Hoth Trophy #4 – Finale

Eigentlich wollte ich mich auf meinem Vorsprung ausruhen und als zweiter Spieler den Trophy Sieg mit einem gemütlichen 6:5 heimfliegen. Nur ein extremes Ergebnis der hinteren Plätze könnte mir hier reinpfuschen. Genau das ist passiert. Markus (den ich im Viertelfinale 8:3 besiegte) hat zwei All-Or-Nothing Partien hoch gewonnen (8:3, 10:1) und zwang mir damit ein 8:3 für den Turniersieg auf. Challenge Accepted!

Finale: Philip (Imperium)
Das ist das Rematch aus den Vorrunden, wo ich eine 3:8 Ohrfeige erhielt. Zwei schwer zu zerstörende Interdictoren mit Support. Nicht ganz einfach. Für das 8:3 müsste ich das Flaggschiff abschießen und jeden eigenen Verlust bzw. gegnerischen Szenariopunkt durch weitere Abschüsse oder eigen Szenariopunkte ausgleichen. Ich wählte Volatile Deposits, das einzige Szenario, wo ich mir Vorteile rausholen kann, wenn ichs gut spiele.

Ich platzierte mir „meine“ Asteroiden so, dass ich sie mit der Bright Hope halten könnte und das Dust Field mir Schutz bot. Philip schob mir beide Obstacles nach rechts zur Quantum Storm. Auch ok. Die beiden anderen Asteroiden befanden sich fest in imperialer Hand. Wir stellten beide frontal aufeinander auf. Zu meiner und zu Philips Überraschung droppte ich die Profundity (nicht aber die Hammerhead) gleich in Runde 1 mit Speed 0 Dank Grav Well Projector. Es wäre mir wohl nicht möglich gewesen außerhalb der Tokens zu droppen. Also machte ich es gleich in Runde 1, außerhalb der Schussreichweite. Mittels Raymus Antilles konnte ich so trotzdem auf Speed 2 gehen, hatte den Aktivierungsvorteil und das imperiale Flaggschiff musste mir sogar in long range fliegen für einen Schuss bereits in Runde 1.

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Meine rechte Corvette flog einen weiten Bogen über rechts. Mein Raddus zur Linken bremste und flog eine enge Rechtskurve während die beiden GR-75 langsam flogen und die Asteroiden beschützten. Als letztes aktivierte ich die Profundity, legte 5 Schaden mit 3 roten Würfeln (also netto 3 Schaden) in die Seite der Interdictor, beschleunigte auf die 2 und gelangte schön in die Seite des imperialen Flaggschiffs. Dank unglücklicher Platzierung der Imperialen stibizte ich mir so auch noch einen zweiten Szenariopunkt und ging 2:1 in Führung.

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Nun kommt der Hammerhead Drop. Leider mit Speed 0, deswegen musste ich einen Navigate Befehl setzen, um meine Verteidigungstokens einsetzen und der Profundity aus dem Weg fliegen zu können. Es verhinderte auch ein sinnvolles Ramm-Manöver.

Dank Targeting Scramblers krieg ich zwar nicht sehr viel Schaden auf die Interdictor, aber immerhin entfernte ich einiges an Schilden und legte eine Schadenskarte drauf. Jedes kleine bisschen hilft!

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Nun trafen die gefürchteten gegnerischen Staffeln ein. Marek Stele mit Colonel Jendon bedeutete zweimal zwei zuverlässige Treffer pro Runde auf der Profundity. Immerhin blieb meine Hammerhead so weitgehend verschont und die Sternenzerstörer bauten sich selbst ein bisschen ein, um mich abzufangen.

Nachdem die Interdictor vorgeflogen war (leider nicht in short Range oder Double-Arc) hatte ich eine schwere Entscheidung mit der Profundity zu treffen. Ich könne entweder meine eigene Hammerhead rammen, um nächste Runde fix in Short Range Double-Arc auf die Interdictor feuern zu können, oder ich drehe einmal ein, ramme die Interdictor und kriege sie nur vielleicht in den Double-Arc. Ich entschied mich für zweiteres und erhielt leider knapp nicht den Double-Arc. Schade.

Meine rechte Corvette flog weiter den Bogen während die linke mit Raddus eine enge Kurve flog mit dem Ziel sich hinter dem Dust Field zu verstecken, was nicht ganz gelang. Noch keine Abschüsse, Missionspunkte nun 4:2 für mich.

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Runde 3, schwierige Entscheidung. Ohne Double-Arc war der One-Hit (5 Schaden plus rammen) gegen Targeting Scramblers und Electronic Countermeasures faktisch unmöglich. Ich mach etwas Schaden und dann repariert sich die Interdictor und ich krieg den Abschuss gar nicht mehr. Ich könnte vorher mit der Hammerhead im Heck aktivieren und zwei schwarze Würfel auf die Interdictor zur Vorbereitung werfen. Im schlimmsten Fall hat diese dann aber einen Staffelbefehl, lässt Marek Stele zweimal auf mich ballern und erledigt die Profundity danach mit Double-Arc.

Nach etwas hin und her entschied ich mich für die Quantum Storm. Sie beschleunigte auf Speed 1 und legte die gratis Bewegung nach um in Reichweite 3 zu kommen. Mittels Slicer Tools stellte ich sicher, dass die Interdictor weder repariert noch Staffeln befehligt.

Interdictor #2 aktiviert mit Staffelbefehl, nagt an meiner Profundity, schießt beide GR-75 auf einen HP runter und verstellt dem eigenen Flaggschiff den Weg. Damit war klar, dass der Sternenzerstörer diese Runde untergeht. Nun aktivierte ich die Profundity Ich zündete external Racks und fügte der Interdictor respektablen Schaden zu. Der zweite Schuss ging auf die Gozantis zu meiner rechten, die auf Speed 0 beim Szenariopunkt verharrten, und erledigte sie. Ich beschleunigte auf 3 und hoffte über das gegnerische Schiff hinweg zu kommen. Dann nur dann würde ich selbst die Runde überleben. Es ging sich aber haarscharf nicht aus, also nochmal je ein Schaden auf uns beide.

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Dann übergaben die zweiten Gozantis der Interdictor einen Repair Token. Meine Hammerhead aktiverte, schaffte aber auf den beiden schwarzen Würfeln im Heck nur einen Schaden. Die Interdictor aktivierte, heilte 2 Schilde und bremste auf Speed 0, um nicht das eigene Schiff zu rammen. Damit war es für meine rechte Korvett in medium Range Double-Arc ein leichtes, der Interdictor die letzten 3 Hüllenpunkte zu ziehen.

Für den Verlauf des Rests des Spiels hab ich leider keine Bilder mehr. Ich holte mir jedenfalls auch noch die letzten Gozantis und verlor beide meiner GR-75 (eine davon hielt in Runde 5 noch heldenhaft meine Heim-Asteroiden). Mein Flaggschiff konzentrierte sich auf die rechten Asteroiden. Die Hammerhead wurde von Staffeln zerschossen und die zweite Korvette sicherte sich (mit einer Runde Umkehr-Pause) die linken Asteroiden. Eine spannende Situation gab es noch in Runde 6, als drei Staffeln noch die theoretische Chance auf den Korvetten-Abschuss hatten. Die zwei Roten Würfel landeten aber nicht auf auf Doppel-Hit und auch die Doppel-Crit+Accuracy+Structural Damage traten nicht ein.

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Nun ging es ans Zählen. In Abschüssen war ich mit 203:240 knapp hinten. Ich konnte es aber mit 12:5 Szenariomarkern also 180:75 Punkten (als Spieler 1!) rausreißen. Die Differenz von 68 Punkten reichte allerdings gerade mal für ein 7:4 und nicht für das nötige 8:3. Damit bin ich Punktegleich mit Markus, kann aber nach seinem 490:0 aus der Vorrunde im TIE Breaker nicht mithalten.

Fazit: Ich bin mit der Einstellung in die Liga gegangen, es allen zu zeigen, was für ein Spaßverderber Raddus ist. Ich hab schnell bemerkt, dass er zumindest kein Selbstläufer ist. Nach einer Eingewöhnungsphase bin ich aber ziemlich genau auf meine Einschätzung gekommen: Er ist stark und solide gespielt kann man kaum damit verlieren, aber halt auch nicht hoch gewinnen, was auf einem Turnier aber notwendig ist. Aber das ist nun ohnehin hinfällig, weil er eratiert wurde. Außerdem hab ich gelernt, dass mir das aggressive Player 1 brood force spielen nicht liegt. Meni, bleib bei deinen Missionen!

Mit meiner Leistung in den Finalspielen bin ich durchaus zufrieden. Etwas enttäuscht bin ich aber schon, dass es aufgrund des Modus nicht gereicht hat. Ich finde, dass es nicht möglich sein sollte, nach 3 soliden Siegen von jemandem überholt zu werden, gegen den man vorher hoch gewonnen hat. Deswegen bin ich eher für k.o. Finalspiele mit einem echten Finale. Das verhindert strategische Punktespielereien und Kamikaze-Spiele mit extremen Ergebnissen. Andererseits hätte ich auch einfach einen Punkt mehr in der Vorrunde herausspielen oder die Frage, ob zwei Finalrunden ausreichen bejahen können ;-).

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