Nekromanten holen den Turniersieg!

Gestern fand zum zweiten Mal ein Katzelsdorfer Fluff-Turnier statt (diesmal ausgetragen in Wiener Neustadt). Meine erste Liste war gepickt mit Bösigkeiten (Ghoulking, Ghoulhorden, Crypt Horrors und Mortis-Engine), ich entschied mich aber dann doch für die Fluffvariante aus Skeletten, Zombies, DoppelNekro (keine VampirInnen!), Leichenkarren, Verfluchte und Mortis-Engine. Dazu drei Umlenker, um zumindest das eine oder andere Massaker zu verhindern.

Spiel 1: HochelfInnen
Gegenüber sah ich Speerträger, 2x Bogenschützen, Löwenstreitwagen, Weiße Löwen und Schwertmeister. Nicht leicht zu knacken, weswegen ich mich gleich mal im Haus verschanzte und abwartete. Die zwei Wolfseinheiten wurden ausgesandt, um die ElfInnen-Elite auf Distanz zu halten und eine neu erschaffene Zombieeinheit bedrohte den Magiercarrier.

Mein Gegner geht offensiv vor, zieht den Streitwagen in die einen Wölfe (und lässt die Weißen Löwen dahinter eingesperrt), greift mit den Schwertmeistern die anderen Löwen an und überrennt (vor meine Verfluchten und die beiden Streitwägen) und zieht Adler und Speerträger mit General vor das Haus.

Meine rechten Zombies griffen den Streiwagen an (um die dahinterstehenden Weißen Löwen weiter zu binden), konnten ihn aber nicht verjagen. Den Querangriff meiner Verfluchten auf den Adler begegnete dieser mit Flucht vom Feld und nahm auch gleich den in Panik geratenend Generals-Speerträgerblock mit. Damit konnte ich in die Schwertmeister umlenken, wo auch Mortis-Engine und Leichenkarren reinkrachten. Mit Engine-Umkreisschaden, Banshee-Schrei und 2x Aufpralltreffer waren die Schwertmeister schon vor Zuschlagen auf handlicher Größe. In Summe überlebte einer, der floh und eingeholt wurde.

Die verbauten weißen Löwen holten noch die Zombies. Dank Mortis-Engine Umkreisschaden (der irgenwann auch noch Bogenschützen verjagte) und Banshee-Schreie schafften es nur eine Handvoll Löwen in den Nahkampf, bevor sie (wie auch der Rest der ElfInnen) das Zeitliche segneten.

Fazit: HochelfInnen sind ein dankbares Matchup. Die Unerfahrenheit Meines Gegners und ein paar unglückliche Paniktests taten ihr Übriges. Damit startete ich mit einem 20:0 in das Turnier.

Spiel 2: DunkelelfInnen
Ich stand nun nicht nur einem erfahrenen Turnierspieler, sondern auch noch einer übermächtigen Liste gegenüber. Gegen Hydra, schwarze Garde, Echsenritter hatte ich keine Mittel und selbst die Speerträger wären nicht einfach zu bezwingen. Auch auf den Szenariodrachen (4 Turnierpunkte wert) hatte ich keine realistische Chance.

Ich mache mir also keine großen Hoffnungen und verschanzte mich hinter/im (glücklicherweise erwürfelten) Haus. Mit dem magischen Geschoss konnte ich immerhin mit meinem +2 Zaubervorteil durch die Blasphemischen Schriften etwas Druck aufbauen, da ein paar Punkte mit wenig Lebenspunkten herumrannten.

Echsenritter und Hydra zogen direkt auf mein Haus zu, die Garde hielt ich mit meinen Wölfen auf. Von rechts kam leichte Kavallerie und die zwei  Schatten, die mein erstes Geschoss überlebt hatten.

Nun schöpfte ich aus meiner vollen Trickkiste: Ich stellte Zombies so hiner das Haus, dass die Echsenritter nicht vorbeikamen, aber auch nicht sinnvoll angreifen konnten, weil ihren wenigen Attacken drei Glieder entgegenstanden. Die Hydra Griff das Haus mit den 40 Skeletten und zwei Nekromanten an. Sie tötete zwar 28 Skelette, verpulverte dafür aber ihre Atemattacke, dezimierte die Skelette so, dass sie sich im knappen Platz hinter dem Haus in Sicherheit bringen konnten, wodurch die Hydra de Facto geblockt war und nun von der Engine angeschrien werden konnte.

Die Zombies marschierten auf die Speerträger zu und stellten sich so, dass sie jedenfalls 3 Modelle mit der Magierin in Kontakt bekamen, wenn diese angriffen. Der Angriff kam auch und mein Gegner staunte nicht schlecht, als ich in der Magiephase die Froschrolle zückte und die Magierin plötzlich mit 1er Stats vor potentiellen 6 Attacken stand. Leider ging der Plan nicht ganz auf, weil der Zauber, die Aufpralltreffer und die elfischen Attacken die Zombies auf 3 Attacken reduzierte. Diese hätten sogar gereicht, wenn nicht die Magierin sich durch genau den durchgelassenen Zauber auf 4 Lebenspunkte hochgepumpt hätte.

Immerhin schaffte ich es endlich, die Schatten zu erschießen und mein alleine angreifender Fluchfürst holte sich die leichte Kavallerie in meinem Rücken.

Die Niederlage war nicht abzuwenden, ich hielt mich aber sehr wacker und ließ nichts zu meinen wertvollen Einheiten durchkommen. Lediglich die Verfluchten musste ich abgeben, weil ich in der wichtigen Phase die schnelle Neuformierung auf die 9 nicht schaffte.

In Runde 5 kam nun die Schicksalsphase. Mein General bildete mit dem Fluchfürsten eine Einheit, um sein statistisches Überleben zu sichern. Leider waren meine 4 Würfel in der Magiephase niedrieger als die 4 meines Gegners, weswegen es zwei S4 Treffer auf meinen General hagelte und er starb. Prompt bröselte mein Leichenkarren weg, der sich nicht nur wacker gegen den Elfenstreitwagen schlug, sondern auch noch den Skeletten 12 erstschlagende und Trefferwürfe wiederholende Attacken auf den letzten Lebenspunkt der Hydra sicherte. In der darauffolgenden Nahkampfphase starb auch noch mein zweiter Nekro an zwei Echsenritterattacken, was ein weiterbröseln in der darauffolgenen 6. Runde bedeutete.

Im ersten Moment erwartete ich das sichere 0:20. Die letzten zwei Lebenspunkte der Mortis-Engine durften nochmal etwas Umkreisschaden verteilen, bevor sie wegbröselte. Dann erinnerten wir uns, was passiert, wenn die Engine ihren letzen Lebenspunkt verliert: In Runde 6 bedeutet das, alle Einheiten in 18″ kassieren 2W6 Treffer der Stärke 6. Der fette Krater löschte zwar die restlichen Überbleibsel an Untoten aus, nahm aber darüber hinaus die Echsenrittereinheit, die Hydra, den Elfenstreitwagen und den (vom Gegner auf 1 Lebenspunkt dezimierten) Szenariodrachen (4 Turnierpunkte geradeaus!) mit. Damit ergatterte ich in letzter Sekunde noch 7 Punkte.

Fazit: Im Nachhinein betrachtet, habe ich selten so gut gespielt. Ich habe die wenigen Möglichkeiten, die ich hatte gut ausgenutzt und gleichzeitig sehr wenig Punkte abgegeben. Dass mein General in der Situation starb war halt Pech, das sich im Endeffekt als riesiger Glücksfall herausstellte. Ich habe selten einen Sieg so gefeiert, wie diese 7:13 Niederlage.

Spiel 3: HochelfInnen
Ich durfte gegen die wohl zahmste (und auch honoriert als fluffigste) Liste des Turniers antreten. Gepaart mit der Turnierunerfahrenheit und der spaßzentrierten Einstellung meines Gegners war an dieser Stelle durchaus noch eine gute Platzierung für mich drinnen.

Leider nahm es mein Gegner persönlich, als ich im in Runde 2 den zweiten Umlenker vor seine „bedrohendste“ Einheit (9 Silberhelme mit General) stellte und erklärte, er könne nicht dran vorbei angreifen. Er wollte an dieser Stelle aufgeben. Wir spielten es zwar noch fertig, wobei er mir einfach der Reihe nach seine Einheiten vor die Nase schob.

Fazit: Ich finde den Verlauf der Schlaht sehr schade. Klar, seine Liste war wesentlich schwächer als meine, aber mit einem Rückzugsgefecht (ähnlich dem Meinen in Runde 2), hätte er locker 3-4 Punkte sichern, damit zwei Plätze gutmachen und mir den Turniersieg entreißen können.

Turnierfazit: In Summe reichte es für den Turniersieg. Meine Fluffliste hat sich 2 Punkte vor der harten Liste meines Gegners aus Runde 2 durchgesetzt. Das Turnier hat großen Spaß gemacht. Ein Riesendank geht hier an Wolfgang und Stefan, die das Turnier mit viel Liebe organisiert und es mit dem Setting auch geschafft haben, viele Turnierneulinge und FluffspielerInnen (sic!) zu begeistern, die allesamt offensichtlich viel Spaß hatten, unabhängig von der jeweiligen Platzierung.

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Eine Antwort zu “Nekromanten holen den Turniersieg!

  1. Schöne Berichte und die Fotos sind toll. Ich hätte einfach den Ersatzgeneral nicht erschlagen sollen, und darauf warten, dass er maximal zerbröselt am Ende der 6. Runde. Dann hätte ich den Drachen selbst erschiessen können. Aber da war ich halt ein wenig zu gierig in dem Moment. Dass Hydra und Streitwagen fallen, ja das war zu erwarten und bei der Hydra sowieso schon überfällig. Meine Liste war im Umfeld reichlich stark, wobei das auch durch das überall fehlende Flammenbanner (max. 5 Gegenstände)( bedingt war. So hatte kaum jemand den direkten Hydrakonter dabei.

    Tolles Turnier und hochinteressantes Spiel gegen die Untoten. Die Mortisengine wäre zwar eh vorher schon mein bevorzugtes Ziel gewesen für Beschuss, aber die stand immer gut hinter dem Haus versteckt.

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