Village – Das Brettspiel

Wir versetzen uns einige Zeit in die Vergangenheit und befinden uns in einem kleinen Dorf. Mehrere Familien leben fiedlich auf ihren Farmen. Neben dem Bewirtschaften der eigenen Felder, lernen Familienmitglieder verschiedene Berufe, wie Handwerk, Politik oder Kirche, um ihr Ansehen zu vergrößern. Manchen wird das Dorf auch zu klein und sie ziehen in die Welt, um Abenteuer zu erleben und den Einfluss der Familie über die Gemeinschaft hinaus zu erhöhen.

Doch die Zeit im Dorf bleibt nicht stehen und so muss man sich früher oder später von den Großeltern verabschieden, bis auch die Eltern alt werden und sterben. Bleibt zu hoffen, dass ihr Lebenswerk in den Dorfchroniken verewigt wird.

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Village ist ein abendfüllendes, liebevoll gestaltetes Strategiespiel, in dem es gilt, die limitierten Ressourcen (Familienmitglieder, Aktionsfelder) zu nutzen, um das größtmögliche Ansehen für die eigene Familie zu erringen. Im Laufe des Spiel verteilt man die Familienmitglieder auf eine große Anzahl an Aktionsfelder. Manche schickt man in Werkstätten um Güter zu produzieren, andere ins Rathaus um diverse Privilegien zu erarbeiten, weitere gehen auf weite Reisen außerhalb des Dorfs und natürlich darf auch die Kirche nicht fehlen.

Mit (fast) jeder Aktion vergeht Zeit und irgendwann kommt der Punkt, an dem ein Familienmitglied stirbt. Das ist aber nicht zwingend ein Anlass zur Trauer, denn auch das gezielte Ableben lassen stellt ein zentrales Element des Spieles dar. Jeweils die ersten 2-6 Toten einer Berufsgruppe werden in der Dorfchronik verewigt.

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Wenn die Dorfchronik vollgeschrieben ist (oder der Friedhof der Namenlosen überquillt wird der Einfluss jeder Familie gemessen. Dieser resultiert aus verschiedenen Elementen. Einerseits geben noch lebende Mitglieder im Rathaus und in der Kirche Punkte, weiters zählen die von der Familie bereisten Orte, die mit Waren belieferten KundInnen und natürlich die Familienmitglieder in der Dorfchronik.

Der Einstieg in Village kann für casual gamer recht Anstrengend sein, weil es viele Aktionsmöglichkeiten und viele kleine Details gibt, deren Erklärung gut und gerne 30 Minuten in Anspruch nehmen kann (insbesondere mit der Erweiterung). Wer den Start einmal überwunden hat und sich in die Spielmechanik eingefunden hat, bekommt ein ausgezeichnetes Spiel präsentiert. Einzelne Züge sind (meist) sehr kurz, sodass es auch zu fünft nicht stockt. Man spielt hauptsächlich für sich selbst, beeinflusst sich aber durchaus gegenseitig, in dem man die limitierten Aktionsfelder aufbraucht und die begehrten Plätze in der Dorfchronik besetzt.

Mir gefällt besonders, dass die verschiedenen Elemente gut ausbalanciert sind. So können verschiedene SpielerInnen ihren Fokus auf unterschiedliche Gebiete (zB. Reisen vs Handel) setzen und damit genauso erfolgreich sein.

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Eine Antwort zu “Village – Das Brettspiel

  1. Na cool. Wir haben das Spiel soeben erstanden und dieser Beitrag war der erste, der mit unter die online-Fittiche gekommen ist, noch vor dem (zu zelebrierenden) Auspacken. Jetzt hab ich noch mehr Lust drauf!

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