Star Wars Legion – Episode 1 – Turnier in Leoben

Gestern fand das bisher größte Star Wars Legion Turnier in Österreich statt. 14 Spieler aus der Steiermark, Salzburg und Wien nahmen teil. Ich war im Vorfeld schon sehr gehypet und wollte eigentlich meine Luke-Wookiee-Bus Liste ausführen. Als sich die Teilnehmerliste füllte und sich kein einziger Republik Spieler abzeichnete, „musste“ ich meinen Plan überdenken.

Im Endeffekt entschied ich mich für eine leicht adaptierte Saber Tank Liste, die es immerhin auf Platz 4 der letzten Invader League geschafft hat.

789/800 9 Activations
Clone Commander (Vigilance)
Padme Amidala
R2-D2 (Comms Relay, C-3PO)
Phase II Clone Troopers (Z-6 Phase II Trooper)
Phase II Clone Troopers (Fives, Clone Engineer)
Phase I Clone Troopers (Recon Intel)
2x Arc Troopers (Strike Team) (DC-15x ARC Trooper)
TX-130 Saber-Class Fighter Tank (TX-130 Twin Laser Turret, Linked Targeting Array, Armor-Piercing Shells)
CommandCards: Our Fate is in Your Hands•, Blast Off!•, Air Support••, Aggressive Negotiations••, Diplomatic Cover•••, Smoke Screen•••, Standing Orders••••
SetupCards:
Hemmed In, The Long March, Major Offensive, Roll Out
Payload, Key Positions, Hostage Exchange, Sabotage the Moisture Vaporators
War Weary, Hostile Environment, Clear Conditions, Supply Drop

Erstmal einige Eindrücke von den Spieltischen. Sie sehen alle super aus. Bei manchen mussten wir kleinere Stilbrüche in Kauf nehmen, um Geländelücken zu schließen. Jedenfalls kamen einige 40k Spieler vom Turnier im selben Raum zu uns, um unser großartiges Gelände zu bestaunen. Während sie in billig aussehenden Karton-Ruinen spielten.

Der Druck war groß. Seit mittlerweile Jahren bin ich in Österreich die Ansprechperson für Regelfragen, Metadiskussionen und Informationen aus der internationalen kompetitiven Szene. Ich beschäftige mich täglich mit dem Spiel, hänge im Discord rum und höre Podcasts. Über alles andere als einen Sieg wäre ich ehrlich enttäuscht gewesen. Gleichzeitig hatte ich keine Ahnung über die Spielerfahrung außerhalb von Wien und sogar einen Wiener, der zwar grad nicht in Übung war, aber mich in der Vergangenheit schon des Öfteren in die Schranken gewiesen hatte.

Erschwerend kam hinzu, dass jedes Spiel gewinnen nicht reichte, weil bei 14 Leuten und drei Runden es (sehr wahrscheinlich) 2 Leute mit 3 Siegen geben würde. Also setzte ich auch einen Fokus auf den Tie Breaker: Margin of Victory (Prozent der erreichten Siegespunkte pro Spiel).

Spiel 1: Stefan Winkler (Imperium)
Ein bunter Mischmasch aus Einheiten: Veers, 3x Stormtrooper mit HH-12 und Stormtrooper Specialist, 2 Dewbacks mit T-21 und Endurance, Speeder Bikes mit Long Range Comlink und eine Flametrooper Snowtrooper Einheit im LAAT. Ich war blauer Spieler und wir spielten Key Positions auf Roll Out mit Supply Drop.

Stefan startete aggressiv weit vorne (ach ja, seine Trooper scouteten auch alle), während ich eher verhalten hinten blieb. Ich will nicht alles auf einmal abbekommen. Das Spiel startete gleich mit einem kleinen Knaller, als Veers mir 3 Wunden am Panzer rein bombardierte.

Kein großes Ding, ich hab ja 5 Reparaturladungen. Wir beschränkten uns bei den ersten Aktivierungen auf vorsichtiges Stellungsspiel. Ich magazinierte meine Truppen mit grünen Tokens auf. Der LAAT ist dann das erste wirklich mutige Modell. Er fliegt (mit den bereits aktivierten Snowtroopern) aggressiv vor. Der Saber Tank legt an und haut ihm 6 Wunden rein (mit Impact 5, Critical 1 und 4 Aims). Die restlichen 2 Wunden holten sich dann meine Fives und Z-6 Einheiten. Damit waren die Snowtrooper in meiner Nähe hinter dem Gelände gestranded.

Wir spielten in Runde 2 Aggressive Negotiations vs Pinned Down und ich bekam die Ini. Die nutzte ich mit Quick Thinking und Standby auf Padme. So konnten die Snowtrooper schon herkommen. Diese kannten keine Furcht, nutzten die Kletterhaken und erklommen das Gestein. Ehe sie aber feuern konnten, schleuderte ich ihnen 12 schwarze und 6 weiße Würfel entgegen (Fives mit Z-6 Fire Support, 3 Surges, 1 Aim) und löschte sie aus.

Sniper und Panzer erschossen dann noch ein Dewback (das in der Vorrunde schon angeknackst wurde) und Fives holte sich die Bikes, die sich von hinten anpirschten. Langsam wurde es dünn bei den Imperialen. Gleichzeitig tickte die Zeit. Wir würden keine 6 Runden schaffen und ich bin dem zentralen Key Position noch nicht näher gekommen. Wir klärten also ab, dass wir mit der verbleibenden Stunde auf jeden Fall nach Runde 3 noch Runde 4 spielen würden. Damit war ich beruhigt.

Das letzte Dewback war ungünstig nahe am vorgerückten R2. also spielte ich Blast Off. Das Dewback chargete R2, setzte ihm ein paar Wunden zu und blockierte erst mal den Weg. Nachdem ich R2 gezogen hatte (sein Befehl wurde an den Panzer gebounct), spazierte der einfach aus dem Nahkampf, reparierte den Panzer nochmal und ließ den Rest der Armee über, das Dewback auszuschalten. Für den Saber ging sich sogar noch ein Move danach aus, um in der nächsten Runde scoren zu können. Ein paar Stormtrooper starben auch noch.

Wir hätten nun sogar noch genug Zeit, um nach der kommenden 4. Runde noch eine 5. anzuhängen. Das wäre aber eher unspektakuläre Zeitverschwendung gewesen, also einigten wir uns auf ein 2:1 für mich, auf das es sowieso hinauslaufen würde und widmeten uns unseren Pizzas, die bereits eingetroffen waren.

Runde 2: Gregor Lanz (Separatisten)
Ein Neuling unserer wachsenden Wiener Szene. Wir hatten bisher noch nicht das Vergnügen eines Duells, also war ich sehr gespannt. 12 Aktivierungen Droiden-Schrott mit Maul und 2 Droidekas. Durchaus eine Ansage. Er manövrierte sich teilweise selbst in eine Setup Desaster: als roter Spieler Payload auf Hemmed in mit War Weary. Gregor stellte gar nicht so schlecht auf. Er wählte das selbe Bomb Cart Ziel wie ich und positionierte sich so entlang des Weges, dass er sich gar nicht viel bewegen musste. Maul würde mich dann am Ende des Weges abpassen. Er machte nur einen gravierenden Fehler, auf den ich etwas später zurükommen werde. Wer ihn suchen möchte, darf sich unsere Aufstellung genau anschauen und rätseln.

Die Droiden zogen vor und versteckten sich gut hinter dem Hügel. Ich versuchte eine Einheit in Panik zu schießen (War Weary), zog aber den zweiten Sniper nicht, ehe die Droiden aktivierten. Sonst hatte ich für meine Klone nicht viel zu tun. Ich musste mehr oder weniger im Offenen bleiben, um das Cart zu bewachen. Das könnte in späterer Folge zum Problem werden. Die Z-6 Einheit fand ein Schlupfloch und einen Schuss auf den T-Series im Offenen. 4 Treffer, leider ein Save dabei. Dann versteckte er sich (und brachte die Range 1 Moralblase noch weiter weg von der Armee)

R2 machte sich links auf den Weg zur Secret Mission. Nur eine Einheit B2 gegenüber und ein kurzer Weg, das muss ich nehmen. Außerdem will mein Panzer ja eh auch dort hin. Denn jetzt kommt die Auflösung des Rätsels: Das gegnerische Bomb Cart hatte nur eine Bewachereinheit. Der Saber Tank machte einen Doppel-Move, stellte sich in Reichweite 1 zum Cart, um es zu blockieren und gleichzeitig den Weg für andere Einheiten zu versperren. Gregor konterte mit einem geseufzten „ups …“.

Alles auf Offensive. Maul sprang auf den zentralen Hügel und schaute einer Armee entgegen.

Als erste Aktivierung in Runde 2 nahm sich Maul eine Wunde, „chargete“ meine Fives Einheit (4 Tote) und zog sich ein Sniper Team zusätzlich rein. Beide meiner Einheiten im Handgemenge hatten einen offenen Befehl, also waren meine ersten beiden Aktivierungen, die beiden loszulösen und Maul zu exponieren.

R2 marschierte weiter und heilte den Panzer, der langsam aber stetig Schaden nahm. Der Rest der Armee ballerte auf Maul mit dem krönenden Abschluss eines Saber Tank Schusses mit Z-6 Support: 11 Treffer nach Deckung und Maul fällt erwartungsgemäß um. Ein Sniperteam von mir stirbt aber auch noch an Droideka Beschuss.

Gregor konzentrierte sich auf Padme, die wie eine Weltmeisterin savete und Suppression weider abbaute. Dabei war sie mir schon längst egal. Ich musste das gegnerische Cart nur noch eine Runde aufhalten und R2 in die Endzone bringen bzw. meine Cart noch einmal bewegen, um mit dem max. MoV aus der Partie zu gehen.

Die Partie war aber auch Attrition technisch zu meinen Gunsten gekippt. Ich feuerte auf B1 und löschte aus bzw. verjagte 4 Einheiten (zb. 8 Wunden und 4 Suppression verteilt auf 3 Einheiten mit der Air Support Aktivierung allein). An der Stelle gab Gregor auf, kein Grund mehr, hier weiter zu spielen.

Runde 3: Björn Bock (Separatisten)
Ich hatte bisher sehr gutes MoV, ein einfacher Sieg sollte reichen. Aber den musste ich auch erst mal erlangen! AAT als Field Commander, Droidekas, 3x BX mit Messern, 2x B2 mit HA und T-Series, zweimal B1, einmal davon mit T-Series und Raketenwerfer. Hostage Exchange auf Major Offensive mit Hostile Environment. Ich war wieder blau.

An der Stelle war ich nicht ganz glücklich mit der Mission (die ich selbst forciert hatte). Mein Plan, am Anfang von Runde 2 die Geiseleinheit zu killen, geht hier nur schwer auf. Besonders, wenn meine Geiseleinheit dabei selbst unter starken Beschuss kommt.

Also überdachte ich meine Strategie. Ich spielte in Runde 1 Smoke Screen (damit haben sich alle Änderungen zur Originalliste definitiv bewährt!) statt der üblichen Diplomatic Cover und gab meiner Geiseleinheit einen kleinen Startvorsprung. Der zweite Befehl bouncte an den Panzer.

Zu meiner großen Verwunderung machte sich die gegnerische Geisel nicht schnurstracks auf den Heimweg, sondern zielte und schoss auf meinen Panzer. An der Stelle lernte ich, dass der B2-HA auch Impact hat. Nach einem Raketenschuss und dem AAT war mein Saber bereits auf 5 Wunden. Das ging ja schnell!

Aber R2 ist ja zur Stelle und heilt. Padme dachte schnell nach (dodge/aim) und ging auf Standby. Einmal Sniper holten sich 2 BX Droiden, waren aber zu mutig und bezahlten mit ihrem Leben. Das andere Sniper Team zog dem AAT einen Lebenspunkt. Dann kam der Saber, fuhr vor und schoss auf den AAT. 9 Würfel, Impact 5, Critical 1 zeigten ihre Wirkung: Der AAT wurde beschädigt. Die BX liefen dann noch in Standby Range, was dem AAT noch einen Wunde anhängte.

Leider hab ich hier vergessen, ein Bild zu machen

Runde 2. Hier wittere ich meine Chance, die gegnerische Geisel am Scoren zu hindern. Nach kurzer Betrachtung des B2 Nahkampfprofils spielte ich Aggressive Negotiations und zog meine Geiseleinheit in die gegnerische. Das kostete mich aber die Ini und der AAT konnte nochmal aus vollen Rohren (mit Armor Piercing Shells) schießen. Mein Saber wurde beschädigt (erschwerte Bewegung). Mit Bauchweh nahm ich die 50% Chance auf R2 und zog leider was anderes aus dem Sack. Noch eine Wunde auf dem Saber.

Als nächstes kam der erlösende R2, reparierte den Panzer und 3PO machte Calculate Odds auf Padme. Sie selbst gab sich nochmal Aim, Dodge und Standby. Dieses triggerte und ich hoffte auf zwei Wunden direkt aus der Hauptkanone auf den AAT und splittete. Leider nur 1 Wunde. Die Saber Aktivierung machte dem Ding aber den Garaus.

In der Zwischenzeit fielen die BX bei mir ein. Es kamen zwar immer nur 2er Teams an, die machten aber durchaus Schaden an der Fives Einheit.

Ach ja, das wahrscheinlich wichtigste nebenbei: Die Geisel-Droiden zogen sich nicht zurück, sondern prügelten auf mich ein (und kassierten eine standby Gegenwatsche)

Ab Runde 3 kippte das Spiel dann endgültig zu meinen Gunsten. Die BX erschlug ich langsam im Nahkampf bzw. erschoss sie, als Fives sich nach deren Aktivierung zurückzog. Die Aggressiven B2 im Zentrum reduzierte ich mit einem Schuss auf 2 Modelle.

Die Droiden Geiseleinheit beschloss auch endlich sich zurückzuziehen. Damit konnte ich meine Geisel heimbringen. Ich brachte meine Phase 1 in Stellung, sodass sie mit der garantierten Ini (Björn hatte schon beide 1-Pip verbraten) abfangen konnte.

Im Gegenzug wurde ich von B1 gecharget und die B2 zogen sich zurück. Runde 5 hatte ich nochmal die Ini und konnte mittels Authorative und R2 Relay den P1 nochmal den Befehl geben, damit sie sich aus dem Nahkampf mit den B1 in den Geisel Nahkampf zurückziehen konnten.

Wir maßen nach, und kamen zum Ergebnis, dass sich mit den max. 3 ausstehenden Bewegungen die Geisel nicht in die Aufstellungszone bringen ließe. Damit muss ich die Geisel komplett verlieren, damit Björn noch gewinnen kann. Das kann aber nur noch die einzelne Droideka Einheit schaffen. Sie probierte es, scheiterte aber erwartungsgemäß. Padme wär eh auch noch am Objective gestanden, um es sich im Fall des Falles zu holen.

Damit wird es ein weiteres hohes Ergebnis von 2:1 für mich, was mir in Summe mit 78% den Sieg brachte (versus 71% des Zweitplatzierten).

Fazit: Es war ein großartiges Event. Einwandfrei organisiert, drei super Gegner und spannende Spiele. Besonders gefreut hat es mich, dass es das erste große Treffen von 3 lokalen Spielgruppen war. Jede ist in den Top 3 vertreten (sowie 3 verschiedene Fraktionen), was will man mehr?

Meine Liste hat mir auch großen Spaß gemacht. Padme und R2 bringen genau die richtige Menge an Shenanigans, dass mir selbst diese eigentlich eher Gunline-ige Liste taugt. Fast schade, dass ich für die kommende Invader League schon die Luke-Bus Liste gelockt hab …

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