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Warhammer ÖMS-2011

Am vergangenen Wochenende fanden die Österreichischen MeisterInnenschaften in Warhammer Fantasy Battles statt. Gleich vorweg, ich bin nicht Österreichischer Meister geworden. Dafür habe ich aber eine durchaus plausible Erklärung: Ich konnte als Organisator leider nicht selbst teilnehmen.

Zumindest nicht am ganzen Turnier. Da ein Spieler beim dritten Spiel verhindert war, schlüpfte ich kurzerhand in die Rolle des Söldnergenerals und bestritt ein Spiel gegen Oger. Mir wurde im Schnelldurchlauf die Armee und das Konzept erklärt und schon nach der Aufstellung war ich auf mich allein gestellt. Ich sagte also wie angewiesen einen Angriff mit dem Ritterbreaker auf die Vielfraße vor meiner Nase an und verjagte sie. Schon in der ersten Beschussphase deuteten die Würfel ihre Laune für dieses Spiel an: Ich traf mit beiden Kanonen den Eisenspeier und würfelte jeweils eine 1 beim Verwunden.  Später bekam ich eine Chance mit 3 Rittern, das Monster in den Rücken anzugreifen. Im Schnitt wird es aufgerieben, real hielt es auf die 5.

Eine Einheit Eisenwänzte letzte es auf meinen Magierblock (20 Zwerge mit 5 Magiern) an. Die Einheit selbst wurde von Mengils Häutern und deren Giftbeschuss zerpflügt. Allerdings kam der Fleischermeister an. Das sollte kein großes Problem sein: Ich opfere so lange Champions und billige Magier bis der Oger das Kampfergebnis durch passive Boni verliert und aufgerieben wird. So kam es aber nicht. Der Oger stürmte an, wirkte einen Zauber mit Totaler Energie, legte sich die große Schablone auf den Kopf und tötete damit 10 Zwerge (er selbst überlebte und erhielt nicht einmal eine Wunde). Ich gewann zwar noch mehrfach den Nahkampf (einmal sogar mit +3), doch der Oger hielt stand.

Das konnte ich von meinen Rittern im Zentrum nicht behaupten. Sie erledigten zwar die Vielfraße, doch dann blieben sie in Ogern hängen. Diese waren besser im Rüsten in ihren 6+ Rüstern  und 6+ Parierwürfen als meine Blechdosen auf die 2+/3+. so standen bald nur noch General und Held, die in der letzten Runde aufgerieben und eingeholt wurden. Nun standen die Oger genau vor meinen Dunkelelfen und holten diese auch nocht, was in Summe zu einem etwas deprimierenden 4:16 führte.

Außerdem habe ich im Vorfeld 5 Spiele nach der geltenden Armychoice absolviert, die ich an dieser Stelle kurz beschreiben möchte:

Ich spielte Chaoskrieger: 2x 8 Trolle, dazu eine Tzeentch-Chaoskriegereinheit mit Schilden und Standarte der Disziplin, angeführt von einem Tzeentch-General auf Dämonischem Reittier. Dazu gab es einen kleinen Tzeentch-Magier, einen AST mit 6″ Unnachgiebigkeit-Spenden, einen Todbringer und ein paar BarbarInnen-Einheiten.

Spiel 1 gegen Philipp Merlin Jost (Platz 2 bei den ÖMS, allerdings spielte er gegen mich nicht seiner Skaven-Turnierliste):
Meine Trolle taten genau, was sie sollten: In 6″ Reichweite um den AST bleiben und alle Einheiten, mit denen sie in Kontakt kamen, langsam aufreiben. Mein General erledigte inzwischen ein Stegadon (Stärketrank und magisches Schwert, dass Stärke und Widerstand permanent auf 2 senkt half dabei durchaus). In Summe war es ca. ein 12:8 für mich (kann mich nicht mehr genau erinnern).

Spiel 2 gegen Clemens Novotny (Platz 27 bei den ÖMS):
Ich war zuversichtlich, dass meine Liste auch gegen Oger bestehen würden. Wir wollten beide in den Nahkampf und das waren wir auch im zweiten Zug. Nach seinem Angriff sah es gut für ihn aus, dann kamen meine Trolle ins Spiel und es wendete sich. Doch sie konnten sich nicht durchsetzen. Das versetzte meinen General in Rage und er löschte quasi im Alleingang 2 Einheiten aus. Kurz vor Schluss stand kaum mehr was am Feld. Eine Einheit Trauerfang-Kavallerie verbiss sich im Todbringer und mein General machte Jagt auf den Eisenspeier. Dieser drehte sich um und erschoss meinen General (3+ Retter, 3 Lebenspunkte …), ebenso verlor ich noch den Todbringer. Damit wurde es ca. ein 8:12.

Spiel 3 gegen Alexander Böhm (Platz 3 bei den ÖMS):
Er tanzte mit dem gefürchteten unzerstörbaren Fluchritterbreaker (Drakenhofbanner, mehrere Charaktere mit 2+ Rettungswurf gegen Flammenattacken und Blutdrinker) an. Auf dieses Spiel hatte ich mich gefreut, denn meine Armee ist durchaus ein guter Konter dagegen. Ich bot ihm also eine Einheit Trolle an, die er fahrlässig auf die gewürfelte 10 annahm. Schafft er den Angriff nicht, ist er eine weitere Runde außer Gefecht und ich kann auf Ghoul-Jagt gehen. Natürlich schaffte er den Angriff. Meinen Konter dachte er mit Todeswölfen abzuwenden, übersah dabei aber die Rampe, die er für meine zweiten Trolle in der Flanke aufbaute. Eine gewürfelte 6 (mit 2 Würfeln) hätte beim Überrennen genügt. Es sollte aber nicht sein. Ich kotzte ihm ein paar Charaktere aus dem Breaker und holte mir eine Ghouleinheit. Im Austausch verlor ich beide Trolle und den Todbringer. In Summe wurde es ein 9:11.

Spiel 4 gegen Bernd Sorger (Österreichischer Meister 2011):
Ich muss zugeben, ich kann mich nicht mehr genau an den Schlachthergang erinnern, nur noch, dass es ein 9:11 wurde.

Spiel 5 gegen Gilbert Hangel (Platz 20 bei den ÖMS):
Nach dem Hit meines Todbringers auf die Schwertmeister in der ersten Runde sah es sehr gut aus. Ich marschierte also vor. Die Schwertmeister griffen eine Einheit Trolle an, begleitet von einer Einheit Speerträger in der Flanke. Dank Flammenbanner war es ein Gemetzel, aber ich blieb unnachgiebig. In der zweiten Nahkampfphase machte ich einen Stellungsfehler, wodurch meine Trolle genau aus Unnachgiebigkeitsreichweite fielen und überrannt wurden. Ein einzelner Schwertmeister überlebte und sicherte seine Punkte. Auf der anderen Seite war es noch bitterer. Ganz ohne Stellungsfehler zerpflügten meine Trolle eine Einheit weiße Löwen und eine Einheit Speerträger. Durch Unglück verloren die Trolle in der letzten Runde einen Nahkampf und nahmen auf die wiederholbare 10 Reißaus. Damit wendete sich ein überlegener Sieg meinerseits in ein 10:10. Bitter.

Fazit: In Summe erreichte ich in den 5 Spielen 48 Punkte, also knapp unter dem Soll. Da ich keine bemalte Armee spielte, hätte mich das 1:1 gerechnet bei den ÖMS auf Platz 33 gebracht. Im Anbetracht der Tatsachen, dass ich nur gegen gute Spieler (zB. alle Stockerlplätze bei den ÖMS) antrat, kann ich mich über das Ergebnis nicht beschweren und denke, ich hätte gut mithalten können.

Abschließend möchte ich noch den Gewinnern gratulieren und mich ganz herzlich für die Flasche Wein bedanken, die mir während der Siegerehrung als Dankeschön überreicht wurde!

Die Insel des Schicksals, Teil 3

Helena die Erbarmungslose fühlte sich sichtlich Wohl in ihrer neuen Gestalt als Vampirin. Mit der neu erhaltenen magischen Kraft holte sie ihre stärksten KriegerInnen zurück ins Leben, allen voran ihren treuen Armeestandartenträger Gunther den Geduldigen. Scharen an Ghulen erfreuten sich an den Leichenbergen, die Helena bei ihren Plünderzügen hinterließ und auch ein Varghulf und eine mächtige Flederbestie hatten sich aus ihren Höhlen hervorgewagt und unterstützten die untoten Truppen.

Schlacht 5: Die Rache an den SöldnerInnen
Helena machte sich keine Mühe, ihren Angriff zu verbergen und so nahmen die SöldnerInnen rechtzeitig ihre Verteigigungsposition ein. Das Zentrum bewachte ein Elf auf Sternendrachen, rechts davon der Zahlenmeister mit seiner Leibgarde, dem Halblinggeneral und einem Zauberer, daneben Pikeniere und ganz im Eck verschanzte sich die Artillerie und Kavallerie.

Sie begannen sofort den Vormarsch. Helena tat es mit ihren Truppen gleich. Die Monster kamen weit über die linke Flanke, um vor der Artillerie sicher zu sein, der rest bewegte sich langsam im Zentrum vor.

Helena schickte ihre Wölfe los. Die Leibgard geriet in Blutrausch, zerstückelte die Wölfe und rannte blindlings vor. Helenas Falle schnappte zu: Varghulf und Flederbestie kamen aus ihrem Versteck hinter dem Haus hervor und griffen die Garde in der Flanke an. Helena selbst befehligte ihre Verfluchten KriegerInnen in die Front.

Der Elf konterte und sein Drache fackelte den Varghulf ab, doch für Garde kam jede Rettung zu spät. Sie wurde komplett und mitsamt dem Zahlenmeister erschlagen. Der Halblinggeneral und der Zauberer flohen und wurden von Fledermäusen eingeholt.

Die Flederbestie kassierte einen Kanonentreffer, der ihr die halbe Seite wegriss. Das untote Monster schien unbeeindruckt und hob in Richtung Artillerie ab. Eine weitere Kanonekugel fetzte ihr ein Teil des Flügels weg, der aber instantan nachwuchs. Der Schuss wäre die letzte Rettung für die Halbling-Köche gewesen, die nun leichte Opfer für das Biest waren.

Helena stürmte auf den Elfen zu. Dieser floh nach einem kurzen Nahkampfgeplänkel hinter das Haus. Dort wartete schon ein Gespenst, das ihn mitsamt dem Drachen hinter den Hügel jagte. Mit magischer Geschwindigkeit wollte Helena noch einmal nachsetzen, doch der Drache suchte das Weite.

Als letztes verzogen sich die Armbrustschützen, die Ritter und die Pikeniere, die ihre Niederlage einsahen und auch Reißaus nahmen.

Die Schlacht war geschlagen und Helena erfreute sich ihrer neuen Form. Es würde nicht mehr lange dauern, bis sie die unangenehmen Allianzen mit Zwergen und Echsenmenschen nicht mehr brauchte …

Die Insel des Schicksals, Teil 2

Es war dunkel, als Gunther der Geduldige sein Bewusstsein wiedererlangte. Lediglich eine schwach leuchtende Kerze erhellte den Ort und brachte nur Silhouetten der Umgebung zum Vorschein. Eine bekannte Stimme sprach den Chaoschampion an: Helena die Erbarmungslose, Ghunthers ehemalige Befehlsführerin, die er glaubte, in der ersten Schlacht in der neuen Welt verloren zu haben. „Gunther, ergebener Diener, erzählt, was euch wiederfahren ist“. Gunther gehorchte.

Schlacht 2: Mit Chaos gegen HochelfInnen und SöldnerInnen
Unsere KundschafterInnen brachten uns in eine vorteilhafte Position. Die gegnerischen Truppen sammelten sich über das auserkorene Schlachtfeld verstreut, während unsere Allianz aus Zwergen und Chaosstreitmächten ihnen eine Falle stellten. Wir warteten hinter einem Wachturm und verweigerten die linke Flanke.

Doch dann verließ uns das Schlachtenglück. Die erste Zwergenkanone legte an und zerberstete in einem ohrenbeteubenden Knall, was die Besatzung der beiden Kriegsmaschinen daneben in Deckung zwang. Unsere Stellung war verraten und unsere FeindInnen marschierten uns entgegen. Ihre Kriegsmaschinen trafen wesentlich besser und töteten einige unserer KriegerInnen.


Wir ließen uns davon nicht einschüchtern und marschierten an der linken Flanke vor. Rechts warteten wir auf Kontermöglichkeiten. Nun legte die zweite Zwergenkanone an und tat es der ersten gleich. Im Gegenzug wurden sowohl Grollschleuder als auch Orgelkanone durch die gegnerische Artillerie ausgeschaltet. Ebenfalls wurden einige BarbarInnen von einem fliegenden heißen Suppentopf kampfunfähig gemacht.


Nun starteten Die Angriffe. Die BarbarInnen auf der rechten Flanke holten sich eine Einheit Plänkler und rasten weiter in die Pikeniere. Links überrannten die Zwergen-Grenzläufer eine Einheit Bogenschützen und stürmten direkt weiter in dezimierte Schwertmeister. Es sah vielversprechend aus.

Doch dann kamen die Gegenmaßnahmen. Rechts wurden die BarbarInnen im Rücken von weißen Löwen angegriffen und komplett ausgelöscht. Das Suppenkatapult legte auf die anderen BarbarInnen an, doch der Wind verzog das heiße Gebräu direkt auf die Zwerge im Nahkampf mit den Schwertmeistern und verbrühte einige davon. Der Rest wurde von den Elfen erschlagen und verjagt, was die Flanke der BarbarInnen öffnete. Sie starben zu Scharen, blieben aber Standhaft.


Die komplette rechte Flanke war verloren. Auch die Zwerge sahen das so und nahmen ihre kurzen Beine in die Hand. Links war noch nicht alles verloren. Ich führte meine KriegerInnen in die Elfenflanke und forderte den Armeestandartenträger zum direkten Kampf. Ein mächtiges Duell entfachte, das niemand für sich entscheiden konnte. Dann kam der Konter. Söldnerhelebardiere und Elfenspeerträger kamen ihren schwindenden Freunden zu Hilfe. Dem Ansturm konnten wir nicht standhalten. Das letzte, woran ich mich erinnere ist, als wir uns zur Flucht entschieden und unsere Feinde uns gnadenlose niedermähten.


Wie habt ihr mich gefunden? Wo sind die anderen? Und wie habt ihr überlebt?

Helena trat ins Kerzenlicht und zeigte ihre Eckzähne. „Wer sagt, dass ich überlebt habe?“, sagte die frisch auferstandene Vampirin mit ruhiger Stimme, „Und ebensowenig lebendig seid ihr. Aber keine Sorge, ihr werdet mir auch im Tod gut dienen“.