Superfrosty Zwischenbericht

Hier der Zwischenbericht nach dem verheerenden ersten Turniertag:

Spiel 1: HochelfInnen
Gleich zu Beginn das Horrorszenario: Eine mit weißen Löwen ausmaximierte HochelfInnenliste mit Level 4 Todeszauberin. Es war klar, dass dagegen kein Ankommen war, so versuchte ich zu verweigern was ging.

Ich stellte mich in das Eck, das am weitesten von den weißen Löwen und mehr als 34″ von der Todesmagierin weg war. Die Todeswölfe sollten den Vormarsch noch weiter bremsen.

Von links versuchte es ein Varghulf mit einer Einheit Fledermäusen und Wölfen, zumindest etwas Unruhe zu stiften. Der zweite Varghulf marschierte die rechte Spielfeldkante nach vor, um für etwas Verunsicherung zu sorgen. Ich schaffte es teilweise mit Manövern, teilweise mit purem Glück, meine (gegen Magie ungeschützte) Generälin vor größerem Schaden zu bewahren.

Es eröffnete sich tatsächlich eine kleine Chance, zumindest eine Löwen-Einheit schmerzhaft zu verwunden. Meine auf über 40 Modelle hochgepushte Ghuleinheit sagte einen Angriff auf die 8″ entfernten Löwen an. Im ersten Anlauf schafften sie es nicht, doch als sich die Einheit 1″ vor ihre Nase bewegten gelang es dann doch. Eine gute Magiephase und die Löwen sind so gut wie tot. Bei drei Vanhels-Totentänzen in der Armee sollte es doch machbar sein. Mit 4 Energiewürfel gegen 3 Bannwürfel leider nicht.

Damit fraßen sich die Löwen durch die Ghule. Zum Glück war dann bereits der sechste Spielzug und ich konnte tatsächlich verweigern, ohne extrem große Verluste einzustecken. Dadurch, dass mein entsetzender Varghulf auf der linken Flanke noch die große Speerträgereinheit verjagte und einholte, konnte ich tatsächlich eine knappe 9:11 Niederlage sichern.

Fazit: Mein Gegner bezeichnete das Spiel als äußerst entspannt. Für mich war es das schweißtreibendste Spiel, das ich jemals bestritten habe. Ohne Aussicht auf einen Sieg, habe ich mich gewunden wie ein Wurm an der Angel und mit Glück dieses knappe Ergebnis heimgefahren, auf das ich wirklich stolz bin.

Spiel 2: Skaven
Ich spielte gegen eine Liste, die der am Freitag recht ähnlich war. Meine Liste stand solide dagegen, da könnte durchaus einiges gehen. Leider bekam ich die ungünstigere Seite, wodurch sich der 400 Punkte bringende Superfrosty in der Mitte hinter unpassierbarem Gelände verbarg. Aber da ohnehin die Ratten den ersten Zug bekamen, sollte das keinen großen Unterschied machen.

Ich verschlief in der Aufstellung, dass ich meine rechte Flanke gegen die Gossenläufer schützen musste, wodurch diese nervigen Einheiten von Beginn an ordentlich Druck aufbauten. Meine beiden Varghulfs versuchten es über links. Im Zentrum startete ich gleich sehr offensiv. Mit einer Marschbewegung und anschließendem totalen Vanhels Totentanz (der meiner Armeestandartenträgerin die Magiestufe kostete) bewegte ich meine Ghule in das Todesrad.

Ich schaffte keine einzige Verwundung. Trotzdem testete das Rad auf die 4. Es brauchte nicht einmal den Wiederholungswurf, um diesen Moralwerttest zu schaffen. Im Anschluss schafften die Seuchenmönche die 13″ Angriffsbewegung in die Ghulflanke und hauten 20 Ghule raus. In der Folgerunde starben auch die letzten Ghule der Einheit (die Brut holte sich nebenbei die 400 Frosty-Punnkte und die Bronzesphäre tötete einen Varghulf). Anstatt wie geplant ein Loch in die Skavenverteidigung zu schlagen, war ich jetzt selbst in größter Bedrängnis.

Die Säuchenmöche griffen meine nächste Ghuleinheit an und die Brut schaffte ihre überdurchschnittliche 11 für einen Angriff auf meinen Skelettblock mit Charaktermodellen. Die Ghule gewannen und verfolgten in die Sklaven, aber die Skelette verpufften, wodurch meine drei Charaktermodelle allein übrig blieben. In einem Verzweiflungsakt zauberte ich mir Trefferwürfe wiederholen und hackte die Brut punktgenau um.

Meine Verfluchten und ein Varghulf verjagten inzwischen mehrere Sklaveneinheiten. Immerhin, vielleicht geht da noch was.

Doch ich hatte nicht an die Magie- und die darauffolgende Beschussphase gedacht. Dank totaler Energie blieben nach einem magischen Geschoss nur noch Generälin und AST mit je einem Lebenpunkt übrig, die von den tausenden Gift-Geschossen zerfetzt wurden. Die meisten Skaveneinheiten sammelten sich wieder und mein Varghulf starb noch an den Sturmratten. Da sich der graue Prophet trotz magieerdenden Stab sprengte, schaute noch ein 4:16 raus.

Fazit: Nach einer gut gespielten ersten Turnierrunde hab ich zu Beginn kurz ausgesetzt (Gossenläufer konnten in die Flanke scouten) und wurde zu übermütig. Mein Ghulangriff war zwar gut angesetzt, aber nicht sicher genug. Ich hätte sie hinten behalten und stattdessen die Gossenläufer mit magischen Geschossen ausschalten sollen. Unverschuldet unglücklich war die Seitenwahl und die damit leichten 400 Zusatzpunkte für die Skaven durch den Frosty.

Spiel 3: Imperium
Gegen Dampfpanzer, Kriegsalter, Hellebardenhorde, Doppel-Lichtmagie und Artillerie war kein Ankommen, weswegen ich mich dazu entschied, das Spiel auf der rechten Seite zu verweigern. Ich wollte mich in den Turm setzen und von dort mittels Magie einige leichte Punkte holen und somit vielleicht sogar einen knappen Sieg zu erringen.

Ich scheiterte bereits am Betreten des Turmes, das ich um einen halben Zoll nicht schaffte. Dafür konnten meine 20 Ghule (auf 14 dezimiert) die Bogenschützen-Kundschafter angreifen. Ich verwürfelte extrem, wodurch die Schützen stehen blieben und von Hellebardieren Unterstüztung bekamen.

Völlig unerwartet griffen nun 5 Imperiumsritter meinen Verfluchtenblock mit allen Charaktermodellen an. Sie verloren erwartungsgemäß, hielten aber auf die 6.

Über drei weitere spielerisch äußerst unsspektakuläre Runden wurde ich nun zu Brei geschossen. Nachdem sich ein Varghulf an einer Kanonenkugel verschluckte, versteckte ich meine Punkte hinter dem Haus. Meine Verfluchten konnten sich leider nicht bewegen, weil sie vorher noch Ritter erlegen mussten (was sie spielerisch auch machten).

Das Imperium konzentrierte den Beschuss auf die Verfluchten. Zweimal pro Runde hagelte es für untote besonders bösartige Licht-Geschosse, gefolgt von Kanonen und Lafettentreffern. Ich rettete verbleibende 15 Stück ins Haus. Wieder hagelte es zuerst magische Geschosse und dann vier Schablonen, die jeweils ALLE 6 Treffer verursachten und damit meine komplette Einheit inklusive Generälin und AST vernichteten. Ich hielt immerhin einen Marker und speicherte ein paar Punkte, was zu einem 2:18 führte.

Fazit: Das Spiel war äußerst deprimierend. Nicht nur, dass die Gegnerliste meine ziemlich auskonterte (viel Beschuss, Lichtlehre und Dampfpanzer), mochten mich auch die Würfel nicht. Meine Magiewinde waren durch die Bank unterdurchschnittlich, während die gegenüber überdurchschnittlich waren. Ebenfalls wäre es hilfreich gewesen, wenn die Imperiumsritter (wie es vom Schnitt ausgehend sein sollte) nicht gehalten hätten und ich somit meine Verfluchten schneller in Sicherheit hätte bringen können. Aber was soll’s, so ist das Spiel.

Zwischen-Fazit: Auf das erste Spiel gegen die Hochelfen bin ich wirklich stolz. Danach ging es rasant bergab. Das lag sicher auch an meiner zu offensiven Spielweise, aber auch die Matchups und Würfel haben es nicht gut mit mir gemeint. Ebenfalls trifft die Turnier-Location nicht meinen Geschmack, als Mensch politisch linker Überzeugung fühlt man sich in einem CV-Studierendenheim nicht wohl.

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