Haarscharf am Turniersieg vorbeigeschrammt

Gestern fand ein eintägiges Warhammerturnier in der Umgebung von Linz statt. Es war das erste Turnier in Österreich für die neuen VampirInnen und die Beschränkungen erlaubten wirklich ekliges: Mit meinem Vampir auf Zombiedrachen (ASF und rote Wut versteht sich), Flederbestie und Doppel-Varghulf führte ich gleich 4 Thunderstomper aufs Feld. Sensenreiter und Vargheists rundeten die Offensivarmee wunderbar ab.

Spiel 1: Simon ‚inspektordahr‘ Jochade (Dämonen)
Meine Freude hielt sich in Grenzen, als ich gegenüger die Kartoffel (Great Unclean One mit ich Treffe deine Monster/Charaktermodelle und sie sind tot Schwert) sah.

Ich verzagte dennoch nicht und schickte alle meine Monster über die rechte Flanke. Die Flederbestie schrie den Slaaneshbestien ein paar Lebenspunkte raus und wurde dann angegriffen. Mit den konternden Vargheists konnte ich die Bestien nach mehreren verbitterten Nahkampfrunden ausschalten. Meine fragilen Blöcke hielten sich im Zentrum zurück und freuten sich, dass die Dämonen nicht einfach vormarschierten.

Die Zerfleischer namen meine Umlenk-Wölfe an, überrannten ins Zentrum und offenbarten meinem General und den Varghulfs die Flanke. Die Herausforderung zwischen Vampirfürst und Khorneherold auf Moloch entwickelte sich spannend. Mein General verursachte gerade mal eine Wunde, kassierte keinen Todesstoß, wonach der Zombiedrache es mit seiner Atemattacke gerade schaffte, den Herold auszuschalten. Die Varghulfs wüteten natürlich auch und so wurden die Zerfleischer in zwei Nahkampfrunden komplett ausgelöscht.

Ein weiterer schöner Korridor eröffnete sich für Varghulfs und General auf die Flanke der Seuchenhüter (direkt an der Kartoffel vorbei und aus deren Sichtfeld), diesmal mit Ghoulunterstützung in der Front. Die Dämoneneinheit wurde instantan vernichtet. Der General überrannte in die Flamer (die zuvor die Sensenreiter punktgenau erschossen hatten) und konnterte anschließend in die Schleimbestien, die bereits in den Ghulen steckten (und unglücklicherweise den AST erschlugen).

Flederbestie und Vargheists veschenkte ich leider, weil ich erstere unbedingt auf die Kartoffel schreien lassen wollte und zweitere sich rasend auf die Kartoffel stürzten.

Fazit: Mein Spiel war nicht einwandfrei, Sensenreiter, Flederbestie und Vargheists hab ich verschenkt, was leicht zu verhindern gewesen wäre. Dank gravierender Spielfehler meines Gegners erhielt ich mit Szenariopunkten (Spielveldviertel) insgesamt 16 Punkte. Ein guter Turnierstart.

Spiel 2: Gilbert ‚Gilegion‘ Hangel (Dämonen)

Na toll, Kartoffel #2 … Immerhin durfte ich gegen Gilbert ran, was mir persönlich immer sehr viel Spaß macht, turniertechnisch aber durchaus kopfzerbrechen bereitete. Szenariobedingt (Bruchpunkte) war die Aufstellungszone verschmälert und der Abstand zwischen den Armeen verringert. Durch meine vielen Umlenker erfuhr ich früh genug, dass Gilbert seine Armee aufteilte (fettes unpassierbares Gelände in der Mitte seiner Aufstellungszone).

Ich nutzte die Gelegenheit und meinen ersten Zug, um meine Ghule direkt vor seine Dämonetten und die Kartoffel zu stellen und meine Monster in Angriffsposition aber außerhalb der Kartoffelsicht zu platzieren. Den Rest der Armee konnte ich locker 2-3 Runden mit Umlenkern ausblocken, was reichen sollte um mir ein paar Punkte zu sichern. Leicht ungutes Gefühl bereiteten meine Zombieblöcke mit AST und Nekro. Diese waren komplett abgeschieden und konnten sich immer nur 4″ wegbewegen. Würden diese vernichtet, gäbe es Turnierpunkte für Gilbert und Abzüge für mich.

Die Sensenreiter vertschüssten sich gleich in der ersten Dämonenmagiephase. Die Dämonetten leisteten sich ein Rückzugsgefecht und die Kartoffel sicherte, dass meine Monster nicht eingreifen konnten. Darüber hinaus nervten die Kreischer mit ihren flammenden S5 Überflugattacken.

In Runde 3 entschied ich, meine Monster abzuziehen und die mittlerweile herannahende restliche Dämonenarmee anzugehen. Meine Flederbestie begann nun, auf die Kartoffel einzuschreien und tötete sie nach 4 Schreiphasen. Die Ghule wurden mit Umlenk-Kreischern beschäftigt und letztendlich von erschaffenen Nurglingbases und Dämonetten erlegt.

In meinem Zentrum töteten meine Monster die Slaaneshbestien und anschließend die Umlenk-Flamer. Ein Varghulf ging noch drauf, bevor sich die Zerfleischer in Zombies verbissen. Ich zog meine restlichen Monster ab und sicherte einen knappen 12:8 Sieg.

Fazit: Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Es war die richtige Entscheidung, auf der rechten Seite Druck zu machen und auch sehr wichtig, dort wieder abzuziehen als kein Durchkommen möglich war. Eventuell hätte ich schon eine Runde früher auf die Kartoffel schreien sollen.

Spiel 3: Bernhard ‚berti‘ Küttner (Orks und Goblins)
Im letzten Spiel durfte ich gegen den Berti ran. Ich habe noch immer Albträume von erschossenen Vampirinnen nach unserer letzten Begegnung. Diesmal spielte er glücklicherweise Orks und Goblins, was ein wesentlich besseres Matchup ist (obwohl die Grünhäute auch ekelhaftes aufstellen können).

Mein Plan war es, mit meinen Ghulen das Haus im Zentrum zu besetzen und mit den Monstern über links anzugreifen (Sowohl Moschas als auch Trolle waren auf der anderen Seite). Einen Kettensquig konnte ich gleich zu Beginn mit Wölfen holen. Den unangenehmen Spinnen-Reiter-Goblin (mit vermeintlicher magischer Handwaffe) stellte Berti glücklicherweise in Schreireichweite der Bestie. Dann konnte ich mich getrost mit den Sensenreitern vor die Riesenspinne stellen.

Der Orkstreitwagen konnte genau an meinen Wölfen vorbei in die Flederbestie angreifen (war nicht so geplant …), konnte sie aber nicht töten. Ein einzelner Goblinheld verhinderte, dass ich mich ins Haus stellte (argh …). Dafür griffen die Wildorks meine Umlenkwölfe in der Flanke an, was wohl spielentscheidend war. Die rasenden Orks mussten überrennen und boten meinen Varghulfs die Flanke an, die sie dankend annahmen.

Ein schönes kleines Plätzchen vor dem Lindwurm-Orkgeneral tat sich auf, das mein Vampirfürst auf die gewüfelte 8 gerne ausnutzte. Der Lindwurm wurde regelrecht zerschleischt und der Drache trampelte noch etwas auf dem Ork herum. Der Grünhautgeneral nahm Reißaus und wurde eingeholt, woraufhin der Goblinschamen auch das Weite suchte.

Die Varghulfs gewannen den Nahkampf ebenfalls und erschlugen auch gleich den AST, doch die (nun nicht mehr rasenden) Wildorks blieben stehen. Die Spinne wurde erwartungsemäß von den Sensenreitern geholt.

Damit war das Spiel gelaufen (spätestens als der Kettensquig meinen General nicht töten konnte) und es ging nur noch darum, wieviel ich abräumen konnte – Alles außer einen Spinnen-Goblin (der zuvor noch meinen Nekro tötete …) und die Moschas (die vom Stab des Flammentods halbiert und verjagt wurden, sich aber noch auf der Spielfeldkannte sammeln konnten).

Fazit: Es war ein gutes Matchup für mich und da der wichtigste Wurfe – die Angriffsdistanz meines Generals – funktioniert hat, konnte ich einen richtig hohen Sieg (19 Punkte unklusive Szenariopunkte: HeldInnentöten) einfahren.

Turnierfazit: Meine Liste war richtig dreckig (als Turnierveranstalter würd ich sowas nie zulassen). Ich hatte keine richtig schlechten Matchups (keine Kanonen, die ohnehin am Turnier kaum vertreten waren) und habe durchgehend solide gespielt. Da ausnahmsweise auch einmal die Würfel mitspielten, konnte ich mein bisher mit Abstand bestes Ergebnis einfahren, den 2. Platz. Es wäre sich sogar beinahe der erste Platz ausgegangen, der nur ca. 250 Siegpunkte (nicht Turnierpunkte!) entfernt war.

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Eine Antwort zu “Haarscharf am Turniersieg vorbeigeschrammt

  1. Tja, was soll ich sagen… Deine Liste wäre dafür eben gegen Kanonenvölker oder beispielsweise Oger derbe untergegangen! Gratulation zum 2. Platz!

    mfg
    Alirion

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