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Radeln durch das Salzkammergut

Der heurige Urlaub sollte im Zeichen des Fahhrads stehen. Der ursprüngliche Plan war, von der Haustüre zu starten und binnen drei Wochen ans Meer – vorzugsweise Kroatien – zu radeln. Dieser wurde mehrfach modifiziert und mündete letztendlich aufgrund des viel zu heißen Wetters in einer Woche radeln im Salzkammergut.

Wie bei uns üblich buchten wir die erste Nacht und wollten dann spontan entscheiden, wie es weitergeht. Als erste Etappe steckten wir uns Salzburg nach Strobl. Das sind ca. 60 km, aber unser erfolgreicher Ausflug nach Neusiedl (ca. 70 km) stimmte uns optimistisch, wenn auch der Weg etwas mehr bergauf ging.

Also bepackten wir unsere Räder und los ging es.

Wir merkten bald, dass dieser Weg, der leicht aber stetig stieg, uns weit mehr zusetzte als das durchgehende Bergab ins Burgenland. Das schwere Gepäck machte es nicht leichter und so mussten wir auf 1-2 steileren Stellen absteigen und schieben. Der Ärger – wie auch der Neid – war groß bei jedem eBike, das an uns vorbeiflitzte.

Groß war auch die Freude, als wir den Mondsee erreichten und es schön flach dahin ging. Leider konnten wir hier nicht innehalten, denn es war noch ein gutes Drittel unseres Weges vor uns und wir waren im Zeitplan hinten nach.

Und dann kam das Stück, das uns für den ersten Tag sprichwörtlich das Genick brach und unsere Ambitionen (jeden Tag so 3-5h durch die Gegend radeln) zerstörte. Auf 3 km jagte uns die Strecke 170 Höhenmeter bergauf. An dieser Stelle endete auch der sonst gut ausgebaute Radweg und wir mussten die stark (und teilweise rasend) befahrenen Serpentinen rauf schieben, weil schlicht und einfach die Kraft nicht reichte.

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Den Berg überwunden und nach St. Gilgen gerollten waren wir heilfroh, dass es dort Fähren nach Strobl gba, denn wir hatten keine Lust mehr, die letzten ca. 15 km zu fahren, auf denen uns Google noch ein weiteres Steiles Stück anzeigte.

In Strobl angekommen bezogen wir unser Quartier, gingen Abendessen und verwarfen unsere Pläne. Wir verbrachten hier drei Tage – nachdem wir am zweiten Tag erfuhren, dass unser Wunsch, länger hier zu bleiben doch möglich ist und wir eine andere Unterkunft mit knackigen 94€ Stornogebühr absagten.

Tag 2 verbrachten wir faulenzend am See und besuchten am Abend ein Fest des netten kleinen – wenn auch touristisch angehauchten – Dorfes.

Für Tag 3 war am Nachmittag Gewitter angesagt. Wir radelten am Vormittag nach St. Wolfgang. Das Wetter schien zu halten, so fuhren wir die Schafbergbahn hoch und genossen das Mittagsessen bei großartiger Aussicht.

Das Wetter hielt weiter und so konnten wir auch wieder zurückradeln, anstatt die Fähre zu nehmen. Den Abend verbrachten wir in der hauseigenen Kegelbahn, um dem Gewitter zu entgehen, das verspätet auch tatsächlich eintraf.

Die nächste Etappe führte uns nach Bad Ischl, wo wir weitere drei Tage verbrachten. Die erste Sehenswürdigkeit war die Fahrt mit der Katrin sowie die anstrengende aber schöne Wanderung am Berg.

Den nächsten Tag verbrachten wir in Bad Ischl, zu einem guten Teil in und um die Kaiservilla, wo wir einiges über Kaiser Franz Josef und Kaiserin Elisabeth (Sisi darf man ja nicht sagen) lernten.

Am letzten Tag in und um Bad Ischl schwangen wir uns auf die Räder und fuhren zum Hallstätter See, wo wir uns genauer anschauen wollten, was an dem kleinen Dorf Hallstatt so außergewöhnliches dran ist, dass man in China eine Kopie davon errichtete.

Es stimmt schon, es ist ein sehr nettes Dorf, wenn auch total touristisch überlaufen. Das Highlight war definitiv der Besuch im Salzbergwerk. Wir lernten einiges über den Salzabbau – früher wie heute, durften rutschen und bestaunten die älteste Holzstiege der Welt.

Für den letzten Tag gab es nochmal einen Szenenwechsel. Wir fuhren nach Altmünster und verbrachten den heißen Tag am See. Der nächste Tag sollte Regen und starke Abkühlung bringen, also beschlossen wir nach Hause zu fahren. Nun sollten die Temperaturen auch in Wien wieder erträglich sein.

Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub, der einen netten Kontrast zu unseren üblichen dicht gepackten Reisen stand. Wir verbrachten einige Zeit am Fahrrad (ok, nicht ganz unüblich), hatten nur kleinere Tagespläne und verbrachten viel Zeit mit ausruhen. Das tut auch mal gut. Besonders schön ist auch, dass wir nicht zwei Tage nach Rückreise wieder ins stressige Arbeitsleben springen müssen, sondern auch noch eine Woche Wien-Urlaub genießen können.

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Das Ende meiner Golf-Karriere …

oder auch: Rosedale, die Zweite.

Vor etwa zwei Monaten wurde in unser Kellerabteil eingebrochen. Unser beider Räder sowie mein Golfbag (inkl. Inhalt) wurden gestohlen. Der erste Ärger verflog aber schon kurz darauf, als die Versucherung uns zusicherte, die Fahrräder komplett (dank vorhandener Rechnungen) und das Golfzeug nach geschätztem Wert zu ersetzen.

Letzte Woche war es dann so weit, dass ich mein neues Rad besorgte. Dieses fährt wie geschmiert – was zu erwarten war, weil ich zusätzlich zum Radersatzgeld auch das überschüssige Geld vom Golfbag 1:1 in ein besseres Rad investierte.

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Wir schwangen uns auch sogleich auf die neuen Gefährte (Sylvia hatte sich sofort nach dem Einbruch ein neues Rad besorgt) und unternahmen eine gemütliche Donauspazierfahrt.

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Vorerst werden die Räder wohl un unserer Wohnung lagern. Zumindest bis wir unser Kellerabteil ordentlich abgesichert haben.

Rosedale

Mein „neuer“ Wohnort machte es immanent, mobiler zu werden. Zwar ist sowohl Prater als auch Donau sehr nahe, aber für reinen Fußweg doch etwas weit -insbesondere da Zeit mittlerweile ein extrem wertvolles Gut für mich ist.

Also fasste ich vor zwei Wochen den Beschluss, mir ein Fahrrad zuzulegen. Natürlich wollte ich es SOFORT haben. Nach mehreren Stunden erfolgloser Suche fand ich einen kleinen Bikeshop in der Nähe der Mariahilferstraße (Bike Team Niesner). Nach einigen Minuten Beratung hatte ich mich entschieden und ein Rad bestellt.

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Heute habe ich es abgeholt und bin damit sogleich nach Hause gefahren (natürlich durch den Regen). Getauft habe ich es Rosedale, benannt nach dem Rad, das mir als erstes bei meiner Internet-Recherche ins Auge gesprungen ist, aber aus Mangel an Verfügbarkeit in meiner Größe (und der Tatsache, dass es nur 3 Gänge hat) ausgeschieden ist.

Natürlich muss auch Sicherheit sein. So habe ich mir einen schnittigen Helm dazugekauft, den ich mir – gleich wie mein Rad – erst erargumentieren musste, weil er „eher für Frauen“ ist. So ein Blödsinn!

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Ich freue  mich schon auf baldige Ausflüge. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter und die dazu notwendige Zeit mitspielt!