Ah, Venice!

„Ah, Venice!“ Diese kurze Phrase gebrauchte ich am vergangenen Wochenende in exzessiven Ausmaß. Dieses Zitat ist das allererste, das mir einfällt, wenn ich an Venedig denke.

Ein Besuch der Biblioteca di San Barnaba war oblitagorisch und umso glücklicher war ich, dass unser erster Spaziergang ohne konkretes Ziel zufällig daran vorbeiführte. Klar war uns, dass weder die Bibliothek, noch die Fenster und schon gar nicht das X wirklich dort waren. Aber erst bei der Suche nach dem Kanaldeckel bemerkten wir, dass Venedig – naheliegenderweise – gar keine Kanalisation hat!

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Venedig strahlt einen ganz eigenen Flair aus. Der Mangel an Autos (wie auch anderer Landfortbewegungsmittel) bringt eine gewisse Gemütlichkeit in die Stadt. Die engen Gassen müssen zu Fuß erkundet werden. Eine Gasse kann gar nicht zu eng sein, um dort Haustüren zu finden und man verirrt sich leicht in den verwinkelten Gassen.

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Glücklicherweise ist Venedig nicht sehr groß und so findet man immer recht schnell zu Kanälen, an denen man sich orientieren und zumindest zum Grand Canal finden kann. Von dort aus ist es einfach per Watertaxi größere Distanzen zu überbrücken und das angestrebte Ziel zu erreichen.

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Von den vielen Inseln rund um den Kern sind Murano (Glaskunst) und Burano (Spitzen und Bunte Häuser) die berühmtesten. Leider konnten wir die Ausflüge dorthin nicht voll auskosten, da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

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Dem Wetter hingegen ist es zu verdanken, dass der berühmte Markusplatz frei von den Menschen- (und Tauben-) massen war, vor denen wir gewarnt wurden. Für den Lift den Campanile hinauf mussten wir keine 10 Minuten anstehen und auch für die gewaltige Markuskirche bedurfte es kaum Wartezeit.

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Es sich kulinarisch gut gehen zu lassen hat hier seinen Preis, ein Abendessen mit zwei Gängen, Wein und Nachtisch kostet schnell mal 40€ aufwärts. Als richtiger Glücksgriff entpuppte sich ein unscheinbares Lokal am Grand Canal. Für 80€ (inkl. Trinkgeld) bestellten wir einmal das gehobene und einmal das Luxusmenü. Mein Teil bestand aus Muscheln als Vorspeise, Hummer mit Gnocci und Salat als erster Gang und Fisch als zweiter Gang. Dabei war eine Flasche Wasser, eine halbe Flasche guter Wein, Kaffee (mein Kaffee des Jahres), Likör und Nachtisch inklusive. Selbst der Aperol-Spritz, den wir extra bestellt hatten und die Möwe, die unspermanent beobachtete, wurden nicht extra verrechnet.

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Nach dem um einen Urlaubstag verlängerten Wochenende blicke ich auf eine sehr schöne Reise zurück. Die relative Nähe (7h Zugfahrt von Wien aus) und die überschaubare Größe macht Venedig einen idealen Ort für einen Kurzausflug. Es würde mich nicht wundern, wenn es mich eines Tages wieder dorthin verschlagen würde – so die Stadt noch nicht versunken ist.

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Ah, Venice!

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2 Antworten zu “Ah, Venice!

  1. Ja, Venedig fand ich auch sehr cool!
    http://www.chiller.at/?p=5943
    Ich glaube allerdings das wir teilweise wirklich günstige Mahlzeiten auch gefunden haben…

  2. Guter Beitrag. Freu mich, dass es wieder (wie bei mir) besser läuft!

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