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Das Geheimnis wird gelüftet

Eigentlich wollte ich Gilberts Geheimes Armeeprojekt gekonnt ignorieren, nur um ihn zu ärgern. Das gelang mir nicht annähernd und so fieberte ich dem gestrigen Enthüllungsspiel entgegen. Als Gilbert meine Frage nach der Armeelistenhärte an die ich mich richten sollte folgendermaßen beantwortete: „Es darf gerne knallhart sein, mit der Armee wird nur gerödelt.“, ahnte ich schon Fürchterliches und ließ vorsichtshalber körperlose Einheiten daheim. Mein Verdacht verhärtete sich mit dem Auspacken der Modelle: Es sind Chaosdämonen!

Hier zu sehen: Ringgeister-Khorne-Zerfleischer, eine aufgestellte Kriegssphinx als Blutdämon und mein Favorit, die Alufolien-Slaanesh-Dämonetten.

Das Spiel:
Das „Reinrödeln“ nahm Gilbert wörtlich und schob als erstes gleich alle seine Einheiten ordentlich nach vor. Die Bemerkung „Bei Dämonen muss ich aufpassen, da kann ich nicht einfach alles grad nach vor schieben, so wie bei Hochelfen“ entlockte mir ein müdels Lächeln.

Besser ging es mir, als meine rechten Ghoule den in der Bewegungsphase verpatzten Angriff in der Magiephase mit totaler Energie nachholten. Dank Helm der Absoluten Kontrolle und einem miesen Instabilitätswurf starben 4 Slaanesh-Fiends (Nekropolen-Reittiere).

Nun kam Gilberts Phase. Dank Idol of Gork (or possibly Mork?) schafften sowohl Blutdämon als auch Zerfleischer den unendlich weiten Angriff auf meine extra zurückgegangenen Verfluchten. Der Todesstoß auf meinen AST bliebt (vorerst) aus, dafür starben gefühlte 100 Verfluchte.

Meine zweite Einheit Verfluchte konterte gemeinsam mit der Flederbestie in die Zerfleischerflanke. Der gefürchtete Bestien-Schrei versiegte mit einer Doppel-1 und auch ihre Attacken und Thunderstomp führten zu keiner Wunde. Es starben wieder haufenweise Verfluchte, die Flederbestie verlor drei Lebenspunkte durch das Nahkampfergebnis und den Kontakt zur Feindeinheit, was ihr in der Magiephase einen weiteren Lebenspunkt abzog.

Der Plan, die Zerfleischer in der nächsten Runde aufzumachen scheiterte an der Doppel-1 beim ersten Zauberversuch. Damit konnte ich die Flederbestie nicht heilen und sie erlag punktegenau den Zerfleischer-Attacken, also kein Thunderstomp, Angriffs- und Rückenbonus.

Auf der anderen Seiter erlagen die ersten Ghoule den Slaanesh-Dämonetten (immerhin starben die Slaaneshbestien vorher). Die zweite Einheit Ghoule wurden von den Dämonetten in einem lange dauernden Clipping-Fight durch das Kampfergebnis vernichtet.

Durch einen Gedankenfehler von Gilbert konnte er den Bluter nicht in die Verfluchten nachziehen, ich gewann den Nahkampf und die Dämonen bröselten. Nun standen die Flamer mit Tzeentch-Herold vor der Nase, die ich sogleich angriff. Allerdings verursachte ich lächerlich wenige Verwundungen, was es dem Bluter und den Dämonetten ermöglichte zu kontern und die Verfluchten aufzureiben.

Mein Varghulf holte sich den Rest der Flamer und meine Generälin versuchte sich in der kleinen Einheit Ghoule im Haus zu verschanzen. Die Dämonetten griffen an, machten erstaunlich viele Verwundungen und retteten alle 3 verursachten Verwundungen meiner Vampirin. Damit bröselte sie und das Spiel endete mit einem enttäuschenden 5:15.

Fazit: Da wäre viel mehr drinnen gewesen. Ein paar bessere Würfe zur richtigen Zeit und ein paar weniger geschaffte Dämonen-Rettungswürfe hätten viel beigetragen. Es hat aber definitiv Spaß gemacht und ich finde Gilberts komplett Eigenkreation sehr gelungen (auch wenn man die hastige Bemalung durchaus erkennt). Ich freue mich schon auf eine Revanche!

Schon wieder HochelfInnen …

Heute spielte ich wieder einmal das übliche Duell gegen Gilberts HochelfInnen. Diesmal hatten wir beide (unabgesprochen) einen Drachen eingepackt.

Ich setzte auf Angriff. Meine Umlenkeinheiten sollten die schlecht platzierten weißen Löwen auf der rechten Flanke beschäftigen, während der Rest meiner Armee nach vor marschierte. Eine neu erschaffene Einheit Zombies versuchte bereits in Runde 1 einen Angriff auf einen lästigen Adler, schaffte es aber nicht.

Runde 2, der Kampf begann. Mein „kleiner“ Block Ghule (37 Modelle) mit Nekromant griff die Speerträger frontal an. Mein General und der neue Zombieblock stellten sich in die Flanke und versuchten magisch einzuschreiten, doch keiner der drei Vanhels Totentänze kam durch.

Die Nahkampfphase wurde extrem episch. Ich verursachte genau zwei Wunden und verlor damit den Nahkampf sogar noch, obwohl die Elfen den Angsttest verpatzt hatten. Der Nekromant starb an dieser Stelle auch punktgenau.

Nun kam der Gegencharge. Der Sternendrache krachte in die Ghulflanke. Selbiges tat der kleine Streitwagen, der auf dem Weg noch die Zombies vernichtete. Die Ghule starben dank 14 Wunden durch den Drachen allein. Der Streitwagen überrannte in Sicherheit (was er im Nachhinein betrachtet gar nicht gedurft hätte, weil er in der Runde bereits überrannt hatte …).

Mittlerweile waren die Wölfe aufgebraucht und die weißen Löwen in bedrohlicher Situation. Meine Fluchritter formierten sich um und schafften es magisch unterstützt den Streitwagen zu verjagen und den Sternendrachen anzugreifen. Der Champion forderte heraus und wurde mit einem Overkill getötet. In Summe gewann ich den Nahkampf und verjagte den Drachen. Ich verfolgte ganze 3 Zoll, was weder den Drachen einholte, noch den Supportcharge in die 4 Zoll entfernten Speerträger gewährleistete. In dem Fall kein Problem, da mein General ganz alleine mit den Speerträgern fertig wurde und sie in die Flucht schlug.

Durch den bitterbösen ElfInnenbeschuss starb an dieser Stelle mein Drache, der bis dahin keinen von sieben 5+ Rüstungswürfen geschafft hatte. Dass er mehr als überdurchschnittlich oft verwundet wurde, brauch ich an der Stelle wohl nicht extra erwähnen.

Nun gut. Alle ElfInnen sammeltenn sich wieder. Mein General zu Fuß verjagte den Streitwagen vom Feld und meine Fluchritter versuchten es erneut mit dem Sternendrachen. Nachdem der Champion nachgewachsen war, begann das selbe Spiel wieder: Herausforderung, Champion starb, Drache schaute blöd zu, aber schaffte diesmal den Aufriebstest.

Ghule verjagten einen Adler und versuchten sich im Nahkampf mit den weißen Löwen. Sie durften sogar zuerst zuschlagen und Trefferwürfe wiederholen.  Mit ihren 41 Attacken verwundeten sie 18 Mal, doch die Elfen schaffen 14 ihrer 5+ Rüstungswürfe. Immerhin blieben 5 Ghule stehen …

An dieser Stelle wird mein General magisch erschossen, was aber kaum noch Auswirkungen hat (abgesehen von den abgegebenen Punkten). Der Löwenstreitwagen griff meine Fluchritter in die Flanke an, macht aber wenig Schaden. Mittlerweile musste mein Fluchfürst selbst in den Nahkampf. Dank Blutjuwel überlebte er und konnte den HochelfInnen-General todesstoßen. Trotzdem war auf Sicht gesehen der Nahkampf aussichtslos, dem Sternendrachen ist einfach nicht beizukommen.

Nachdem auch mein Varghulf erschossen wurde und die weißen Löwen in den Rücken meiner einzig überlebenden Vampirin angriffen (und zerschnetzelten) hatten, war das Spiel mit einem eindeutigen Massaker vorbei.

Fazit: Ein weiteres Spiel aus der Reihe deprimierende HochelfInnenspiele. Dadurch, dass Gilbert sich dazu entschloss, die weißen Löwen ins Abseits zu stellen, war es lange Zeit durchaus spannend. An ein paar Stellen glücklicher gewürfelt (oder einfach nur annähernd im Schnitt), wäre durchaus etwas drinnen gewesen. Dass dann noch mein Drache einfachem Bogenbeschuss zum Opfer fällt ist dreifach bitter.