halle und spielten eine Runde von dem Spiel, das die letzten 3 Tage ständig besetzt war.

Ninja Arena
Wir spielen jeweils einen Ninja, die sich gegenseitig in einer Arena eliminieren wollen. Man „programmiert“ den Ninja verdeckt mit 3 aus 5 Aktionswürfeln. Wer am schnellsten ist, darf sich einen Initiativemarker nehmen. Es gibt schnelle (simpel bewegen, ausweichen), mittlere (Angriffe, komplexere Bewegung) und langsame (haben wir nicht gespielt) Aktionen, die der Reihe nach abgehandelt werden. Last Ninja standing wins, wobei der Sudden Death Modus (wenn eine Runde kein Blut fließt, verlieren die fittesten einen Lebenspunkt) zum schnellen Spiel beiträgt.

2016-10_essenspiel_038Fazit: AWESOME!! Schnell, strategisch, lustig. Perfektes Spiel für Zwischendurch.

Gesamtfazit: Es war ein richtig cooles, wenn auch erschöpfendes Wochenende. Die Chancen stehen gut, das nächstes Jahr zu wiederholen. Wir haben ein paar gute Spiele ausprobiert, wobei hier zwei hervorstechen: Die Legenden von Andor, das wird möglicherweise unser neues Lieblingsspiel zu zweit. Weiters bin ich begeistert von Ninja Arena, ich hab es bereits auf Kickstarter gebackt.

Loot:

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Aussichten: Irgendwann in ferner Zukunft MUSS ich sowas haben!

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